Unterricht

Dieser Bereich der Lernplattform "in Touch with Health" steht allen MultiplikatorInnen offen, die Gesundheitsförderung zum Thema Haut und sexuell übertragbare Krankheiten (kurz STD) in einem Lernsetting umsetzen möchten.

Auf den folgenden Seiten finden Sie verschiedenste Informationen, die Sie benötigen, um schulinterne oder außerschulische Projekte der Gesundheitsförderung durchzuführen.
Dazu zählen allgemeine Informationen zum Gesundheitsprojekt PAEDIMED, in dessen Rahmen die Lernumgebung entwickelt wurde, sowie grundlegende Informationen zum Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung. Weiterhin erhalten Sie Zusatzinformationen- und Materialien für den Einsatz im Unterricht oder bei Projekten.

    Über Paedimed: Hier erhalten Sie einen Einblick in das Gesundheitsprojekt PAEDIMED und über die Grundidee, die hinter der Lernumgebung steht. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

 

    Gesundheit & CO: Was ist Gesundheit und wie funktioniert Gesundheitsförderung? Auf diese Fragen erhalten Sie unter "Gesundheit & Co" Antworten. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

 

 

    Lernmodule: Hier erhalten Sie zusätzliche Hintergrundinformationen zu den angebotenen Themen. Dazu zählen weiterführende Inhalte in Form von Link- und Literaturtipps sowie Vorschläge für (Unterrichts-)Aktivitäten und Projekte.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf die jeweiligen Lernmodule zu AkneSonneEkzeme und STD. Weiterhin haben Sie hier Zugang zu Hintergrundinformationen zum Thema Haut.

Gesundheit & Co

Davon, was Gesundheit ist, gibt es zahlreiche, ganz unterschiedliche Auffassungen. Dennoch ist diesen vielen Ansichten Eines gemein: Gesundheit geht jeden etwas an.

Um Interessierten den Einstieg in die Gesundheitsförderung zu erleichtern, soll dieses Kapitel einen Einlick in das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung liefern.

  Gesundheit: In diesem Bereich wird der Frage "Was ist eigenlich Gesundheits?" auf den Grund gegangen. Mehr Infos finden Sie hier.
     
  Gesundheitsförderung: Immer stellt sich die Frage danach, wie man die Gesundheit fördern kann. Was Gesundheitsförderung ist, wird hier beantwortet.
     

  Salutogenese: Hinsichtlich der Gesundheitsförderung stehen nicht zwingend krankmachende Risikofaktoren im Mittelpunkt, sondern hier spielen die Ressourcen jedes Einzelnen eine bedeutende Rolle. Näheres zum Modell der Salutogenese finden Sie hier.
     
    HAPA-Modell: Wie man Gesundheitsförderung in einem Lernsetting umsetzen kann, dafür liefert das sogenannte HAPA-Modell wichtige Anregungen. Dieses wird hier näher vorgestellt.  
     
  Literatur: Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie hier.

Gesundheit

Was steht oft in einer Geburtstagskarte? "Herzliche Glückwünsche, viel Erfolg im neuen Lebensjahr und vor allen Dingen Gesundheit". Offenbar spielt Gesundheit eine große Rolle für ein zufriedenes oder sogar glückliches Leben. Ein bekannter Philosoph – Schopenhauer – hat einmal gesagt: "Gesundheit ist nicht Alles, aber ohne Gesundheit ist Alles nichts". Das sind Beispiele, die die Wertschätzung von Gesundheit deutlich machen.

