Ekzeme - Jucken, Brennen und kein Spaß... Da will man sich mal richtig herausputzen und dann passiert das! Die Haut juckt und brennt und man fühlt sich gar nicht mehr wohl. Zum Glück wurde Thelma rechtzeitig gewarnt und hat sich die alten Ohrringe nicht angesteckt... Was sonst noch so hinter der geheimen Tür passiert ist, kannst Du in Episode 3 anhören oder lesen.
| Lernmodul Ekzeme | |
| Episode 3 Die geheime Tür |
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| Interaktiv Den Ekzemen auf der Spur - Das Adventure |
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| Tipps & Infos Tipps und Informationen zum Thema Ekzeme |
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Die geheime Tür
Nach einem ziemlich anstrengenden Ferientag mit Strandlauf und Volleyballturnier beschließen Natalya, Thelma, Max und Paolo einen ruhigen und gemütlichen Abend an ihrem heimlichen Treffpunkt zu verbringen. Bewaffnet mit Decken, Taschenlampen und Proviant schleichen die Jugendlichen durch den Wald zur alten Villa.
Sie laufen um das verlassene Gebäude herum und wollen wie gewohnt durch das kleine Fenster im ersten Stock einsteigen, als Paolo etwas entdeckt:
"Hey Leute. Seht mal hier! Hinter dem Efeu ist eine Tür. Vielleicht ist die offen."
Max, Natalya und Thelma bleiben stehen und leuchten die efeubewachsene Holztür an, während sich Paolo mutig durch das rankende Gewächs kämpft. Und tatsächlich. Die alte Tür knarrt unüberhörbar, als Paolo sie kraftvoll aufstößt.
"Ha, sag ich's doch. Jetzt müssen wir uns nicht mehr durch das enge Fenster quetschen. Mal sehen, was sich hinter der Tür befindet. Folgt mir!"
Die anderen sehen sich verblüfft an und stecken ihre Köpfe durch den verwachsenen Eingang. Das Licht der Taschenlampen lässt eine schmale Treppe abwärts in Richtung Keller erkennen, die von einer Falltür bedeckt wird. Sie führt in einen Teil der Villa, den die Jugendlichen bisher noch nicht entdeckt haben.
"Sollen wir da echt runter gehen? Die morschen Bretter sehen nicht sonderlich vertrauenswürdig aus!" stellt Max fest.
"Jetzt stell dich nicht so an! Wir gehen am besten langsam und nacheinander. Wollt ihr nicht wissen, was der ehemalige Hausherr noch so alles vor uns verborgen hat? Vielleicht finden wir ja einen Schatz!" entgegnet Paolo.
"Haha ... klar ein Schatz! Du hast wohl zu viele Filme gesehen"
"Genau. Wahrscheinlich finden wir zwischen all den Spinnweben höchstens Kohle und staubige Bücher. Aber wenn du meinst, lass uns runtergehen."
Die beiden Mädchen sind skeptisch, aber sie folgen zögernd. Zusammen mit Max macht Natalya das Schlusslicht; sie weiß nicht, was sie von dieser Idee halten soll.
"Das ist aber ganz schön dunkel hier!" sagt Thelma mit einem leichten Zittern in der Stimme, als sie hinter Paolo die alten Stufen hinuntersteigt.
"Ich leuchte dir den Weg. Stop! Thelma, warte auf mich..." ruft Natalya und folgt den anderen mit schnellem Schritt.
Unten angekommen können sie ihren Augen nicht trauen. Sie stehen in einem alten Arbeitszimmer. Die schmalen Lichtkegel der Taschenlampen beleuchten die alten schmutzigen Bücher, die von Zentimeter dicken Staubschichten bedeckt sind. Auf dem mit Spinnenweben überzogenen Schreibtisch liegt ein altes Notizbuch, mit nahezu unleserlichen Inschriften. An was der Hausherr wohl gearbeitet hat? Neugierig sehen sich die Jugendlichen um.
"Oh seht mal! Ich habe tatsächlich einen Schatz gefunden. Hier in der Schale liegen Ohrringe mit kleinen grünen Steinen. Ob die mir wohl stehen?", fragt Thelma und steckt sich einen der goldenen Schmuckstücke ins Ohr.
