Hintergrund Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Ihre Fläche beträgt rund zwei Quadratmeter. Kein Wunder, dass sie ein ziemliches Gewicht hat: Ganze 10. Die Haut ist außerdem sehr komplex aufgebaut: Sie besteht aus verschiedenen Schichten, Drüsen, Rezeptoren, Gefäßen und Adern. All diese Bestandteile sind notwendig, damit die Haut "funktioniert".

Die Haut übernimmt für den Menschen und seinen Körper viele wichtige Aufgaben. Sie dient als Schutz und auch als Aufnahme- und Abgabeorgan, sie reguliert die Körpertemperatur und ist an der Immunabwehr beteiligt. Um sich an die Verhältnisse im Körperinneren anpassen zu können, gibt es zudem die sogenannten Schleimhäute, die ebenfalls wichtige Transport- und Schutzfunktionen erfüllen.
Über die Haut können wir außerdem tasten und spüren und uns sogar anderen Menschen mitteilen, indem wir z.B. rot werden oder die Stirn kräuseln oder eine Gänsehaut bekommen.

  Mehr Infos gibt's hier: Aufbau der Haut  und Funktionen der Haut.

Wie jeder sicher selbst schon einmal festgestellt hat, steckt jeder Mensch in einer anderen Haut. Das zeigt sich z.B. am Hauttyp bzw. der Hautfarbe und auch am Hautzustand. Es gibt helle und dunkle Menschen, die einen haben trockene Haut, die anderen ganz normale oder auch fettige Haut. Die Vielfalt ist riesig.

  Mehr Infos gibt's hier: Hauttypen und Beschaffenheit der Haut.

Dennoch macht die Haut eines jeden Menschen viele ähnliche Dinge mit. Im Laufe unseres Alltags wird die sie oft ziemlich strapaziert. So hat sie es mit zahlreichen äußeren Einflüssen wie Schmutz oder reizenden Stoffen, aber auch unseren Hormonen, Erbanlagen sowie unserem Lebensstil und Wohlbefinden zu tun. All das kann die Haut beeinflussen, kann ihr gut tun oder sie belasten.

  Mehr Infos gibt's hier: Einflussfaktoren auf die Haut.

Unsere Haut ist für uns sehr wichtig. Sie muss viel leisten, aber auch viel aushalten. Grund genug, sich gut um die eigene Haut zu kümmern, damit sie gesund bleibt oder wieder gesund wird, wenn es ihr mal nicht gut geht. Und das ist gar nicht so schwer. Jeder kann mit der richtigen Reinigung und Pflege und einem angemessenen Hautschutz selbst dafür sorgen, dass es dem eigenen größten Organ so gut wie möglich geht.

  Mehr Infos gibt's hier: Umgang mit der Haut.

Übrigens: Wer mehr Informationen zum allgemeinen Thema Haut möchte wird im Bereich "Zusatzinfos" fündig. Dieser enthält verschiedene Hinweise auf lesenswerte Internetseiten zum Thema.

  Mehr Infos gibt's hier: Zusatzinfos.

Aufbau

Unsere Haut ist ziemlich komplex aufgebaut. Dabei kann man manche Hautstrukturen sehr einfach erkennen; man muss sich die Haut nur genau ansehen. Andere Hautstrukturen sind dagegen nur unter dem Mikroskop sichtbar.

Wer sich seine Haut einmal näher ansieht, wird feststellen, dass man schon mit bloßem Auge unterschiedliche Strukturen der Haut erkennen kann. Diese äußere, sogenannte makroskopische Struktur der Haut, wird z. B. an unseren Händen bzw. Füßen deutlich.
Die Handinnenflächen und Fußsohlen sind von unbehaarter Leistenhaut bedeckt. Der übrige Körper ist mit der sogenannten Felderhaut bedeckt. Dort wachsen Haare. Diese Unterschiede sind im Erbgut (genetisch) festgelegt.

Unter dem Mikroskop betrachtet kann man dann noch weitere Hautschichten erkennen. Diese feine "innere" Einteilung bezeichnet man als mikroskopische Struktur. Die Feinstruktur der Haut besteht aus verschiedenen Schichten und ist nur unter dem Mikroskop erkennbar. In jeder Schicht befinden sich typische Zellstrukturen, die entsprechende Aufgaben haben.

Von außen nach innen gesehen besteht die Haut, die auch Cutis genannt wird, aus folgenden Schichten: 

  1. der Oberhaut (Epidermis),
  2. der Lederhaut (Corium) und
  3. der Unterhaut (Subcutis). 

Jede einzelne Hautschicht hat eine ihr eigene Struktur. In der Grafik oben kann man erkennen, dass die Haut aus vielen verschiedenen Bestandteilen aufgebaut ist. Zu diesen Bestandteilen zählen zum Beispiel Blutgefäße, Haare, ihre Wurzeln und verschiedene Drüsen wie die Talg- und Schweißdrüsen sowie Nerven. 

 Mehr Infos zu den Hautschichten gibt's hier: Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut.

Oberhaut (Epidermis)
 
Die oberste Hautschicht bezeichnet man als Oberhaut oder auch Epidermis. Sie ist die äußerste Grenze zur Außenwelt. Je nach Körperregion ist sie unterschiedlich dick. So kann sie zwischen 0,03 mm und 4 mm dick sein. Auch Alter, Geschlecht und Angewohnheiten haben Einfluss auf die Dicke der Oberhaut. Wer zum Beispiel häufig barfuss läuft, hat eine viel dickere Hornschicht an den Füßen.