Bei dem Versuch, Gesundheit kurz und bündig zu beschreiben, stößt man jedoch schnell an Grenzen. Vielleicht ist es gar nicht möglich, Gesundheit allgemein gültig zu beschreiben, weil jeder ganz persönliche Vorstellungen davon hat. So spielen z.B. bestimmte Erfahrungen und auch Persönlichkeitseigenschaften eine Rolle dabei, wie man für sich selbst Gesundheit empfindet. Ein paar Beispiele für unterschiedliche Auffassungen von Gesundheit sind in der Abbildung unten aufgeführt. Manche Definitionen sind auf das körperliche Funktionieren der "Maschine Mensch" ausgerichtet, andere beziehen sich nur auf das Fehlen von Krankheit. Wieder andere sind sehr umfassend, sie stellen das Wohlbefinden des Menschen bei ganz verschiedenen Erfahrungen und Empfindungen (z.B. eigener Körper, Gefühle, Beziehungen zu anderen) in den Mittelpunkt.

 

Die unterschiedlichen Vorstellungen von Gesundheit können mit verschiedenen Verhaltensweisen zusammen hängen. Wer  der Meinung ist, selbst keinen Einfluss auf seine Gesundheit zu haben, weil diese vom Zufall oder höheren Mächten abhängt, wird sich wahrscheinlich nicht dafür einsetzen, seine Gesundheit zu fördern und zu erhalten. Wer überzeugt ist, zu einem großen Teil selbst verantwortlich für seine Gesundheit zu sein, vermeidet vielleicht eher gesundheitsschädliches Verhalten und versucht, aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1946 die bekannteste Definition von Gesundheit vorgenommen: "Gesundheit ist der Zustand des völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen." (WHO 1946)

Wichtig an dieser Definition ist ihr ganzheitlicher Anspruch. Für die damalige Zeit war es nicht selbstverständlich, das geistige (heute vielleicht eher psychische) und auch das soziale Wohlbefinden gleichrangig neben das körperliche Wohlbefinden als Voraussetzung für Gesundheit zu stellen.

Förderung der Gesundheit

Was bedeutet nun eigentlich Gesundheitsförderung? Auch hier hat die Weltgesundheitsorganisation eine bekannte Definition aufgestellt:

 

"Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen" (WHO 1986).

 

Unter dieser Leitidee steht auch das Projekt zu Hauterkrankungen und sexuell übertragbaren Erkrankungen. Das bedeutet, dass Schüler am Beispiel der hier gewählten Themen lernen und erfahren können, selbstbestimmt ihre Gesundheit zu stärken.

In der sogenannten Ottawa-Charta (1986) werden von der Weltgesundheitsorganisation drei Handlungsstrategien und fünf vorrangige Handlungsfelder der Gesundheitsförderung genannt.

  Die drei Handlungsstrategien der Gesundheitsförderung sind hier näher beschrieben.

Handlungsstrategien der Gesundheitsförderung

Zu den drei Handlungsstrategien zählen die Interessenvertretung (bzw. Anwaltschaft für Gesundheit), das Befähigen und Ermöglichen sowie das Vermitteln und Vernetzen.

1. Interessenvertretung.
Durch aktives, anwaltschaftliches Eintreten sollen gesundheitsschädliche und - zuträgliche Faktoren (politische, ökonomische, soziale, kulturelle, biologische sowie Umwelt - und Verhaltensfaktoren) positiv beeinflusst und der Gesundheit zuträglich gemacht werden. Zum Beispiel sollen soziale Unterschiede hinsichtlich des Gesundheitszustandes von Kindern und Jugendlichen abgebaut werden.
 
2. Befähigen und Ermöglichen.
Soziale Unterschiede des Gesundheitszustandes sollen veringert sowie Möglichkeiten und Voraussetzungen geschaffen werden, um alle Menschen zu befähigen, ihr größtmögliches Gesundheitspotential zu verwirklichen. Dies umfasst sowohl Geborgenheit und Verwurzelung in einer unterstützenden sozialen Umwelt, den Zugang zu Informationen und die Entfaltung von praktischen Fertigkeiten als auch die Möglichkeit, selber Entscheidungen in Bezug auf die persönliche Gesundheit treffen zu können. Menschen können ihr Gesundheitspotential nur entfalten, wenn sie auf Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluss nehmen können.
 