"Du kannst die Ohrringe doch nicht einfach wegnehmen – das ist Diebstahl!" Max ist entsetzt.
"Wer hat denn was von Stehlen gesagt? Ich probiere sie doch nur an," stellt Thelma trocken fest, während sie den zweiten Ohrring ansteckt.
"Und? Was meint ihr? Ich kann's tragen, oder?"
Paolo bewundert die edlen Schmuckstücke, während sich Max und Natalya gegenseitig anschauen und die Köpfe schütteln. Sie sehen sich genauer im Arbeitszimmer um.
Hinter Bergen durcheinandergeratener Zettel und riesigen Bücherstapeln entdecken sie eine Urkunde an der Wand, die so verstaubt ist, dass die Schrift nur schwer erkennbar ist. Gerade als Max seinen Ärmel lang zieht, um über die gerahmte Urkunde zu wischen, muss Paolo heftig niesen und befreit unfreiwillig das Bild von seiner Staubschicht.
"Danke, Paolo. Sehr kooperativ", witzelt Max.
"Bi-bi-bitteschööööön", stammelt Paolo und muss erneut niesen.
Schmunzelnd hält Max seinem Freund ein Taschentuch vor die rote Nase:
"Allergisch gegen den Staub, was?"
Er leuchtet die Urkunde an und beginnt zu lesen: "Urkunde für die besonderen Verdienste im Rahmen der Allergologischen Forschung an der Universität von Cannes ... verleihen wir Prof. Dr. Marie Prurit die Ehrendoktorwürde"
"Prurit? Das ist doch Französisch und ha-ha-heißt...Hatschi!"
"Das heißt Hatschi? Unser Forscher ist eine Forscherin und hieß Dr. Hatschi?" fragt Paolo ungläubig, während die Mädchen in schallendes Gelächter ausbrechen.
"Prurit bedeutet Juckreiz auf Französisch", klärt Max die anderen auf. "Haha ... das ist ja noch treffender!" hält sich Natalya den Bauch.
"A propos Jucken. Ich wäre an deiner Stelle vorsichtiger mit fremden Ohrringen, Thelma", sagt Natalya und fügt hinzu: "Meine Freundin hat kürzlich ganz ähnliche Ohrringe aus dem Urlaub mitgebracht – nicht wissend, dass sie eine Nickelallergie hat. Nach einem Tag hatte sie knallrote Ohren und es juckte – Frau Prurit hätte ihre Freude gehabt".
Thelma greift sich intuitiv an ihre Ohren und zögert kurz: "Ach Quatsch – die sind nicht aus Nickel!"
"Aber vielleicht bist du ja auf gestohlene Ohrringe allergisch", meint Max und betont erneut, dass er es nicht gut findet, sich fremdes Eigentum anzustecken.
"Oder vielleicht ist es ein altes Erbstück der Familie Prurit und mit einem Fluch belegt ...", flüstert Thelma mit dunkler Stimme und beschließt, die schönen Ohrringe zumindest für den Aufenthalt in der Villa anzubehalten.
"In welchen Bereichen hat Frau Prurit denn genau geforscht? Was steht da?" runzelt Paolo die Stirn und beugt sich erneut über die Urkunde.
"Allergien und Ekzeme", liest er laut. "Allergien und was? Ekzeme? Was ist denn das? Sind das nicht so Auswüchse?", fragt Thelma.
"Ja, wie deine Ohren bald – also falls du eine Nickelallergie hast wie Natalyas Freundin", entgegnet Max.
"Also, könnt ihr auch mal ernst sein? Ich hab hier noch was gefunden. Auf diesem Zettel steht in Großbuchstaben: Fakten und Mythen über Ekzeme" liest Paolo.
"Hm, aber es fehlt ein Stück vom Papier. Lasst uns mal nachsehen was auf den anderen Notizzetteln steht. Vielleicht können die uns Aufschluss geben ..."
Patsch! Ein fürchterlich lauter Knall lässt alle vier erstarren. „Was war das?“, flüstert Paolo leise.
