Schutz
Einen 100%igen Schutz vor einer Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung gibt es nicht. Allerdings kann man selbst durch das eigene Verhalten einen so weitgehenden Schutz erreichen, dass man Sexualität ohne Sorge genießen kann.
Um sich vor STD zu schützen gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Dazu zählt vor allem der sogenannte Safer Sex
, bei dem man den Austausch von Körperflüssigkeiten vermeidet (z.B. durch die Verwendung von Kondomen).
Auch gibt es für Erkrankungen wie Hepatitis B und Feigwarzen, die durch das humane Papillomavirus (kurz HPV) hervorgerufen werden schon eine Impfung
.
Außerdem ist für den Schutz vor STD auch eine angemessene Hygiene wichtig.
Mehr über Safer Sex erfahrt Ihr hier.
| Safer Sex. Beim Safer Sex werden keine Körperflüssigkeiten zwischen Menschen ausgetauscht. Weder Samen- oder Scheidenflüssigkeit noch Blut gelangen in den Körper des jeweiligen Partners. |
Am einfachsten ist Safer Sex, indem beim Geschlechtsverkehr ein Kondom übergestreift wird.
Kondome bekommt man fast überall: in der Apotheke oder einem Drogeriemarkt und im Supermarkt.
Richtig angewandt, kann man sich mit Kondomen sehr gut vor Infektionen schützen. Und so wird ein Kondom richtig benutzt:
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Wie wird ein Kondom richtig benutzt? Zuerst ist es wichtig, dass man beim Aufreißen der Kondomverpackung vermeidet, das dünne Gummimaterial zu beschädigen, etwa durch spitze Fingernägel. Das Kondom nicht ausrollen, um es zu prüfen! Es könnte auch dabei beschädigt werden. Dann sollte aus dem Reservoir des Kondoms die Luft mit Daumen und Zeigefinger herausgedrückt werden, um Platz für den späteren Samenerguss zu schaffen. Schließlich kann das Kondom über das steife Glied abgerollt werden. Falls es nicht richtig klappt oder das Kondom falsch herum aufgesetzt wurde (Röllchen innen), lieber ein neues Kondom nehmen. Nach dem Orgasmus sollte der Penis am besten aus Anus oder Scheide gezogen werden, solange er noch steif ist. Dabei das Kondom festhalten, damit es beim Herausziehen nicht abrutscht. Ein Kondom sollte immer nur einmal verwendet werden und nach dem Gebrauch in den Abfall wandern, und nicht in die Toilette. Wichtig ist, nur solche Kondome zu verwenden, die eine CE-Kennzeichnung mit Prüfnummer tragen und deren Haltbarkeitsdatum nicht überschritten ist. Außerdem darf die Verpackung nicht beschädigt sein. Kondome müssen vor Druckbelastung (z.B. im Geldbeutel, Hosentasche) und vor Hitze geschützt werden. Speziell für Analverkehr gibt es extra starke Kondome, die sehr reißfest sind. Zur Erleichterung des Eindringens des Glieds in Anus oder Scheide verwenden viele Partner Gleitmittel – Kondome dürfen jedoch nur mit fettfreien, wasserlöslichen Gleitmitteln verwendet werden. Öle oder Fette greifen das Latex an, so dass das Kondom leicht reißen kann. Falls eine Frau zusätzlich mit Zäpfchen oder Schaum verhüten möchte, ist auch dafür ein fettfreies Produkt wichtig. Bei Analverkehr hilft fettfreies Gleitmittel, das Kondom nicht zu sehr zu belasten. |
Übrigens gibt es auch ein Kondom für die Frau: Das Femidon. Mehr dazu kann bei der schweizer Aids Hilfe hier nachund bei nachgelesen werden.
Außerdem sollte darauf geachtet werden, beim Oralsex kein Sperma aufzunehmen – beim Oralsex mit Männern kann auch ein Kondom verwendet werden, beim Oralsex mit Frauen gibt es spezielle Tücher (z.B. in der Apotheke oder bei der AIDS-Hilfe), die man auf die Scheide legen kann. Auf alle Fälle sollte der Kontakt mit Hautveränderungen wie Bläschen oder Geschwüren verhindert werden – diese können auf eine bestehende Infektion verweisen.
Am allerwichtigsten ist es, mit dem Partner gemeinsam über Safer Sex zu reden – und zwar bevor es zum Sexualkontakt kommt.
Davor muss man keine Angst haben. Meistens werden beide froh sein, wenn das Thema angesprochen wird, und Sexualität kann ohne Angst erlebt werden.
Mehr zum Thema Impfung erfahrt Ihr hier.
Was hat es mit der Impfung vor bestimmten STD auf sich?
Vor manchen sexuell übertragbaren Erkrankungen kann man sich auch durch eine Impfung schützen. Zu diesen Erkrankungen zählen Hepatitis B und die Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV), das zu Feigwarzen (Kondylomen) führen kann.
Beide Impfungen werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland für Jugendliche empfohlen.
| Impfung. Was passiert bei einer Impfung genau? ... |
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Eine Impfung gegen Hepatitis B wird oft als Kombinationsimpfung mit Hepatitis A verabreicht. Man muss sich insgesamt drei Mal impfen lassen, bebor der Schutz vollständig wirkt. Mehr dazu erfahrt Ihr hier:
Eine Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16, 18) sollte bei allen Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Auch hier muss man für den vollständigen Schutz dreimal "gepickst" werden. Weil
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Mehr zum Thema Hygiene erfahrt Ihr hier.
Warum ist auch die Hygiene wichtig?
| Hygiene. Auch eine richtig verstandene Hygiene trägt zum Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen bei. Durch regelmäßige Intimhygiene kann man ein gutes Körpergefühl entwickeln und mögliche Veränderungen besser wahrnehmen. |
Bei Frauen ist es allerdings wichtig, darauf zu achten, dass der natürliche Bakterienhaushalt nicht geschädigt wird – das kann durch die Verwendung von Scheidenspülungen, Intimsprays und dergleichen passieren. Wenn die Scheide austrocknet, können Krankheitserreger leichter eindringen.
Viele dieser Erreger mögen eine feuchtwarme Umgebung. Es ist deshalb gut, möglichst atmungsaktive Kleidung zu tragen (z.B. Baumwollunterwäsche).
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