3. Vermitteln und Vernetzen.
Die dritte Strategie betrifft das Vermitteln und Vernetzen im Sinne eines koordinierten Zusammenwirkens unter Beteiligung aller Verantwortlichen in Regierungen, im Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssektor, in nichtstaatlichen und selbstorganisierten Verbänden und Initiativen sowie in lokalen Institutionen, in der Industrie und in den Medien. Weiterhin sind Menschen aus allen Lebensbereichen als Einzelne, Familien und Gemeinschaften einzubeziehen.

     
  Die wesentlichen fünf Handlungsbereiche für Gesundheitsförderung sind hier näher beschrieben.

Handlungsbereiche der Gesundheitsförderung

Als die wesentlichen fünf Handlungsbereiche für Gesundheitsförderung wurden schließlich folgende identifiziert:

1. Die Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Gesamtpolitik
Hier sind die Entscheidungsträger auf politischer Ebene gefordert (kommunal, Länderebene, Bundesebene, EU).
 
2. Die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten
Hier können wir gesundheitsfördernde Bedingungen selbst in unserem "Setting" mitgestalten (Schule).
 
3. Die Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen
Hier sind alle "Akteure" in einem System gefordert.
 
4. Die Entwicklung persönlicher Kompetenzen
Hier können ganz individuell wir alle etwas für uns tun und als Lehrer dabei helfen, dass Schüler diese Kompetenzen erwerben.
 
5. Die Neuorientierung der Gesundheitsdienste und anderer gesundheitsrelevanter Dienste
Hier sind die "formalen" Gesundheitsprofis gefordert, die ja auch in unserem Projekt mitwirken.

Insbesondere der Handlungsbereich "Entwicklung persönlicher Kompetenzen" ist für die Herleitung eines gesundheitspädagogischen Auftrags von Bedeutung. In der Ottawa-Charta wird hierzu ausgeführt, dass Gesundheitsförderung "die Entwicklung von Persönlichkeiten und sozialen Fähigkeiten durch Information, gesundheitsbezogene Bildung sowie die Verbesserung sozialer Kompetenzen und lebenspraktischer Fertigkeiten" unterstützt.

 

Salutogenese

"Was macht Menschen krank?" Diese Frage beschäftigt vor allen Dingen die medizinische Wissenschaft. Es wird versucht, die Entstehungsweise von Krankheiten zu verstehen und sie zu beeinflussen. Auch Psychologen beschäftigen sich traditionell eher aus dieser Perspektive mit krankmachenden Einflüssen, wie z.B. Stress. Was unsere jüngste Vergangenheit angeht, hat die Umkehrung der Frage für eine Erweiterung der Blickrichtung gesorgt.

"Was erhält den Menschen gesund?"
Bereits in der Antike hat man sich mit der Frage beschäftigt, wie man Krankheiten vermeiden oder gar Gesundheit fördern kann. Schon Hippokrates (460-377 v. Chr.) hat erkannt, dass der Mensch seine Gesundheit nur dann erhalten kann, wenn er "in Einklang mit der Weltordnung" lebt. Den Menschen seien diese Gesetzmäßigkeiten nur meistens nicht bekannt, so dass sie gegen diese Lebensordnung verstoßen und krank werden. Auch Galen (129-199 v. Chr.) hat die besondere Bedeutung der Krankheitsverhütung und Gesundheitsförderung bereits betont: "Da der Zeit wie der Wertschätzung nach die Gesundheit vor der Krankheit kommt, müssen auch wir doch wohl zuerst darauf schauen, wie man sie bewahren kann und erst in zweiter Linie, wie man die Krankheit am besten ausheilen kann."