"Die Falltür, die Falltür an der Treppe, wir stecken fest, ich habe es gewusst, ich HABE ES GEWUSST", jammert Natalya.
Durch das Kellerfenster sehen sie jemanden mit einer Taschenlampe: Der Gestalt nach muss es ein junger Mann sein und er kommt direkt auf sie zu und ruft: "Hallo, ist da wer?"
Paolo sieht keinen Ausweg mehr und antwortet laut: "Ja, hier ist jemand. Keine Diebe, nur vier Jugendliche aus dem Feriencamp. Wir haben nichts getan!"
Der junge Mann öffnet kurze Zeit später die Falltür und steigt die Treppe hinab in das Labor. "Ha, diese Villa, sie ist geradezu magisch – zieht jedes Jahr Jugendliche aus dem Zeltlager an, als ob sie heimlich rufen würde."
Der junge Mann ist nun bei Paolo, Max, Thelma und Natalya unten angekommen, die kleinlaut auf den Boden blicken.
"Nun gut", fährt er fort: "Ich bin Henri, Henri Molé. Mir gehört diese alte Villa, aber ich habe leider kein Geld, sie zu renovieren. Meine Urgroßmutter lebte hier, oder besser: sie forschte hier."
"Ja, wir haben es schon entdeckt. Ist deine, ähm, Ihre Urgroßmutter diese berühmte Professorin?", fragt Max neugierig.
"Ja, das ist richtig", entgegnet der junge Mann: "Aber nun zu euch: Ihr könnt doch nicht einfach hier hereinsteigen: in fremde Häuser und fremde Labore, um anderer Leute Urkunden … und, wie ich sehe, auch Ohrringe zu befingern."
Thelma nimmt rasch die Ohrringe ab und legt sie verlegen zurück auf ihren Platz. Henri sieht sie ernst an: "Sie wären dir bestimmt nicht gut bekommen. Du wärst nicht die erste, die darauf mit einer Nickelallergie reagiert!"
Natlya blickt siegessicher in die Runde – da hatte sie ja den richtigen Riecher!
"Oha", Paolo scheint sich vom Schreck allmählich erholt zu haben und mischt sich wieder ein: "Da tritt aber einer ganz gewaltig in die Fußstapfen von der lieben Uroma, was?"
Henri nickt: "Ja, ich versuche es zumindest. Ich studiere hier ganz in der Nähe Medizin, an der Uni in Montpellier. Aber jetzt schaut, dass ihr zurückkommt. Ich drücke noch mal ein Auge zu! Und ... die Veranda dürft ihr gerne weiter nutzen".
Den Ekzemen auf der Spur - Das Adventure
Max ist sich sicher: Das Labor unten in der alten Villa war tatsächlich endlich mal ein Abenteuer. Weder Natalyas innere Gruselgeschichte noch die Sache mit dem "Stranddieb" haben so einen bleibenden Eindruck in seinem Kopf und so viele Ideen hinterlassen wie die geheimnisvolle Tür und die alten wissenschaftlichen Utensilien der Madame Prurit. "Man könnte eine Art Fantasie- und Rätselgeschichte daraus machen.", überlegt Max – "...ähnlich wie in Computerspielen...".
Max sieht es deutlich vor sich: die alten schmutzigen Bücher, die von Zentimeter dicken Staubschichten bedeckt sind; den mit Spinnenweben überzogenen Schreibtisch und das alte Notizbuch mit nahezu unleserlichen Inschriften; die Berge durcheinandergeratener Zettel und riesigen Bücherstapeln; die Urkunde an der Wand, die so verstaubt ist, dass die Schrift nur schwer erkennbar ist.
Eine ideale Situation für Rätsel über die Mythen und Irrtümer in der Medizin! Habt Ihr auch Lust auf ein paar Rätsel im geheimnisvollen Keller von Madame Prurit?
Auf geht's!
Begleitet Max und seine Freunde in das alte Arbeitszimmer. Schlüpft in ihre Rollen und helft ihnen dabei, ein Mittel gegen Ekzeme zu finden. Viel Spaß dabei!