Die Oberhaut wird aus den Keratinozyten gebildet. Keratinozyten sind Hornzellen, die den Hornstoff, das sogenannte Keratin, produzieren. Das Keratin ist wasserabweisend und verleiht der Haut Festigkeit.

Die Oberhaut besitzt keine Blutgefäße, Nerven oder Drüsen.

Im untersten Bereich der Oberhaut (Basalschicht) befinden sich die Melanozyten. Das sind Zellen, die den Pigmentstoff Melanin produzieren. Melanin gibt unserer Haut die Farbe und sorgt bei Sonneneinstrahlung für Bräunung und somit Schutz der Haut. So werden UV-Strahlen davon abgehalten, in tiefere Hautschichten einzudringen. Bei zu starker Sonnenbestrahlung können alle in der Oberhaut liegenden Zellen geschädigt und im Verlauf auch bösartig werden.

Lederhaut (Corium)
 
Die Lederhaut ist eine elastische Hautschicht, da sie aus locker verwobenem Bindegewebe besteht. Auch sie kann an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich dick sein. An den Augenlidern ist sie zum Beispiel 0,3 mm dünn, während die Handinnenflächen und Fußsohlen eine Lederhaut von bis zu 2,4 mm Dicke aufweisen.

In der Lederhaut verlaufen sehr feine Blutgefäße, die Kapillaren, die die Oberhaut und die Lederhaut mit Nährstoffen versorgen. Die Kapillaren sind auch für die Temperaturregulation (Kälte und Wärme) des Körpers zuständig. Bei Hitze werden sie erweitert und geben so Wärme ab. Bei Kälte verengen sie sich. Dadurch sorgen sie dafür, dass die vom Organismus produzierte Wärme vor allem im Körperinneren bleibt.

Zusätzlich sind in der Lederhaut noch Haarbläschen, Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen enthalten. Talgdrüsen sind normalerweise je mit einem Haarfollikel verbunden. Nur an Augen, Augenlidern, Lippen etc. kommen Talgdrüsen auch unabhängig von Haarfollikeln vor. Die Fußsohlen und Handinnenflächen haben keine Talgdrüsen. In den Talgdrüsen wird Talg produziert, der das Austrocknen der Haut verhindert und sie geschmeidig macht.
In der Lederhaut befinden sich außerdem noch Schmerzrezeptoren und die Rezeptoren für den Tastsinn.

Unterhaut (Subcutis)
 
Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe, in das wie kleine Kissen Fettpolster eingelagert sind. Ihre Funktion ist die Wärmeisolierung des Körpers. Durchzogen wird diese Schicht von Ausläufern der festen Fasern der Lederhaut. Diese Fasern verbinden die Haut wie Haltebänder mit dem darunterliegenden Gewebe. Je nachdem, wie stark diese Haltebänder entwickelt sind, lässt sich die Haut auf ihrer "Unterlage" verschieben (z. B. auf dem Handrücken) oder nicht verschieben (z. B. unter der Fußsohle). Dies ist abhängig von der Körperregion. Je nach Körperregion folgen der Unterhaut dann Muskulatur, Knochen, Knorpel oder Fett.

Eingelagert in die Unterhaut sind die Endstücke der Haarbälge und der Rezeptoren für Druck und Vibration, die sog. Vater- Pacini- Körperchen.

Die Unterhaut ist nicht am ganzen Körper gleich dick oder dünn. Je nach Ernährungsgewohnheiten sind viele oder wenige Fettzellen eingelagert. Ein Unterhautgewebe ohne Fettzellen gibt es nicht. Dieses Gewebe ist gleichzeitig Kälteschutz, Energiespeicher und Puffer gegen Stöße.

Außerdem werden zur Haut auch die Finger- und Fußnägel und die Kopfhaare gezählt, die Hautanhangsgebilde genannt werden.

  Neben der "normalen" Haut gibt es die sogenannte Schleimhaut. Schleimhäute kleiden das Innere von Hohlorganen aus (z. B. den Darm oder den Mund). Sie sind auch bei den Geschlechtsorganen zu finden. So ist die Deckschicht der männlichen Eichel eine Schleimhaut und die weibliche Vagina ist von einer drüsenlosen Schleimhaut ausgekleidet. Schleimhäute besitzen weder eine Hornschicht noch Haare.

 

Funktionen

Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmetern Fläche (je nach Körpergröße und Körperumfang) das größte Organ des Menschen. Mit ihren ca. 10 kg ist sie ebenfalls das schwerste und funktionell das vielseitigste Organ.

Wer denkt, dass unsere Haut nur dazu dient uns sozusagen einzukleiden, der irrt sich. Die Haut ist auch ein besonders wichtiges Organ, denn sie erfüllt zahlreiche Aufgaben für den Menschen und seinen Körper. Dazu zählen vor allem folgende:

 Die Haut schützt uns vor verschiedenen äußeren Einflüssen. Mehr...
Schutzfunktion der Haut

Unsere Haut hat vielfältige Aufgaben. Sie schützt uns zum Beispiel vor Einflüssen aus der Umwelt, die uns nicht immer gut tun.