"Was erhält den Menschen gesund?". So lautet die zentrale Frage, auf die ein Forscher zufällig gestoßen ist. Aufgefallen war ihm, dass bei Frauen, die während des Nationalsozialismus stark traumatisiert worden waren (Gefangenschaft in Konzentrationslagern), einige Frauen gesundheitlich weniger beeinträchtigt waren als andere. Aus der klassischen Perspektive heraus ("Was macht krank?") hätte man sich mit der Gruppe der psychisch und körperlich stark beeinträchtigten Frauen beschäftigt. Antonovsky hat aber versucht, aus der Untersuchung der gesundheitlich weniger beeinträchtigten Frauen Gründe zu finden, die bei ihnen dazu geführt haben, dass sie mit sogenannten Stessoren besser umgehen konnten. Antonovsky definiert Stressoren als Anforderungen, mit denen der Mensch sich auseinander setzen muss.

Er wollte zudem überprüfen, ob diese Gründe auch für andere Menschen gelten. Entscheidend dafür ist, dass man Stressoren Widerstandsressourcen entgegen setzen kann. Jeder kennt das Phänomen, dass nicht alle Menschen, die den gleichen Krankheitserregern ausgesetzt sind, auch erkranken. Bei einer Erkältungswelle zum Beispiel stecken sich einige Menschen an, andere bleiben gesund. Erklären würde man das z.B. mit besseren Abwehrkräften, die eine Ansteckung verhindern. Wie aber kommt es dazu, dass einige Menschen über bessere bzw. schwächere Abwehrkräfte verfügen? Das Konzept, das versucht zu erklären, wie Gesundheit und auch Krankheit entsteht, wird das "Modell der Salutogenese" (der Gesundheitsentstehung) genannt.

Stressoren, Widerstandsressourcen und das Kontinuum von Gesundheit und Krankheit. Antonovsky legt seinem Salutogenese-Modell die zentrale Annahme zugrunde, dass in jedem Menschen sowohl gesunde als auch kranke Anteile vorhanden sind. Er sieht Gesundheit und Krankheit als Pole eines Kontinuums.
Die Gesundheit eines Menschen hängt davon ab, welchen Stressoren er ausgesetzt ist und über welche Widerstandsressourcen er verfügt. Die Balance zwischen den belastenden und entlastenden bzw. schützenden Faktoren bestimmt dann das Gesundheitsniveau (siehe Abbildung).

Stressoren und Widerstandsressourcen
Stressoren und der Umgang mit ihnen bestimmen in dem Modell der Salutogenese, in welche Richtung man sich auf dem Kontinuum von Gesundheit und Krankheit bewegt. Stressoren müssen aus salutogenetischer Sicht nicht per se gesundheitsschädlich sein, entscheidend ist die Auseinandersetzung mit ihnen. So kann der erfolgreiche Umgang mit Stressoren auch gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Demnach hängt es von der Art des Stressors und der Art der Bewältigung des Stressors ab, ob dieser positive oder negative gesundheitliche Konsequenzen hat. Die Faktoren, die entscheiden, ob eine Bewegung hin zum positiven (Gesundheits-)Pol oder eher in Richtung des negativen (Krankheits-)Pols führt, nennt Antonovsky "generalisierte Widerstandsressourcen". Dazu zählen alle Faktoren, die den konstruktiven Umgang mit Stressoren ermöglichen. Diese Faktoren sind sowohl im Individuum selbst als auch in dessen Umfeld bzw. der Gesellschaft zu finden.
Wirkung von Stressoren: Sie erzeugen einen Spannungszustand, der Bewältigt oder nicht bewältigt wird und somit eher in Richtung Gesundheit (Salutogenese) oder Krankheit (Pathogenese) mündet (Gesundheits-Krankheits-Kontinuum).
Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
Antonovsky hat dies sehr bildhaft beschrieben, in dem folgenden Zitat hat er seine Grundannahmen in einer Metapher verdeutlicht:
"...meine fundamentale philosophische Annahme ist, dass der Fluss der Strom des Lebens ist. Niemand geht sicher am Ufer entlang. Darüber hinaus ist für mich klar, dass ein Großteil des Flusses sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn verschmutzt ist. Es gibt Gabelungen im Fluss, die zu leichten Strömungen oder in gefährliche Stromschwellen und Strudel führen. Meine Arbeit ist der Auseinandersetzung mit folgender Frage gewidmet: ´Wie wird man, wo immer man sich in dem Fluss befindet, dessen Natur von historischen, soziokulturellen und physikalischen Umweltbedingungen bestimmt wird, ein guter Schwimmer?" (Antonovsky, Übersetzung durch Franke 1997, S. 92)