Solltet ihr nicht mehr weiterkommen, dann könnt ihr durch einen Klick auf das Fragezeichen-Symbol (rechts oben in der Inventarbox) die Hilfefunktion öffnen.
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| Alles klar? Wenn nicht, könnt Ihr Euch nebenbei hilfreiche Tipps und Infos zum Thema Ekzeme durchlesen. Damit ist alles ganz einfach. Auch die Tipps & Infos öffnen sich in einem neuen Fenster damit Ihr immer alles im Blick habt. Hier geht es zu den Tipps & Infos zum Thema Ekzeme! |
| Trockene Hautstellen kennt jeder von uns. Das ist normal; und oft erholt sich die Haut schnell. Deshalb beachtet man solche Veränderungen kaum. Aber manchmal kommt es sehr häufig oder dauerhaft zu derartigen Hautveränderungen, dass diese uns stören und einschränken. Diese Hauterscheinungen können zu sogenannten Ekzemen führen. |
Ekzeme sind aber mehr als trockene Haut. Ekzeme sind Entzündungen der Haut, bei denen Juckreiz, Bläschen, feine Risse in der Haut und auch Hautverdickungen auftreten können. Klar, dass so etwas lästig und störend ist. Außerdem kann das auch wichtige Entscheidungen wie die Berufswahl oder persönliche Kontakte wesentlich beeinflussen.
| Mehr Infos gibt's hier: Definition und Folgen. |
Bei vielen Menschen steckt hinter Ekzemen eine angeborene Veranlagung; die Neigung zu Ekzemen liegen sozusagen in der Familie. Ekzeme können aber auch andere äußere und innere Einflüsse haben. Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Stoffe, mit denen man in Berührung kommt oder auch einfach Unwohlsein.
| Mehr Infos gibt's hier: Entstehung und Mythen. |
Niemand ist Ekzemen hilflos ausgeliefert, sondern jeder kann eine ganze Menge unternehmen, um solche Beschwerden zu vermeiden oder so gering als möglich zu halten. Die beste Voraussetzung dafür, ist, dass man über die Ursachen und die Behandlung von Ekzemen Bescheid weiß. Dabei spielen die Meidung von Reizfaktoren
oder Allergieauslösern, eine optimale Hautpflege und Hautschutz, aber auch die gezielte Behandlung mit verschiedenen Medikamenten eine wichtige Rolle.
| Mehr Infos gibt's hier: Schutz und Behandlung |
Viele können sich unter dem Ausdruck "Ekzem
" nichts Genaues vorstellen. Und das obwohl weltweit viele Menschen jeden Alters an Ekzemen leiden. Was ist denn nun ein Ekzem?
Am häufigsten wird mit Ekzemen trockene Haut und Juckreiz in Verbindung gebracht. Ekzeme können aber ganz unterschiedliche Beschwerden hervorrufen. Diese sind im Infokasten beschrieben.
| Ekzeme sind Entzündungen der oberen Hautschichten. Diese Entzündungen führen zur Entstehung kleiner Bläschen. Diese Bläschen sind als rote Punkte zu erkennen und jucken meist. Wenn die Bläschen aufplatzen oder aufgekratzt werden, tritt klare Flüssigkeit (sogenannte Gewebsflüssigkeit) aus. Übrig bleibt dann trockene Haut, die sich stark schuppt. |
Wer die eigene Haut einmal genau betrachtet, wird wahrscheinlich auch Stellen entdecken können, die trocken oder schuppig sind, die jucken oder brennen. Es handelt sich oft um "Mini-Ekzeme", die uns nicht sehr stören. Lästig werden Ekzeme erst, wenn größere Hautflächen betroffen sind.
Wer sich einmal näher ansehen möchte, wie ein Ekzem nun genau aussieht, kann das hier machen. Fahrt einfach mit der Maus über die Bilder.
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Ekzeme können an allen Körperstellen auftreten: An den Armen, den Beinen, dem Rücken oder auch im Gesicht. Oft sind aber die Hände von Ekzemen betroffen, da die Haut dort besonders vielen Belastungen ausgesetzt ist (Hände waschen, Frühstück, Besteck, Fahrradgriff, Papier etc.).