Sie schützt uns unter anderem vor Kälte, Hitze und Strahlung – insbesondere der ultravioletten (UV-)Strahlung – sogenannten physikalischen Reizen oder auch chemischen Stoffen, mit denen wir beispielsweise im Haushalt oder bei der Arbeit in Berührung kommen. Außerdem ist unsere Haut ein Schutzwall gegenüber Druck, Stößen und Reibung (mechanische Einwirkungen). Sie verhindert das Eindringen von Mikroorganismen oder auch Krankheitserregern. Weiterhin sorgt sie dafür, dass wir kein Wasser und keine Wärme verlieren.

 Die Haut trägt zur Immunabwehr bei. Mehr...

Immunabwehr

Von der Haut werden auch wichtige Aufgaben im Bereich des Stoffwechsels und der Immunabwehr übernommen.

Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen sogenannten "Säureschutzmantel" wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime.
Außerdem gibt es in der Haut eine ganze Reihe von Abwehrzellen, die auf Eindringlinge reagieren. Das kann man zum Beispiel bei der Reaktion auf einen Insektenstich erkennen – Rötung, Schwellung und Juckreiz sind Abwehrreaktionen dieser Zellen.

 Die Haut regelt unsere Körpertemperatur. Mehr...
Temperaturregulation

Die Haut verfügt über verschiedene Anpassungsmechanismen. Dazu gehört auch, dass sie durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme unterstützt.

So verhindert die Haut durch das Ausscheiden von Schweiß die Überhitzung des Körpers (Thermoregulation). Der Mensch kann bis zu 10 Liter Schweiß pro Tag ausschwitzen. Dabei werden auch Mineralstoffe ausgeschieden. Deshalb ist Schweiß salzig. Auf diese Art und Weise reguliert die Haut nicht nur die Körpertemperatur und den Wasserhaushalt, sondern hat auch einen entscheidenden Einfluss auf das (Mineralien-)Milieu unseres Organismus.

 Die Haut ist ein Sinnesorgan. Mehr...
Haut als Sinnesorgan

Besonders wichtig ist die Funktion der Haut als größtes Sinnesorgan des Menschen.

Über die Haut nehmen wir nicht nur Vibrationen und Schmerz wahr. Wir können mit der Haut auch tasten und Druck- und Temperaturreize empfinden. Für alle diese Empfindungen (z.B. Wärme und Schmerz) gibt es unterschiedliche Rezeptoren.
Der entscheidende Unterschied hierbei ist, dass man sich an zunehmende Temperaturen gewöhnen kann, wenn dies langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Warnzeichen behalten kann.

 Die Haut produziert Vitamine. Mehr...
Die Haut produziert Vitamine

Vitamin D wird als Vitamin D3 (Cholecalciferol oder kurz Calciol) üblicherweise durch die Aufnahme von UV-B-Licht in der menschlichen Haut gebildet. Dieses Vitamin ist für den Menschen sehr wichtig, weil es für den Knochenaufbau sorgt.

 Über die Haut werden Stoffe aufgenommen und abgegeben. Mehr...
Aufnahme- und Abgabeorgan

Die Haut ist auch ein Aufnahmeorgan. Sie kann verschiedene gute wie schlechte Stoffe aufnehmen.

Entlang der Haarfollikel können zum Beispiel gelöste (flüssige und aerogene) Stoffe in tiefere Hautschichten vordringen. So können zum Beispiel Cremes zur Hautpflege oder auch Medikamente in Form von Cremes und Salben in die Haut eindringen und so den Zustand der Haut positiv beeinflussen. Allerdings ist dieser Mechanismus auch die Quelle für das Eindringen vielfältiger schädlicher Substanzen.

 Die Haut dient der Kommunikation und Repräsentation. Mehr...
Kommunikations- und Repräsentationsfunktion

Die Haut hat nicht nur Schutzfunktionen, sondern auch kommunikative und repräsentative Aufgaben.

Die Haut bestimmt unser Aussehen. So sind manche Menschen dunkler und manche heller als andere oder haben zum Beispiel Sommersprossen. Auch Hautfalten, Linien und Furchen bilden sich im Laufe des Lebens und sind ein wesentliches Zeichen unseres Gesichtsausdrucks. Da kennen wir Lachfalten und Sorgenfalten, wir rümpfen die Nase und kräuseln die Stirn. Später entstehen Falten auch als Folge der Hautalterung.
Außerdem verrät unsere Haut bestimmte Gefühlszustände. Wenn uns etwas unangenehm ist oder wir uns ärgern, werden wir rot im Gesicht; oder bleich, wenn wir uns erschrecken. Auch die berühmte "Gänsehaut" zeigt an, dass wir frieren oder uns gruseln.
Mit all diesen Erscheinungen teilt die Haut uns selbst und anderen Menschen sichtbar mit, was in uns vorgeht.

Übrigens erfüllen auch die Schleimhäute wichtige Funktionen für den Menschen. Die Schleimdrüsen haben zum Beispiel eine wichtige Transprotfunktionen (z.B. von Fremdkörpern). Gleichzeitig bilden die Schleimhäute aber auch eine Barriere bzw. einen Schutzwall vor mechanischen Einflüssen.

Hauttypen

Die Haut bestimmt zu einem großen Teil, wie wir aussehen. Dazu gehört unter anderem auch der Haut- bzw. Pigmentierungstyp.

