Gesundheit

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Was steht oft in einer Geburtstagskarte? "Herzliche Glückwünsche, viel Erfolg im neuen Lebensjahr und vor allen Dingen Gesundheit". Offenbar spielt Gesundheit eine große Rolle für ein zufriedenes oder sogar glückliches Leben. Ein bekannter Philosoph – Schopenhauer – hat einmal gesagt: "Gesundheit ist nicht Alles, aber ohne Gesundheit ist Alles nichts". Das sind Beispiele, die die Wertschätzung von Gesundheit deutlich machen.

Bei dem Versuch, Gesundheit kurz und bündig zu beschreiben, stößt man jedoch schnell an Grenzen. Vielleicht ist es gar nicht möglich, Gesundheit allgemein gültig zu beschreiben, weil jeder ganz persönliche Vorstellungen davon hat. So spielen z.B. bestimmte Erfahrungen und auch Persönlichkeitseigenschaften eine Rolle dabei, wie man für sich selbst Gesundheit empfindet. Ein paar Beispiele für unterschiedliche Auffassungen von Gesundheit sind in der Abbildung unten aufgeführt. Manche Definitionen sind auf das körperliche Funktionieren der "Maschine Mensch" ausgerichtet, andere beziehen sich nur auf das Fehlen von Krankheit. Wieder andere sind sehr umfassend, sie stellen das Wohlbefinden des Menschen bei ganz verschiedenen Erfahrungen und Empfindungen (z.B. eigener Körper, Gefühle, Beziehungen zu anderen) in den Mittelpunkt.

 

Die unterschiedlichen Vorstellungen von Gesundheit können mit verschiedenen Verhaltensweisen zusammen hängen. Wer  der Meinung ist, selbst keinen Einfluss auf seine Gesundheit zu haben, weil diese vom Zufall oder höheren Mächten abhängt, wird sich wahrscheinlich nicht dafür einsetzen, seine Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Wer überzeugt ist, zu einem großen Teil selbst verantwortlich für seine Gesundheit zu sein, vermeidet vielleicht eher gesundheitsschädliches Verhalten und versucht, aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1946 die bekannteste Definition von Gesundheit vorgenommen: "Gesundheit ist der Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen." (WHO 1946)

Wichtig an dieser Definition ist ihr ganzheitlicher Anspruch. Für die damalige Zeit war es nicht selbstverständlich, das geistige (heute vielleicht eher psychische) und auch das soziale Wohlbefinden gleichrangig neben das körperliche Wohlbefinden als Voraussetzung für Gesundheit zu stellen.