Erkrankungen

Wenn man an sexuell übertragbare Erkrankungen denkt, fällt einem zuerst wahrscheinlich  HIV/AIDS ein. Es gibt aber zahlreiche andere Erkrankungen, die in unserer westlichen Gesellschaft sehr viel häufiger sind und beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden können.

Sexuell übertragbare Erkrankungen werden durch unterschiedliche Erreger übertragen. Dazu zählen zum Beispiel Bakterien oder Viren. Auch gibt es Infektionen, die durch Parasiten übertragen werden.

In der Tabelle sind die wichtigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen aufgelistet. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann einfach auf den entsprechenden Namen klicken.

 

Bakteriell übertragene Erkrankungen
 
Chlamydien-Infektion. Mehr Infos...
Chlamydien-Infektionen
Beschreibung
Chlamydien-Infektionen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen, die Zahl der jährlichen Infektionen wird für Deutschland auf etwa eine Million geschätzt. Eine Übertragung kann durch Schleimhautkontakt bei vaginalem oder analem Geschlechtsverkehr oder beim Oralverkehr zu Stande kommen. Dabei können sich die Erreger an verschiedenen Stellen ansiedeln, z.B. am Eingang zur Gebärmutter (Gebärmutterhals), in der Harnröhre, an Enddarm oder After, aber auch in den Augen oder im Rachen.

Symptome
Symptome wie Schmerzen beim Wasserlassen oder schleimig-eitriger Ausfluss aus Vagina bzw. Penis können sich nach einer oder mehreren Wochen zeigen. Beim Mann kann es außerdem zu schmerzhaften Hodenschwellungen kommen, bei der Frau zu Schmerzen im Unterbauchbereich oder zu unklaren Schmerzen oder Blutungen beim Geschlechtsverkehr. Bei einer Infektion nach Oralverkehr kann es außerdem zu Halsschmerzen kommen, nach Analverkehr zu Ausfluss aus dem Darm – wenn die Erreger über die Hände in die Augen gelangen, kann es auch zu Bindehautentzündungen kommen.
Eine Tücke bei Infektionen mit Chlamydien ist allerdings, dass diese oftmals überhaupt nicht von Symptomen begleitet sind. Häufig bleibt die Infektion deshalb unerkannt.

Folgen
Eine solche unerkannte Infektion kann sogar zu Unfruchtbarkeit führen. Tatsächlich ist davon auszugehen, dass Chlamydien-Infektionen die häufigste Ursache einer erworbenen Unfruchtbarkeit bei der Frau darstellen. Auch beim Mann kann die Fruchtbarkeit gefährdet sein.
Schutz
Das Risiko einer Ansteckung kann durch Safer Sex, also das Verwenden von Kondomen, deutlich vermindert werden.
Und so funktioniert Safer Sex...
Heilung
Falls es zu einer Ansteckung gekommen ist, kann mit Hilfe von Antibiotika behandelt werden – wichtig ist, dass auch der Partner mitbehandelt wird. Antibiotika kann nur der Arzt verschreiben, es ist also wichtig, bei Anzeichen einer Chlamydien-Infektion einen Arzt aufzusuchen.
Gonorrhöe (Tripper). Mehr Infos...
Gonorrhöe (Tripper)
Beschreibung
Eine bekannte bakteriell übertragene Erkrankung ist die Gonorrhöe (auch Tripper genannt), die durch Gonokokken übertragen wird. Gonorrhöe kann bei Anal-, Vaginal- und Oralsex übertragen werden, immer dann, wenn es zu Schleimhautkontakt mit eitrigem Ausfluss kommt. Dies kann schon auch mal über die Hände oder Sexspielzeug (wie Dildos) passieren.

Symptome
In der Regel macht sich die Gonorrhöe ein paar Tage nach Infektion durch Brennen beim Wasserlassen oder unnatürlichem Ausfluss bemerkbar. Es kann aber auch sein, dass kaum Symptome auftreten – in diesem Fall kann eine Infektion dennoch weitergegeben werden. Häufiger kommt dies bei Infektionen im Rachen (durch Oralverkehr übertragen) oder Darm (durch Analverkehr übertragen) vor.