Jeder Mensch hat eine andere Hautfarbe. Es ist wichtig zu wissen, welcher Hauttyp man ist. Denn je nach Hauttyp sind zum Beispiel in Sachen Sonnenschutz unterschiedliche Maßnahmen wichtig. Ob jemand eher hell- oder dunkelhäutig ist, ist dabei im Erbgut (genetisch) festgelegt.

Ein amerikanischer Hautarzt hat sich diese Einteilung in sechs Hauttypen ausgedacht, um besser Empfehlungen für den Sonnenschutz geben zu können.

Hauttyp 1
 

Merkmale:
Sehr helle, extrem empfindliche Haut mit Sommersprossen, helle Augen und rotblondes Haar, keine Bräunung und meistens Sonnenbrand (ungeschützt in 10 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden und sich lieber im Schatten aufhalten (v.a. mittags zwischen 11 und 15 Uhr), Hut mit Nackenschutz und geeignete leidung sowie Sonnenbrille mit 100%igem UV-Schutz tragen, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mind. LSF 30) auftragen, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 2
 

Merkmale:
Helle empfindliche Haut und oft Sommersprossen, helle Augen und helles Haar, langsame Bräunung und fast immer Sonnenbrand (ungeschützt in 20 Minunten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden und sich lieber im Schatten aufhalten (v.a. mittags zwischen 11 und 15 Uhr), Hut mit Nackenschutz und geeignete Kleidung sowie Sonnenbrille mit 100%igem UV-Schutz tragen, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mind. LSF 25) auftragen, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 3
 

Merkmale:
Mittelhelle Haut, helle oder dunkle Augen und braunes Haar, einfache langsame Bräunung und oft Sonnenbrand (ungeschützt in 30 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden, mittags zwischen 11 und 15 Uhr Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mind. Lichtschutzfaktor 15 verwenden, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 4
  Merkmale:
Bräunliche, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und dunkelbraunes oder schwarzes Haar, schnelle und tiefe Bräunung und gelegentlich Sonnenbrand (ungeschützt in 45 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mindesten Lichtschutzfaktor 15 verwenden, Am Meer und in den Bergen Lippen und Nacken gut schützen

 

 
Hauttyp 5
 

Merkmale:
Dunkle, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und schwarzes Haar, selten Sonnenbrand (ungeschützt in 60 Minuten

Sonnenschutzmaßnahmen:
Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mindesten, Lichtschutzfaktor 15 verwenden, am Meer und in den Bergen Lippen und Nacken gut schützen

 

 
Hauttyp 6
  Merkmale:
schwarze, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und schwarzes Haar, sehr selten Sonnenbrand (ungeschützt in 90 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
am Meer und in den Bergen Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Lippen gut schützen, Sonnenschutzmittel mit mindesten Lichtschutzfaktor 15 auftragen,nach einer längeren sonnenarmen Zeit kann auch die dunkle Haut bei einem längeren Sonnenbad einen Sonnenbrand bekommen.

 

 

Beschaffenheit

Jeder Mensch steckt in einer anderen Haut. Je nachdem, wie die Haut eines Menschen beschaffen ist, muss er oder sie anders mit der Haut umgehen. Darum ist es wichtig, die persönlichen Eigenschaften der Haut zu kennen, um z.B. geeignete Produkte für die Hautpflege oder für die medizinische Behandlung der Haut zu finden.

Allerdings sollte man bedenken, dass die Haut kein starrer Panzer ist, der immer gleich bleibt. Die Haut verändert sich ständig und passt sich an verschiedene Umstände an, wie ein Chamäleon. In der Pubertät ist sie z.B. eher fettig oder ölig. Im Alter wird die Haut trockener. Der individuelle Hautzustand kann sich ändern und ist nicht ein für alle Mal festgelegt.

Außerdem kann der Hautzustand bei ein und derselben Person an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich sein. So kann man im Gesicht normale Haut haben, aber dafür trockene Hände.

Um die eigene Haut besser einschätzen zu können, hilft die untenstehende Tabelle. Dort wird zwischen normaler, trockener und fettiger/öliger Haut und der Mischhaut unterschieden.

Normale Haut
Die normale Haut ist glatt, rosig und besitzt feine Poren. Glänzende, ölige oder aber trockene, schuppende Areale sind nicht vorhanden. Talgproduktion, Feuchtigkeitsgehalt, Verhornung und Abschuppung stehen miteinander im Gleichgewicht. Die normale Haut findet sich häufig bei jungen Menschen.
 
Trockene Haut
Trockener Haut fehlt es an Fett und Feuchtigkeit in der Hornschicht. Die Haut schuppt sich und spannt. Sie erscheint stumpf und spröde, besonders an den Wangen und um die Augen herum. Trockener Haut fehlt es meist an Spannkraft, und es bilden sich verstärkt feine Linien und Fältchen. Ist die Haut sehr trocken, kann Juckreiz auftreten und es können sich Risse in der Haut bilden. Vor allem ältere Menschen haben trockene Haut.
 
Fettige/ölige Haut
Fettige Haut weist eine erhöhte Menge an Fetten auf ihrer Oberfläche auf, was durch überaktive Talgdrüsen verursacht wird. Sie ist robust, häufig großporig, glänzt und neigt zu Mitessern und Hautunreinheiten. Fettige Haut tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Meist sieht man sie bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen.
 