In der salutogenetischen Perspektive richtet sich der Blick auf die Art und Weise, wie eine Person Stressoren positiv verarbeitet. Widerstandsressourcen, die eine positive Verarbeitung von Stressoren erlauben, sind z. B.:

  • Ausreichende Abwehrkräfte (Immunsystem) des Körpers gegen Krankheitserreger und andere Stressoren,
  • die Fähigkeit, aktiv Stressoren zu meiden (ihnen aus dem Weg zu gehen durch entsprechendes Gesundheits- und Vorsorgeverhalten/Prävention)
  • Intelligenz und geistige Flexibilität, um sich an Lebensbedingungen anpassen zu können oder sie aktiv zu verändern,
  • materielle Ressourcen zur Sicherung von Schutz, Ernährung, Wohnung etc.
  • Soziale Unterstützung in sozialen Netzwerken (z.B. Freunde, Familie, Arbeitskollegen).


Kohärenzgefühl.
Zentral für die Verfügbarkeit und Nutzung von Widerstandsressourcen ist das sogenannte Kohärenzgefühl. Damit ist die Grundhaltung einer Person gemeint, die ihr hilft, Stressoren positiv zu verarbeiten. Das Kohärenzgefühl besteht aus drei Komponenten: der Verstehbarkeit, der Handhabbarkeit und der Sinnhaftigkeit bzw. Bedeutsamkeit (siehe untenstehende Abbildung).

 
 

Nach Antonovsky reagiert ein Mensch mit stark ausgeprägtem Kohärenzgefühl auf Anforderungen (Stressoren), indem er sie als Herausforderung sieht und seine Widerstandsressourcen aktiviert. Ein gering ausgeprägtes Kohärenzgefühl führt hingegen eher dazu, dass die Anforderung schnell als Überlastung empfunden wird.
Der Kohärenzsinn ist also ein positives, aktives Selbstbild der Handlungs- und Bewältigungsfähigkeit, das einhergeht mit der Gewissheit, sich selbst und die eigenen Lebensbedingungen steuern und gestalten zu können.
Je stärker der Kohärenzsinn ausgeprägt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Stressoren erfolgreich und mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit zu bewältigen. In diesem Sinne ist es eine Aufgabe der Gesundheitsförderung an Schulen, den Jugendlichen zu einem positiven Kohärenzsinn zu verhelfen.

HAPA-Modell

Gesundheitserziehung zeigt oft nicht die gewünschten Erfolge. Viele Risikoverhaltensweisen haben sich als sehr widerspenstig erwiesen, und pädagogische Eingriffe stoßen häufig auf eine geringe Akzeptanz (z.B. Rauchen, gesunde Ernährung).

Deshalb ist es wichtig, die kognitiven Prozesse zu entschlüsseln, die zwischen der gesundheitspädagogischen Botschaft und dem gesundheitsrelevanten Handeln liegen. Das im Folgenden skizzierte Modell kann einen Beitrag zur Klärung der Frage liefern, wie aus pädagogischen Interventionen das erwünschte Zielverhalten entsteht und an welchen Nahtstellen dieses Prozesses die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns erhöht ist.