Ein leichter Juckreiz am Ohrläppchen wird meist kaum beachtet. Geschwollene, nässende und stark juckende Hände dagegen sind gar nicht mehr so angenehm. Ob Ekzeme von einer Person als lästig wahrgenommen werden, hängt meist davon ab, wie ausgeprägt die Beschwerden (Stärke, Dauer) sind.
Ekzeme können an allen Hautstellen auftreten und lösen an allen Körperstellen unangenehme Beschwerden aus. An Körperstellen, die von jedem zu sehen sind wie zum Beispiel das Gesicht oder die wir im Alltag oft gebrauchen (Hände), werden Ekzeme oft als besonders einschränkend empfunden.
| Hier sind zur Veranschaulichung Bilder von Ekzemen an verschiedenen Körperstellen: | ||||
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Ekzeme an den Händen sind besonders unangenehm.Wir brauchen gerade unsere Hände, um unsere Umwelt zu „begreifen“. Außerdem können wir die Hände nur schlecht verstecken uns jeder kann die veränderten Hautstellen sehen. Mehr dazu...
Wenn die Haut an den Händen geschwollen, gereizt oder verdickt und rissig ist, dann können die darunter liegenden Hautnerven Berührungssignale nur verändert oder gar nicht aufnehmen. Das ist, als ob eine Schicht trockene Erde an den Handflächen klebt. Man kann weder die Finger gut bewegen, weil die trockene Schicht nicht elastisch ist, noch kann man Gegenstände gut fühlen. Oft wird auch bei stark veränderter Haut der Hautkontakt, oft unbegründet, mit anderen vermieden. Denn bei Berührung (z.B. Händeschütteln) fühlt sich trockene Haut wie ein Reibeisen an.
Von morgens bis abends hat es die menschliche Haut mit ganz unterschiedlichen Einflüssen zu tun. Sie verarbeitet verschiedene Reize von außen wie Hitze, Kälte, Schmutz oder andere Stoffe. Sie muss aber auch mit vielen inneren Einflüssen wie zum Beispiel Trauer, Angst oder Krankheiten fertig werden.
Jeder Mensch reagiert ganz individuell auf diese inneren (endogenen) und äußeren (exogenen) Reize, die auf die Haut einwirken. Je nachdem wie die Haut bestimmte Reize verträgt und je nach der persönlichen Veranlagung können unter bestimmten Umständen Ekzeme entstehen.
| Je weniger wir über bestimmte Erkrankungen wissen, umso unsicherer sind wir im Umgang damit. Daher gibt es leider viele Gerüchte über Ekzeme, die meist nicht stimmen: |
Ekzeme sind nicht ansteckend. Sie können nicht von einer kranken Körperstelle (z.B. den Händen) auf eine gesunde Körperstelle (z.B. das Gesicht) übertragen werden, wenn man dort hinfasst. Zudem kann man sich auch nicht bei anderen Menschen mit Ekzemen anstecken, wenn man ihnen die Hand gibt. Wer ein Ekzem hat, kann das auch nicht an andere weitergeben.
Auch mangelnde Körperpflege ist meist nicht schuld an Ekzemen, sondern nicht selten zu intensive oder falsche Hautpflege. Denn der häufige Wasserkontakt trocknet die Haut aus, selbst wenn wir zusätzlich ölige Bade- oder Duschzusätze benutzen.
Außerdem sind Ekzeme nicht zwangsläufig eine Dauererkrankung, die man nicht mehr los wird. Die Veranlagung für trockene Haut bleibt zwar lebenslang erhalten, aber oft verschwinden die Ekzeme im Lauf des Lebens wieder oder treten nur in bestimmten Situationen und/oder an bestimmten Körperstellen auf.
Das Essen spielt bei Jugendlichen und Erwachsenen nur selten eine große Rolle bei der Ekzementstehung. Bei Menschen, die gegen bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagieren, müssen die ermittelten Auslöser in Zukunft gemieden werden.