Folgen
Die Folgen einer unbehandelten Gonorrhöe sind Entzündungen. Bei der Frau treten diese vor allem im Eileiter, den Eierstöcken und der Gebärmutterschleimhaut auf; beim Mann können sich Samenstrang, Samenbläschen und Nebenhoden entzünden. Dies kann wiederum bei beiden häufig zu Unfruchtbarkeit führen. Schließlich kann auch der ganze Körper befallen werden, es kommt zu Fieber, Gelenkschmerzen und Ausschlägen.
Schutz
Durch Safer Sex, also die Verwendung von Kondomen, besteht ein wirkungsvoller Schutz vor Gonorrhöe.
Und so funktioniert Safer Sex...
Heilung
Falls es doch zu einer Ansteckung kommen sollte, kann die Gonorrhöe ebenfalls mit Antibiotika behandelt werden. Frühzeitig behandelt, heilt sie vollständig aus. Der Partner muss ebenfalls behandelt werden.
Syphilis (Lues). Mehr Infos...
Syphilis (Lues)
Beschreibung
Die Syphilis ist ebenfalls eine sexuell übertragbare Erkrankung, die durch Bakterien übertragen wird.
Symptome und Folgen. Die Syphilis verläuft in drei Stadien.

Stadium 1
(ca. drei Wochen nach Infektion)
Es kommt an der Stelle, wo der Erreger eingetreten ist (Penis, Schamlippen, Mund, Darmausgang), zu einem schmerzlosen, verhärteten Geschwür („harter Schanker“), in der Umgebung des Geschwürs schwellen die Lymphknoten an. Dieses Geschwür verschwindet nach einigen Wochen wieder – ein Grund, warum Syphilis-Infektionen oft ignoriert werden.
Stadium 2
(acht Wochen bis zwei Jahre nach Ansteckung)
Es kommt zu nicht juckenden Hautausschlägen, Fieber, allgemeinen Lymphknotenschwellungen. Auch diese Symptome verschwinden wieder.
Stadium 3(mehrere Jahre nach Ansteckung) Es kommt zu schweren Schädigungen innerer Organe (z.B. Leber), des Nervensystems und der Knochen.

Syphilis-Infektionen nehmen seit dem Ende der 1990er Jahre wieder deutlich zu. Symptome sollten in jedem Fall ernst genommen werden, auch wenn sie nicht mit Schmerz oder Juckreiz einhergehen. Jeder Erregerkontakt kann nämlich zu einer Infektion führen – falls sich ein Geschwür im Mundraum befindet, kann der Syphilis-Erreger auch beim Küssen übertragen werden.

Folgen
Die Folgen einer unbehandelten Gonorrhöe sind Entzündungen. Bei der Frau treten diese vor allem im Eileiter, den Eierstöcken und der Gebärmutterschleimhaut auf; beim Mann können sich Samenstrang, Samenbläschen und Nebenhoden entzünden. Dies kann wiederum bei beiden häufig zu Unfruchtbarkeit führen. Schließlich kann auch der ganze Körper befallen werden, es kommt zu Fieber, Gelenkschmerzen und Ausschlägen.
Heilung
Auch eine Syphilis kann durch Antibiotika behandelt und in jedem Stadium zur Abheilung gebracht werden. Allerdings können Organschädigungen des dritten Stadiums nicht mehr rückgängig gemacht werden. Partner müssen mitbehandelt werden.
Schutz
Am besten ist es jedoch, Safer Sex zu betreiben. Verwendet Kondome; sie schützen vor einer Ansteckung.
Und so funktioniert Safer Sex...
  
Viral übertragene Erkrankungen
 
Hepatitis B. Mehr Infos...
Hepatitis B
Beschreibung
Hepatitis B ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Das Virus befindet sich in allen Körperflüssigkeiten und wird damit über Samen- bzw. Scheidenflüssigkeit auch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Zu einer Übertragung kann es auch kommen, wenn Sperma in den Mund gelangt. Hepatitis B kann durch Speichelflüssigkeit sogar beim Küssen übertragen werden.

Symptome
Ein bis sechs Monate nach einer Infektion entwickeln sich grippeartige Beschwerden. Oft sind die Beschwerden sehr gering, und die Infektion wird gar nicht bemerkt.