Eine ganze Reihe von Modellen versucht, das gesundheitsrelevante Verhalten von Menschen in seiner Entstehung und Beeinflussbarkeit zu erklären. Ein Modell, dass die Faktoren vieler anderer Modelle integriert, ist das HAPA-Modell, das Ende der 1980er von Ralf Schwarzer in Berlin entwickelt wurde. Es knüpft konzeptionell an das Salutogenese-Modell von Antonovsky an. In dem Modell wird von einzelnen Phasen ausgegangen, die in einem positiven Sinne durchlaufen werden müssen, wenn das gewünschte Verhalten (entweder durch Einstellung eines schädigenden und/oder Aufnahme eines gesundheitsfördernden Verhaltens) aufgenommen und aufrechterhalten werden soll.

Diese Phasen sind im untenstehenden Bild dargestellt. Eine nähere Ausführung dazu finden Sie hier.
HAPA-Modell
In einer Motivationsphase beeinflussen die Risikowahrnehmung, die Handlungsergebniserwartung und die Selbstwirksamkeitserwartung die Bildung einer Intention (Zielsetzung). Mit Risikowahrnehmung ist die subjektive Einschätzung einer Person hinsichtlich des Schweregrads von Erkrankungen und der eigenen Verwundbarkeit gemeint. Wird ein bestimmtes Risiko subjektiv als Bedrohung wahrgenommen, werden positive und negative Handlungsergebniserwartungen gegeneinander abgewogen (was muss ich aufgeben, was erhalte ich dafür?).

Soll es im Folgenden zu einer Intentionsbildung kommen, müssen die positiven Konsequenzerwartungen überwiegen sowie eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung vorliegen. Selbstwirksamkeitserwartungen bezeichnen subjektive Überzeugungen, eigene Verhaltensweisen aufgrund eigener Kompetenz ausführen zu können, und zwar insbesondere in Situationen, die neue, unvorhersehbare oder stressreiche Elemente enthalten (Beispiel: Ich schaffe es, auch gegen den Widerstand meines Partners auf der Verwendung eines Kondoms zu bestehen). Den Selbstwirksamkeitserwartungen wird nicht nur in der Motivationsphase des Modells eine große Bedeutung beigemessen, auch in der Volitionsphase entscheiden sie wesentlich darüber, ob eine Verhaltensänderung auch gegen Widerstände aufrechterhalten wird. Den Abschluss der Motivationsphase bildet die Intention zu einer Verhaltensänderung (z.B. kein ungeschützter Geschlechtsverkehr mehr).

Die Volitionsphase beginnt, hier geht es um die Planung, Initiierung und Aufrechterhaltung des Gesundheitsverhaltens sowie um die Erholung von eventuellen Rückschlägen/Rückfällen. Die Volitionsphase wird wiederum in drei Phasen eingeteilt: die präaktionale Phase (Planung und Initiative), die aktionale Phase (Handlungsausführung und Aufrechterhaltung) und die postaktionale Phase (Wiederherstellung oder Disengagement nach Misserfolg).

Da den Selbstwirksamkeitserwartungen eine besonders wichtige Rolle für die Aufnahme und die Aufrechterhaltung eines gesundheitsrelevanten Verhaltens beigemessen wird, sind hier die Entstehungs- und Einflussnahmebedingungen insbesondere durch Lehrer oder andere Multiplikatoren skizziert.

Selbstwirksamkeitserwartungen
Ein Fragebogen zur Einstufung der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartungen nach Matthias Jerusalem & Ralf Schwarzer (1981), revidiert 1999, soll noch einmal verdeutlichen, was mit Selbstwirksamkeitserwartungen gemeint ist und wie sie erhoben werden.