Mischhaut
Mischhaut ist an einigen Stellen trocken und an anderen Körperarealen fettig. Im Gesicht neigt Mischhaut zu Trockenheit um die Augen herum und an den Wangen, während die sogenannte T-Zone (Nase, Kinn, Stirn) ölig glänzt. Dabei benötigen trockene und fettige Areale unterschiedliche Pflege. Dieser Hauttyp ist recht häufig.

 Mehr Infos zum Umgang mit normaler, fettiger, trockener oder Mischhaut gibt's hier.

Einflussfaktoren

Wir tragen unsere Haut tagtäglich in allen Lebensbereichen mit uns herum und setzen sie dabei einer Vielzahl von äußeren und inneren Einflüssen aus. Einige davon machen der Haut gar nichts oder zumindest nicht viel aus. Andere können die Haut reizen oder/und Hauterkrankungen verursachen oder verschlimmern.

Es ist wichtig, zu wissen, was auf unsere Haut einwirkt, denn nur so kann man entsprechend mit der Haut umgehen und diese pflegen oder sich vor manchen kleineren und größeren Gefahren schützen.

Kurz und knapp ist im Folgenden zusammengefasst, was so alles auf unsere Haut wirkt bzw. worauf unsere Haut reagiert:

 Das Erbgut bestimmt Eigenschaften der Haut. Mehr...

Erbgut

Wie unsere Haut aussieht, wird ganz grundlegend von unserem Erbgut, also genetisch, beeinflusst.

So ist z.B. die Hautfarbe erblich veranlagt. Auch entscheiden bestimmte erbliche Veranlagungen, ob man anfällig für bestimmte Hauterkrankungen ist. Manche Hauterkrankungen wie z. B. die Neurodermitis haben ihre Ursachen oftmals in der Veranlagung der betroffenen Person. Oder auch die Neigung zu Akne wird meist vererbt.

 Hormone beeinflussen die Haut. Mehr...

Hormone

Die Haut wird zudem von Hormonen beeinflusst.

Hormone sind Botenstoffe, die im Körper gebildet und durch den Körper geschickt werden, um bestimmte Veränderungen in Gang zu setzen und bestimmte Stoffwechselprozesse zu steuern. Ein Beispiel dafür sind die Geschlechtshormone: Die sorgen in bestimmten Lebensphasen wie in der Pubertät oder während des Menstruationszyklus der Frau für eine vermehrte Talgproduktion in den Talgdrüsen. Die Haut wird fettiger, und es kommt zu Pickeln und Mitessern.

 Die Haut reagiert auf mechanische Reize wie Stöße oder Druck. Mehr...

Mechanische Reize

Dass die Haut auf mechanische Reize wie Stöße, Druck oder Reibung reagiert, hat jeder schon einmal am eigenen Leib gespürt.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten "blauen Fleck", den man bekommt, wenn man sich gestoßen hat; oder Abdrücke auf der Haut, wenn man z.B. zu enge Klamotten getragen hat. Durch Reibung können auf der Haut Blasen entstehen.

 Bestimmte Stoffe können die Haut reizen. Mehr...
Hautreizende Stoffe

Es gibt verschiedene Stoffe, die die Haut reizen können, wenn sie mit ihr in Berührung kommen.

Auch wenn uns unsere Haut vor ihnen zu schützen versucht, klappt das nicht immer. So können manche Stoffe der Haut schaden, indem sie z.B. den sogenannten Säureschutzmantel der Haut oder die Zellen der Oberhaut beschädigen. Hier unterscheidet man zwischen stark und schwach hautreizenden Stoffen, sogenannten Irritantien.

Bei stark hautreizenden Stoffen reagiert die Haut beim ersten Kontakt sofort; z.B. beim Kontakt mit starken Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln (chemische Irritantien) oder brennenden Stoffen (physikalische Irritantien).

Bei schwachen Irritantien reagiert die Haut erst nach wiederholtem, regelmäßigem Kontakt mit Hautveränderungen. Das ist z.B. der Fall bei Wasser, Seifen, Reinigungsmitteln, Ölen/Fetten, schwachen Lösungsmitteln, etc.

Übrigens können auch verschiedene Stoffe in Kosmetika zu einer Hautreizung führen. Darum sollte man zum Beispiel beim Schminken darauf achten, welche Inhaltsstoffe bei den unterschiedlichen Produkten enthalten sind. Eine beispielhafte Liste ist hier zu finden.

 Manche Stoffe können auf der Haut allergische Reaktionen auslösen. Mehr...
Allergene

Weitere Faktoren, die die Haut schädigen können, sind Allergene. Sie lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion aus.

Wenn die Haut mit einem Allergen in Kontakt kommt, reagiert sie darauf. Das nennt man eine Kontaktallergie.

Um eine Allergie zu entwickeln (sich zu sensibilisieren), muss üblicherweise ein wiederholter Kontakt zum Allergen bestehen. Daher haben Betroffene häufig jahrelangen Kontakt zum Allergen, bevor sie eine Allergie entwickeln.

Einige Menschen reagieren z.B. allergisch auf Nickel, der in Knöpfen oder Schmuck enthalten sein kann, oder auf Duftstoffe in Kosmetika, Parfüms oder Waschmitteln.

 Das Klima und die Luftverschmutzung haben einen Einfluss auf die Haut. Mehr...