Folgen
In ca 90% aller Fälle heilt eine Hepatitis-B-Erkrankung aus – man ist dann ein Leben lang immun. In ca 10% der Fälle ergibt sich allerdings ein chronischer Verlauf – das Virus bleibt im Körper aktiv und es kommt zu einer langfristigen Schädigung der Leber. Bei manchen Erkrankten kann es dann zu einer Leberschrumpfung (Leberzirrhose) oder zu Leberkrebs kommen.

Schutz
Das Ansteckungsrisiko wird durch Safer Sex bzw. die Verwendung von Kondomen verringert. Aber Achtung! Eine Ansteckung kann wegen der vielfältigen Übertragungswege dadurch aber nicht 100%ig  ausgeschlossen werden.
Und so funktioniert Safer Sex...

Der wirksamste Schutz vor einer Hepatitis B Infektion ist eine Impfung! Sie wird in Deutschland für Säuglinge und Jugendliche sowie für Gruppen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko (medizinisches Personal, homosexuell aktive Männer) empfohlen. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Heilung
Eine Hepatitis-B-Infektion wird durch eine Blutuntersuchung diagnostiziert. Bei chronischem Verlauf wird durch eine antivirale Therapie versucht, die Virusvermehrung zu hemmen und die Entzündung zu mildern.
Herpes. Mehr Infos...
Herpes
Beschreibung
Herpesbläschen (umgangssprachlich auch "Fieberbläschen" genannt) an den Lippen kennen viele von uns. Sie werden durch das sogenannte Herpes simplex Virus, Typ I (HSV I), hervorgerufen. Herpes kann aber auch im Genitalbereich vorkommen. Dafür sind jedoch andere Viren, nämlich der Herpes simplex Virus, Typ II (HSV II) verantwortlich, allerdings gibt es auch hier zunehmend HSV I Infektionen.

Symptome
Einige Tage nach Erstansteckung treten Entzündungen der Schleimhäute oder auch Hautausschläge auf, manchmal von Fieber und Lymphknotenschwellungen begleitet. Es kommt zu Brennen, Jucken, Rötung und Bläschenbildung. Die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen platzen dann auf und es bilden sich Geschwüre. Diese heilen normalerweise innerhalb weniger Wochen ab.

Folgen
Wenn man einmal eine Herpes-Infektion durchgemacht hat, bleibt man sein Leben lang Virusträger. Die meisten Menschen haben eine Herpes-Infektion durchgemacht und dadurch auch die entsprechenden Antikörper gebildet. Längst nicht alle Menschen, die Träger des Herpes-Virus sind, entwickeln aber die beschriebenen typischen Symptome. Bei anderen treten die Bläschen immer wieder auf – auslösend kann dabei oft auch Stress, UV-Licht oder Übermüdung sein.
Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sich das Virus im gesamten Körper ausbreiten. Besonders problematisch sind auch Infektionen während der Schwangerschaft, da sie zu schweren Erkrankungen führen können. Infektionen während der Geburt können beim Neugeborenen zu schweren Erkrankungen führen, z.B. zu einer Hirnhautentzündung.

Schutz
Safer Sex bzw. die Verwendung von Kondomen schützt vor der Übertragung des Herpes-Virus bei vaginalem, analem und oralem Sex. Und so funktioniert Safer Sex...
Achtung! Wegen der leichten Übertragbarkeit kann man eine Ansteckung nicht immer verhindern.

Heilung
Da man eine Ansteckung nicht immer verhindern kann, ist es wichtig, mit den Symptomen vertraut zu sein, um dann einen Arzt aufzusuchen. Falls man sich infiziert hat, kann mit virushemmenden Medikamenten behandelt werden.
Feigwarzen (Kondylome). Mehr Infos...
Feigwarzen (Kondylome)
Beschreibung
Verantwortlich für das Auftreten von sogenannten Feigwarzen sind Humane Papillomaviren (HPV). Feigwarzen sehen in etwa aus wie Warzen und treten an der Scheide, am Glied oder auch im Darmausgang auf. Bestimmte Typen des HPV-Virus können Zellveränderungen hervorrufen, die sich nach Jahren zu Krebserkrankungen entwickeln können.