Ekzeme haben meistens einen ziemlich wechselhaften Verlauf und bestehen nur in seltenen Fällen dauerhaft ohne zwischenzeitliche Abheilung. Sie treten also in sogenannten Schüben auf.
Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, das Auftreten von Ekzemen zu verhindern oder die Beschwerden so gering wie möglich zu halten. Dazu kann jeder selbst eine Menge beitragen.
Die Auswahl der Maßnahmen richtet sich dabei einerseits nach der Ursache und den Auslösern, andererseits nach den bestehenden Beschwerden. Wer ein Ekzem hat oder seine Haut davor schützen möchte, hat dazu viele verschiedene Möglichkeiten. Am besten ist es, diese zu kombinieren.
Diese Tipps können helfen:
meiden. Mehr... |
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Wichtig ist die Vermeidung intensiver Reizfaktoren. In den meisten Fällen merkt man bald, welche Einflüsse die Haut trockener machen.
Wenn allergische Auslöser bekannt sind (z.B. Modeschmuck), sollten diese möglichst gemieden werden. Bei vielen Auslösern ist das möglich, bei einigen ist professionelle Unterstützung (Arzt, Ernährungsberatung) notwendig, damit dies gelingt. |
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Ist es trotzdem zu Ekzemen gekommen, können verschiedene Mittel und Wirkstoffe zur Beruhigung der Haut eingesetzt werden.
Bei trockenen Ekzemen verwendet man eher fettige Cremes (Salben). Sie machen die Haut geschmeidig und elastischer.
Man sollte übrigens nicht nur auf eine kurzfristige sondern eine langfristige Wirkung achten: So kühlt zwar kaltes Wasser für den Moment und nimmt den Juckreiz, trocknet aber die Haut noch stärker aus. Die Beschwerden werden also nur kurz verringert und sind später noch heftiger.
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Ekzeme sind eine Hauterkrankung. Oft heilen leichte Ekzeme ohne zusätzliche Hilfestellung und Maßnahmen ab. Bei länger bestehenden oder häufiger auftretenden Ekzemen sollte man aber zu einem Arzt gehen.
Wenn ein Verdacht auf bestimmte Auslöser besteht, können gezielt Untersuchungen durchgeführt werden. Wenn die Vermeidung von Auslösern allein nicht ausreicht, gibt es eine ganze Menge von unterstützenden Behandlungen, die zu einer schnellen Abheilung führen können. Auch diese werden ganz persönlich mit euch zusammen auf euch und eure Haut angepasst. |
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Besser ist es, auf die juckenden Stellen leicht mit der flachen Hand zu klopfen oder zu drücken. Feuchte Umschläge, die anfangs ebenfalls gut den Juckreiz nehmen, sollten wegen der Austrocknungsgefahr nur auf der vorher eingecremten Haut erfolgen. Dadurch wird die Austrocknung verhindert. Hitze verstärkt oft den Juckreiz. |
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Geduld mitbringen ist ziemlich wichtig.
Ekzeme können ganz schön nervig sein, weil sie oft auch unvermittelt und ohne erkennbaren Auslöser auftreten. Es treten dann sehr schnell sichtbare und spürbare Hautveränderungen auf. Die Abheilung selbst zieht sich aber wie ein Kaugummi in die Länge. Das ist eine harte Geduldsprobe. Wichtig ist dabei, die Gegenmaßnahmen konsequent durchzuführen. Nur so kann eine langfristige Abheilung erzielt werden. |
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Zum Profi werden! Ekzeme treten bei vielen Menschen im Laufe des Lebens auf. Kein Grund also, den Kopf in den Sand zu stecken.
Man kann selbst viel zur Vermeidung von Ekzemen beitragen; und selbst, wenn sie auftreten, kann man mit den verschiedenen Behandlungs- und Pflegemaßnahmen gut mit der Situation zurecht kommen. Viele Menschen, die immer wieder Ekzeme entwickeln, werden zu "Profis" im Umgang mit ihrer Haut und können viele Gegenmaßnahmen selbst einleiten und abstimmen. Außerdem gibt es viele Informationsangebote – man muss nur wissen, wo sie zu finden sind. |
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