Einflussfaktoren

Wir tragen unsere Haut tagtäglich in allen Lebensbereichen mit uns herum und setzen sie dabei einer Vielzahl von äußeren und inneren Einflüssen aus. Einige davon machen der Haut gar nichts oder zumindest nicht viel aus. Andere können die Haut reizen oder/und Hauterkrankungen verursachen oder verschlimmern.

Es ist wichtig, zu wissen, was auf unsere Haut einwirkt, denn nur so kann man entsprechend mit der Haut umgehen und diese pflegen oder sich vor manchen kleineren und größeren Gefahren schützen.

Kurz und knapp ist im Folgenden zusammengefasst, was so alles auf unsere Haut wirkt bzw. worauf unsere Haut reagiert:

 Das Erbgut bestimmt Eigenschaften der Haut. Mehr...

Erbgut

Wie unsere Haut aussieht, wird ganz grundlegend von unserem Erbgut, also genetisch, beeinflusst.

So ist z.B. die Hautfarbe erblich veranlagt. Auch entscheiden bestimmte erbliche Veranlagungen, ob man anfällig für bestimmte Hauterkrankungen ist. Manche Hauterkrankungen wie z. B. die Neurodermitis haben ihre Ursachen oftmals in der Veranlagung der betroffenen Person. Oder auch die Neigung zu Akne wird meist vererbt.

 Hormone beeinflussen die Haut. Mehr...

Hormone

Die Haut wird zudem von Hormonen beeinflusst.

Hormone sind Botenstoffe, die im Körper gebildet und durch den Körper geschickt werden, um bestimmte Veränderungen in Gang zu setzen und bestimmte Stoffwechselprozesse zu steuern. Ein Beispiel dafür sind die Geschlechtshormone: Die sorgen in bestimmten Lebensphasen wie in der Pubertät oder während des Menstruationszyklus der Frau für eine vermehrte Talgproduktion in den Talgdrüsen. Die Haut wird fettiger, und es kommt zu Pickeln und Mitessern.

 Die Haut reagiert auf mechanische Reize wie Stöße oder Druck. Mehr...

Mechanische Reize

Dass die Haut auf mechanische Reize wie Stöße, Druck oder Reibung reagiert, hat jeder schon einmal am eigenen Leib gespürt.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten "blauen Fleck", den man bekommt, wenn man sich gestoßen hat; oder Abdrücke auf der Haut, wenn man z.B. zu enge Klamotten getragen hat. Durch Reibung können auf der Haut Blasen entstehen.

 Bestimmte Stoffe können die Haut reizen. Mehr...
Hautreizende Stoffe

Es gibt verschiedene Stoffe, die die Haut reizen können, wenn sie mit ihr in Berührung kommen.

Auch wenn uns unsere Haut vor ihnen zu schützen versucht, klappt das nicht immer. So können manche Stoffe der Haut schaden, indem sie z.B. den sogenannten Säureschutzmantel der Haut oder die Zellen der Oberhaut beschädigen. Hier unterscheidet man zwischen stark und schwach hautreizenden Stoffen, sogenannten Irritantien.

Bei stark hautreizenden Stoffen reagiert die Haut beim ersten Kontakt sofort; z.B. beim Kontakt mit starken Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln (chemische Irritantien) oder brennenden Stoffen (physikalische Irritantien).

Bei schwachen Irritantien reagiert die Haut erst nach wiederholtem, regelmäßigem Kontakt mit Hautveränderungen. Das ist z.B. der Fall bei Wasser, Seifen, Reinigungsmitteln, Ölen/Fetten, schwachen Lösungsmitteln, etc.

Übrigens können auch verschiedene Stoffe in Kosmetika zu einer Hautreizung führen. Darum sollte man zum Beispiel beim Schminken darauf achten, welche Inhaltsstoffe bei den unterschiedlichen Produkten enthalten sind. Eine beispielhafte Liste ist hier zu finden.

 Manche Stoffe können auf der Haut allergische Reaktionen auslösen. Mehr...
Allergene

Weitere Faktoren, die die Haut schädigen können, sind Allergene. Sie lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion aus.

Wenn die Haut mit einem Allergen in Kontakt kommt, reagiert sie darauf. Das nennt man eine Kontaktallergie.

Um eine Allergie zu entwickeln (sich zu sensibilisieren), muss üblicherweise ein wiederholter Kontakt zum Allergen bestehen. Daher haben Betroffene häufig jahrelangen Kontakt zum Allergen, bevor sie eine Allergie entwickeln.

Einige Menschen reagieren z.B. allergisch auf Nickel, der in Knöpfen oder Schmuck enthalten sein kann, oder auf Duftstoffe in Kosmetika, Parfüms oder Waschmitteln.

 Das Klima und die Luftverschmutzung haben einen Einfluss auf die Haut. Mehr...

Klima und Luftverschmutzung

Auch das Klima hat einen Einfluss auf die Haut.

Wind, Kälte, Hitze oder auch die Sonne wirken auf die Haut ein.

Nicht immer ist das Klima schlecht für die Haut, manchmal kann es die Haut aber auch belasten. Im Winter trocknet die Haut zum Beispiel durch den Wechsel von der kalten Luft draußen und der warmen und trockenen Heizungsluft in Innenräumen schnell aus. Oder auch die Sonnenstrahlen, besser gesagt die UV-Strahlen, können sowohl positiv als auch negativ auf die Haut wirken.

Mehr Informationen dazu können in einem extra Lernmudul zum Thema "Sonne" nachgelesen werden.

 Die Haut wird von unserem Lebensstil beeinflusst. Mehr...

Lebensstil

Zusätzlich können bestimmte Lebensstilfaktoren einen Einfluss auf die Haut haben. Das bedeutet, dass es unsere Haut beeinflusst, wie wir mit unserem Körper umgehen.

Unsere Haut reagiert z.B. auf unsere Ernährung. Es geht ihr besser, wenn man sich ausgewogen ernährt. Gleiches gilt auch für Genussmittel. Rauchen und Alkohol mag die Haut nicht so gerne. Da kann es passieren, dass die Haut schneller altert.
Wichtig ist zudem, wie man mit der eigenen Haut umgeht. Die Haut will gepflegt und umsorgt werden. Dann fühlt sie sich wohl.

Wie man sich am besten um seine Haut kümmert, kannst du hier nachlesen.

 Die Haut reagiert auf psychische Faktoren wie unser Wohlbefinden. Mehr...

Psychische Faktoren

Die Haut wird auch von psychischen Faktoren beeinflusst.

Für sie macht es oft einen Unterschied, ob wir erholt und entspannt oder total gestresst sind. Je nachdem, ob man sich gut oder schlecht fühlt, kann die Haut reagieren. Wenn die Haut gesund ist, fällt das manchmal gar nicht auf. Bei bestimmten Hauterkrankungen kann unser Wohlbefinden einen starken Einfluss darauf haben, ob wir einen sogenannten Krankheitsschub bekommen oder nicht. Dann ist die Haut sensibler und merkt deutlicher, wenn es uns mal nicht gut geht.