Symptome
Die Viren werden bei ungeschütztem Oral-, Vaginal- oder Analsex übertragen. Bis zum Auftreten von sichtbaren Veränderungen vergehen Wochen bis Monate, bei vielen Infektionen treten auch überhaupt keine Symptome auf.

Folgen
Auch eine Infektion, die sich nicht durch Warzen bemerkbar macht, kann längerfristig Krebs auslösen, am häufigsten Gebärmutterhalskrebs bei der Frau. Vermutlich aber sind auch Penis-, Scheiden- und Analkarzinome Folge einer HPV-Infektion.
Schutz
Safer Sex bzw. Kondome schützen vor einer Übertragung – aber nur insofern sie den Kontakt mit krankhaften Hautveränderungen oder Körperflüssigkeiten, in denen sich Erreger befinden, verhindern. Der direkte Kontakt mit sichtbaren Warzen sollte vermieden werden. Und so funktioniert Safer Sex...

Eine jährliche Krebsvorsorge ist besonders für Frauen ebenfalls wichtig. Aber auch Männer sollten sich regelmäßig untersuchen lassen. Wird eine Behandlung durchgeführt, sollte der Partner/die Partnerin mitbehandelt werden.

Die gute Nachricht ist: seit kurzem gibt es eine Impfung! Eine Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16,18) wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Mädchen empfohlen. Diese sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Weil nicht gegen alle Typen der Papillomaviren geimpft werden kann, ersetzt die Impfung aber nicht die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen.

Mehr Informationen zur HPV-Impfung erhaltet Ihr bei der deutschen, der österreichischen Krebshilfe und der schweizer Krebsliga.

Die Aktion Mädchen checken das könnt ihr Euch einen Film dazu ansehen: Mädchen Checken das (eine Aktion der deutschen Krebshilfe)

Heilung
Feigwarzen können mit Medikamenten auf der Haut behandelt oder operativ entfernt werden. Allerdings können auch nach Entfernung Viren in der Haut bleiben, eine Behandlung kann deshalb langwierig sein.
HIV/AIDS. Mehr Infos...
HIV/AIDS
Beschreibung
Die Abkürzung AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) steht für „erworbenes Immunschwächesyndrom“. Erworben wird eine solche Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems durch das HI-Virus. HI-Viren werden übertragen, wenn Blut-, Samen- oder Scheidenflüssigkeit auf die Vaginal- oder Darmschleimhaut eines anderen Menschen gelangen.
HI-Viren werden hauptsächlich beim Kontakt von Körperflüssigkeiten mit der Vaginal- oder Darmschleimhaut übertragen. Besonders empfindlich ist die Darmschleimhaut, sie kann HI-Viren direkt aufnehmen. Deshalb ist das Übertragungsrisiko auch bei Analverkehr am größten. Auch bei Vaginalverkehr ist das Risiko noch sehr hoch. Bei Oralverkehr kann eine Infektion v.a. dann erfolgen, wenn Samenflüssigkeit im Mund aufgenommen wird und die Mundschleimhaut verändert, z.B. entzündet ist.
Wenn andere sexuell übertragbare Erkrankungen vorliegen, ist das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, deutlich erhöht, weil das Virus leichter in entzündete Schleimhaut eindringen kann, wie sie etwa bei einer Chlamydieninfektion oder einer Gonorrhoe (Tripper) auftritt.

Symptome und Folgen
Zunächst bleiben die meisten mit HIV infizierten Menschen über Jahre beschwerdefrei, bevor sich die Abwehrschwäche entwickelt.
Im fortgeschrittenen Stadium kommt es dann typischerweise zu Infektionen mit Krankheitserregern, die einem gesunden Menschen nichts ausmachen. Außerdem können seltene Tumorerkrankungen auftreten.