Klima und Luftverschmutzung

Auch das Klima hat einen Einfluss auf die Haut.

Wind, Kälte, Hitze oder auch die Sonne wirken auf die Haut ein.

Nicht immer ist das Klima schlecht für die Haut, manchmal kann es die Haut aber auch belasten. Im Winter trocknet die Haut zum Beispiel durch den Wechsel von der kalten Luft draußen und der warmen und trockenen Heizungsluft in Innenräumen schnell aus. Oder auch die Sonnenstrahlen, besser gesagt die UV-Strahlen, können sowohl positiv als auch negativ auf die Haut wirken.

Mehr Informationen dazu können in einem extra Lernmudul zum Thema "Sonne" nachgelesen werden.

 Die Haut wird von unserem Lebensstil beeinflusst. Mehr...

Lebensstil

Zusätzlich können bestimmte Lebensstilfaktoren einen Einfluss auf die Haut haben. Das bedeutet, dass es unsere Haut beeinflusst, wie wir mit unserem Körper umgehen.

Unsere Haut reagiert z.B. auf unsere Ernährung. Es geht ihr besser, wenn man sich ausgewogen ernährt. Gleiches gilt auch für Genussmittel. Rauchen und Alkohol mag die Haut nicht so gerne. Da kann es passieren, dass die Haut schneller altert.
Wichtig ist zudem, wie man mit der eigenen Haut umgeht. Die Haut will gepflegt und umsorgt werden. Dann fühlt sie sich wohl.

Wie man sich am besten um seine Haut kümmert, kannst du hier nachlesen.

 Die Haut reagiert auf psychische Faktoren wie unser Wohlbefinden. Mehr...

Psychische Faktoren

Die Haut wird auch von psychischen Faktoren beeinflusst.

Für sie macht es oft einen Unterschied, ob wir erholt und entspannt oder total gestresst sind. Je nachdem, ob man sich gut oder schlecht fühlt, kann die Haut reagieren. Wenn die Haut gesund ist, fällt das manchmal gar nicht auf. Bei bestimmten Hauterkrankungen kann unser Wohlbefinden einen starken Einfluss darauf haben, ob wir einen sogenannten Krankheitsschub bekommen oder nicht. Dann ist die Haut sensibler und merkt deutlicher, wenn es uns mal nicht gut geht.

 

Umgang

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt zahlreiche wichtige Aufgaben. Darum sollte sich jeder gut um die eigene Haut kümmern. Dazu gehört es, die Haut richtig zu reinigen und zu pflegen sowie sie vor Einflüssen, die nicht so gut sind, zu schützen.

Der richtige Umgang sowohl mit der gesunden als auch mit der erkrankten Haut beruht also auf drei Komponenten:

An erster Stelle steht die richtige Hautreinigung, die der Entfernung von Schmutz, Schweiß oder Talg und Schadstoffen dient. Mehr Infos gibt's hier.
Hautreinigung

Die Reinigung der Haut ist wichtig, um die Haut gesund zu erhalten oder wieder gesund zu machen.

Reinigungsprodukte sollen Schmutz, Schweiß und Talg von der Haut entfernen. Außerdem tragen sie alte Hautzellen (Schuppen) ab und sorgen somit für die ständige Erneuerung der Haut.
Reinigungsmittel können aber auch zu Hauttrockenheit, Rötung, Reizung und Juckreiz führen. Diese unerwünschten Wirkungen hängen sowohl vom verwendeten Reinigungsprodukt als auch von der Durchführung der Hautreinigung ab.

Darum sollte man bei der Auswahl eines Reinigungsproduktes Folgendes berücksichtigen:

Synthetische Reinigungsmittel, sogenannte Syndets, sind für die Haut besonders gut geeignet. Im Gegensatz zu alkalischen Mitteln wie zum Beispiel Seife verursachen sie geringere Hautreizungen und Juckreiz. Denn sie haben einen hautneutralen pH-Wert (5,5), der dem der Haut entspricht, während Seifen einen alkalischen pH-Wert von häufig 9 – 12 aufweisen.

Bei der Hautreinigung sollte immer der eigene Hautzustand berücksichtigt werden. Trockene Haut braucht zum Beispiel eher rückfettende Reinigungsprodukte. Diese ersetzen einige der Fettsäuren, die während der Reinigung entfernt werden. Bei empfindlicher Haut sollten parfümfreie, milde Reinigungsmittel verwendet werden. Für ölige/fettige Haut oder in der T-Zone bei Mischhaut sind pH-hautneutrale Syndets empfehlenswert.

Reinigungsprodukte sollten immer sparsam angewendet und vor allem gründlich abgewaschen werden. Wer rückfettende Reinigungsprodukte verwendet, sollte daran denken, dass ein rückfettendes Reinigungsmittel nicht die anschließende Anwendung einer Pflegecreme oder -salbe ersetzt.

  Die wichtigsten Reinigungtipps für jeden Hautzustand können übrigens hier in einer extra Tabelle nachgelesen werden.

Reinigungs- und Pflegetipps

Die wichtigsten Reinigungs- und Pflegetipps können in der Tabelle nachgelesen werden. Dabei sind die angemessene Hautreinigung und -pflege bei der fettigen Haut und der Mischhaut besonders wichtig. Ebenso gilt das für die trockene Haut.

Normale Haut
  • Morgens und abends mit einer Reinigungsmilch oder mit einem Syndet, das sorgfältig abgewaschen werden muss, das Gesicht reinigen.
  • Für den Körper sind Seifen oder Syndets geeignet.
  • Die Tagespflege erfolgt mit einer Feuchtigkeitscreme. Bei großer Kälte oder trockener Luft sind fettreichere Zubereitungen gut.
  • Nachts sollten fettreiche Emulsionen bevorzugt werden.
  • Nicht nur das Gesicht, sondern auch den Körper eincremen!
  • Die Haut sollte vor langem Wasserkontakt, vor zu heißem Wasser, chemischen oder mechanischen Reizen und vor Sonne geschützt werden.
Trockene Haut
  • Dabei handelt es sich um sogenannte empfindliche Haut.
  • Zur Reinigung des Gesichts sollte eine Reinigungsmilch mit einem hohen Fettanteil benutzt werden.
  • Für die Körperreinigung sind rückfettende Substanzen zu verwenden.
  • Der Wasserkontakt sollte so gering wie möglich sein: Also möglichst wenig duschen und baden, wobei Ölbäder zu bevorzugen sind.
  • Die anschließende Pflege mit einer fetthaltigen Emulsion ist enorm wichtig. Auch für die Gesichtspflege sind möglichst fetthaltige Produkte zu wählen, die Feuchthaltefaktoren enthalten sollten.
  • Hautschutz ist sehr wichtig.
Fettige/ölige Haut
  • Bei einer Überfunktion der Talgdrüsen begünstigt die Zufuhr von Fetten die Entstehung von Mitessern. Deshalb zielen Reinigung und Pflege auf eine Verminderung der Talgproduktion, eine Hemmung des Keimwachstums und eine Entfernung von Mitessern ab.
  • Gesichtspeelings - also eine ablösende Reinigung – können empfohlen werden.
  • Ölbäder sind hier vollkommen ungeeignet.
  • Zur Pflege werden wasserhaltige, wenig fettende Emulsionen wie Lotionen benutzt.
  • Man sollte sich weniger eincremen, sonst können Pickel oder Haarbalgentzündungen die Folge sein.
  • Die Haut ist sehr widerstandsfähig, jedoch sollte der Schutz vor Sonne nicht vergessen werden. Ansonsten ist in der Regel kein Hautschutz erforderlich.
Mischhaut
  • Mischhaut entsteht, indem die Pore mit der Talgdrüse viel Talg produziert, die zwischen den Poren liegende Haut ist trocken, und als weiterer Aspekt: Die Verteilung der einzelnen Talgdrüsen über die Haut ist nicht gleichmäßig.
  • Mischhaut verlangt eine besondere Pflege, und häufig sind zwei verschiedene Produkte notwendig.
  • Die trockenen Hautpartien benötigen reichhaltige fetthaltige Emulsionen (enthalten mehr Öl/ Fette als Wasser), während an den fettigen Partien nur weniger fettige Emulsionen (enthalten mehr Wasser als Öl/ Fette) verwendet werden sollten, um ein Verstopfen von Poren und die Bildung von Mitessern zu verhindern.
  • Es gibt Pflegeprodukte, die ganz speziell für Mischhaut entwickelt sind.

   
Ihr folgt als zweites die Hautpflege, die der Haut verlorengegangene Feuchtigkeit und Fette wieder zuführt, so dass der Idealzustand erhalten bleibt oder wieder hergestellt wird. Mehr Infos gibt's hier.
Hautpflege

Auch die richtige Hautpflege trägt dazu bei, gesunde Haut gesund zu erhalten oder kranke oder gereizte Haut wieder in den Griff zu bekommen.

Bei der Wahl der Hautpflegemittel sollte man auf den Hautzustand (z.B. fettige oder trockene Haut) und die Körperregion (z.B. Kopfhaut oder Hände) achten.

Denn je nach Hautzustand, individuellem Hauttyp und Körperregion ist die Haut unterschiedlich und braucht daher unterschiedliche Pflege. An den Augenlidern oder im Gesicht ist die Haut zum Beispiel ganz anders beschaffen (Dicke und Konsistenz) als zum Beispiel an den Armen oder den Fußsohlen.
Beim Einsatz falscher Pflegemittel kann sich der Zustand auch ursprünglich gesunder Haut verschlechtern.

 

  Die wichtigsten Pflegetipps für jeden Hautzustand können übrigens hier in einer extra Tabelle nachgelesen werden.

Reinigungs- und Pflegetipps

Die wichtigsten Reinigungs- und Pflegetipps können in der Tabelle nachgelesen werden. Dabei sind die angemessene Hautreinigung und -pflege bei der fettigen Haut und der Mischhaut besonders wichtig. Ebenso gilt das für die trockene Haut.