Heilung
Eine Heilung von HIV/AIDS ist bis heute nicht möglich, und es gibt auch keinen Impfstoff. Das Virus kann nicht aus dem Körper entfernt werden. Unter Umständen kann deshalb, auch wenn keine Viren im Blut mehr nachweisbar sind, noch HIV übertragen werden. Die medikamentöse Therapie in Form der sogenannten Kombinationstherapie unterdrückt die Virusvermehrung und zögert dadurch den Krankheitsverlauf hinaus. Damit führt AIDS nicht mehr wie früher rasch zum Tod, und infizierte Menschen haben eine gesteigerte Lebensqualität. Kombinationstherapie bedeutet, dass man mehrere Präparate gleichzeitig gibt, da HI-Virenstämme sich verändern und damit gegen einzelne Substanzen resistent werden können. Eine solche Therapieform nennt man auch HAART: hochaktive, antiretrovirale Therapie.
Schutz
Dieser erfreuliche Fortschritt in der medikamentösen Behandlung hat zu einem nachlassenden Schutzverhalten beim Sex geführt und so stieg die Neuerkrankungsrate in den letzten Jahren wieder an. Safer Sex bzw. die Verwendung von Kondomen stellt den wirksamsten Schutz vor HIV dar. Und so funktioniert Safer Sex...
  
Andere Erkrankungen
 
Trichonomaden-Infektionen. Mehr Infos...
Trichomonaden-Infektion (Genitale Trichomoniasis)
Beschreibung
Die Erreger einer Trichomonaden-Infektion nisten sich in Scheide, Darm oder Harnröhre ein. Eine Infektion mit Trichomonaden erfolgt v.a. bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, besonders bei Analverkehr. Eine Übertragung kann auch durch gemeinsam benutzte Gegenstände wie Handtücher oder Sextoys erfolgen.

Symptome
Symptome treten mehrere Tage bis Wochen nach Infektion auf. Sie zeigen sich beim Mann durch Schmerzen beim Wasserlassen bzw. ständigen „Druck auf der Blase“. Während eine Infektion beim Mann oft auch ohne klare Symptome verläuft, kommt es bei der Frau häufig zu einem übel riechenden, schaumigen Ausfluss verbunden mit Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Folgen
Die Tücke von Trichomonaden-Infektionen liegt vor allem darin, dass das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen (auch HIV) erhöht ist.
Schutz
Safer Sex
bzw. die Verwendung von Kondomen schützt beim Sex vor einer Infektion mit Trichonomaden.
Und so funktioniert Safer Sex...
Heilung
Wenn es doch zu einer Ansteckung kommt, können Trichomonaden Infektionen mit Hilfe von Antibiotika behandelt werden. Wichtig ist, dass auch der Partner mitbehandelt wird.
Krätze (Skabies). Mehr Infos...
Krätze (Skabies)
Beschreibung
Die Skabies ist keine klassische sexuell übertragbare Erkrankung. Die Übertragung der Krätzmilbe erfolgt allgemein bei längerem Hautkontakt. Damit kann sie auch bei sexuellem Kontakt übertragen werden. Krätzmilben bohren kleine Gänge in die Oberhaut und legen dort Eier ab.

Symptome und Folgen
In der Folge bilden sich schorfartige Schwellungen auf der Haut (in den Fingerzwischenräumen, an Handgelenken, im Genitalbereich und unter den Achseln). Nach Wochen tritt starker Juckreiz, vor allem nachts, als Hauptsymptom auf. Wenn durch Kratzen zusätzlich kleine Wunden entstehen, entstehen Eintrittspforten für andere Infektionen.

Schutz
Vermieden werden kann die Krätze durch sorgfältige Hygiene und regelmäßigen Wechsel der Wäsche.
Heilung
Falls es zu einem Befall kommt, erfolgt eine chemische Behandlung äußerlich. Alle Sexualpartner und Familienmitglieder müssen mitbehandelt werden.
Filzläuse. Mehr Infos...
Filzläuse
Beschreibung
Filzläuse sind kleine Insekten ohne Flügel, die sich in der Schambehaarung einnisten und dort Eier ablegen, die man Nissen nennt. Bei stärkerem Befall können sie sich auch in der Achselbehaarung oder der sonstigen Körperbehaarung einnisten. Eine Übertragung erfolgt durch engen Körperkontakt und damit auch durch sexuellen Kontakt.

Symptome und Folgen
Nach einigen Tagen kommt es durch Bisse der Läuse zu Juckreiz und Hautflecken.

Heilung
Shampoos, Salben oder Lösungen werden zur Behandlung verwendet. Die Entfernung der Nissen erfolgt mit einem Kamm. Kleidung und Matratzen sollten desinfiziert werden.