Normale Haut
  • Morgens und abends mit einer Reinigungsmilch oder mit einem Syndet, das sorgfältig abgewaschen werden muss, das Gesicht reinigen.
  • Für den Körper sind Seifen oder Syndets geeignet.
  • Die Tagespflege erfolgt mit einer Feuchtigkeitscreme. Bei großer Kälte oder trockener Luft sind fettreichere Zubereitungen gut.
  • Nachts sollten fettreiche Emulsionen bevorzugt werden.
  • Nicht nur das Gesicht, sondern auch den Körper eincremen!
  • Die Haut sollte vor langem Wasserkontakt, vor zu heißem Wasser, chemischen oder mechanischen Reizen und vor Sonne geschützt werden.
Trockene Haut
  • Dabei handelt es sich um sogenannte empfindliche Haut.
  • Zur Reinigung des Gesichts sollte eine Reinigungsmilch mit einem hohen Fettanteil benutzt werden.
  • Für die Körperreinigung sind rückfettende Substanzen zu verwenden.
  • Der Wasserkontakt sollte so gering wie möglich sein: Also möglichst wenig duschen und baden, wobei Ölbäder zu bevorzugen sind.
  • Die anschließende Pflege mit einer fetthaltigen Emulsion ist enorm wichtig. Auch für die Gesichtspflege sind möglichst fetthaltige Produkte zu wählen, die Feuchthaltefaktoren enthalten sollten.
  • Hautschutz ist sehr wichtig.
Fettige/ölige Haut
  • Bei einer Überfunktion der Talgdrüsen begünstigt die Zufuhr von Fetten die Entstehung von Mitessern. Deshalb zielen Reinigung und Pflege auf eine Verminderung der Talgproduktion, eine Hemmung des Keimwachstums und eine Entfernung von Mitessern ab.
  • Gesichtspeelings - also eine ablösende Reinigung – können empfohlen werden.
  • Ölbäder sind hier vollkommen ungeeignet.
  • Zur Pflege werden wasserhaltige, wenig fettende Emulsionen wie Lotionen benutzt.
  • Man sollte sich weniger eincremen, sonst können Pickel oder Haarbalgentzündungen die Folge sein.
  • Die Haut ist sehr widerstandsfähig, jedoch sollte der Schutz vor Sonne nicht vergessen werden. Ansonsten ist in der Regel kein Hautschutz erforderlich.
Mischhaut
  • Mischhaut entsteht, indem die Pore mit der Talgdrüse viel Talg produziert, die zwischen den Poren liegende Haut ist trocken, und als weiterer Aspekt: Die Verteilung der einzelnen Talgdrüsen über die Haut ist nicht gleichmäßig.
  • Mischhaut verlangt eine besondere Pflege, und häufig sind zwei verschiedene Produkte notwendig.
  • Die trockenen Hautpartien benötigen reichhaltige fetthaltige Emulsionen (enthalten mehr Öl/ Fette als Wasser), während an den fettigen Partien nur weniger fettige Emulsionen (enthalten mehr Wasser als Öl/ Fette) verwendet werden sollten, um ein Verstopfen von Poren und die Bildung von Mitessern zu verhindern.
  • Es gibt Pflegeprodukte, die ganz speziell für Mischhaut entwickelt sind.

   
Die letzte Komponente bezieht sich auf den Hautschutz. Dieser dient der Vermeidung von Hautkrankheiten und soll die Haut vor einer Verschlechterung ihres Zustandes schützen. Mehr Infos gibt's hier.

Hautschutz

Unsere Haut wird von vielen äußeren Faktoren beeinflusst, die der Haut nicht immer gut tun. Darum muss sowohl gesunde Haut als auch strapazierte und erkranke Haut gut vor äußeren Einflüssen geschützt werden.

Wichtig ist dabei unter anderem der Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne. Ebenso ist Schutz vor Stoffen, mit denen man im Beruf umgeht (z.B. als Friseur/in), vor aggressiven Mitteln im Haushalt und vor Wasser erforderlich - z.B. durch das Tragen von Schutzhandschuhen.

Wichtig ist, dass wir unsere Haut auch in der Freizeit schützen. Wer z.B. Windsurfing betreibt, muss sich nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor dem Wasser schützen - insbesondere am Anfang wohl mehr vor dem Wasser, sofern es sich nicht um ein ausgesprochenes Naturtalent handelt. Beim Skifahren ist neben dem Schutz vor Kälte, Wind und Wetter auch ein starker Sonnenschutz wichtig.

Besonders empfindlich sind trockene Haut, Kinderhaut und Altershaut. Aber nicht nur die geschädigte oder anfällige Haut muss geschützt werden, sondern auch die normale oder gesunde Haut. Schließlich soll dieser Zustand nach Möglichkeit aufrechterhalten werden.

Übrigens: Mehr zum Thema Sonnenschutz kann im Lernmodul "Sonne" nachgelesen werden.

Da die Haut der Menschen so individuell ist wie die Menschen selbst, ist es wichtig, dass man bei all diesen Maßnahmen die ganz persönliche Hautbeschaffenheit (trocken/fettig) und den Hauttyp (hell/dunkel) beachtet.

All das ist übrigens nicht nur für die gesunde, sondern auch die kranke Haut wichtig. Der gesunden Haut hilft der richtig Umgang dabei, gesund und widerstandsfähig zu bleiben. Für die kranke Haut ist ein sorgfältiger Umgang wichtig, um wieder gesund zu werden und störende oder auch schmerzende Hautveränderungen zu lindern und zu heilen.

  Was man am besten bei Hauterkrankungen wie Akne oder Ekzeme machen kann, kann man in gesonderten Kapiteln genauer nachlesen. Mehr Infos gibt's hier: Lernmodul "Akne" und Lernmodul "Ekzem".
     
  Das Lernmodul "Sonne" hält viele Tipps zum richtigen Sonnenschutz bereit.

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema Haut bereitstellen.