  1. Wenn sich Widerstände auftun, finde ich Mittel und Wege, mich durchzusetzen.
  2. Die Lösung schwieriger Probleme gelingt mir immer, wenn ich mich darum bemühe.
  3. Es bereitet mir keine Schwierigkeiten, meine Absichten und Ziele zu verwirklichen.
  4. In unerwarteten Situationen weiß ich immer, wie ich mich verhalten soll.
  5. Auch bei überraschenden Ereignissen glaube ich, daß ich gut mit ihnen zurechtkommen kann.
  6. Schwierigkeiten sehe ich gelassen entgegen, weil ich meinen Fähigkeiten immer vertrauen kann.
  7. Was auch immer passiert, ich werde schon klarkommen.
  8. Für jedes Problem kann ich eine Lösung finden.
  9. Wenn eine neue Sache auf mich zukommt, weiß ich, wie ich damit umgehen kann.
  10. Wenn ein Problem auftaucht, kann ich es aus eigener Kraft meistern.

Das Antwortformat ist vierstufig:
(1) stimmt nicht, (2) stimmt kaum, (3) stimmt eher, (4) stimmt genau.

Neben diesem Instrument zur Erhebung der allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartungen gibt es noch ein spezifisches Instrument zur Erhebung der Lehrerselbstwirksamkeitserwartungen (Ralf Schwarzer & Gerdamarie S. Schmitz, 1999).

  1. Ich bin mir sicher, daß ich auch mit den problematischen Schülern in guten Kontakt kommen kann, wenn ich mich darum bemühe.
  2. Ich weiß, daß ich zu den Eltern guten Kontakt halten kann, selbst in schwierigen Situationen.
  3. Ich weiß, daß ich es schaffe, selbst den problematischsten Schülern den prüfungsrelevanten Stoff zu vermitteln.
  4. Ich bin mir sicher, daß ich mich in Zukunft auf individuelle Probleme der Schüler noch besser einstellen kann.
  5. Selbst wenn mein Unterricht gestört wird, bin ich mir sicher, die notwendige Gelassenheit bewahren zu können.
  6. Selbst wenn es mir mal nicht so gut geht, kann ich doch im Unterricht immer noch gut auf die Schüler eingehen.
  7. Auch wenn ich mich noch so sehr für die Entwicklung meiner Schüler engagiere, weiß ich, daß ich nicht viel ausrichten kann. (-)
  8. Ich bin mir sicher, daß ich kreative Ideen entwickeln kann, mit denen ich ungünstige Unterrichtsstrukturen verändere.
  9. Ich traue mir zu, die Schüler für neue Projekte zu begeistern.
  10. Ich kann innovative Veränderungen auch gegenüber skeptischen Kollegen durchsetzen.

Anmerkung: mit (–) gekennzeichnete Items müssen umgepolt werden.
Das Antwortformat ist vierstufig:
(1) stimmt nicht, (2) stimmt kaum, (3) stimmt eher, (4) stimmt genau.

Für die Entwicklung der Lehrer–Selbstwirksamkeitsskala wurden zunächst Bereiche mit unterschiedlichen Kompetenzanforderungen innerhalb des Berufsfeldes von Lehrern identifiziert. Es handelt sich hier vor allem um die Bereiche (a) berufliche Leistung, (b) berufliche Weiterentwicklung, (c) soziale Interaktionen mit Schülern, Eltern und Kollegen sowie (d) Umgang mit Berufsstress. Alle vier Bereiche sollten in einem Messinstrument zur Lehrer–Selbstwirksamkeit angemessen vertreten sein.

Selbstwirksamkeitsüberzeugungen werden im Lebensverlauf durch Informationen aus vier unterschiedlichen Quellen aufgebaut: Informationen durch (1.) eigene Handlungserfolge, (2.) Erfahrungen aus dem sozialen Vergleich mit anderen, (3.) überzeugende verbale Rückmeldungen wichtiger anderer sowie (4.) physiologische und affektive Zustände.

  Diese Selbstwirksamkeitsinformationen werden kontinuierlich integriert. Hier sind in einer Tabelle beispielhaft Möglichkeiten für die Förderung von Selbstwirksamkeitserwartungen in den verschiedenen Bereichen dargestellt.
Selbstwirksamkeitsinformationen

1. Selbstwirksamkeitsinformationen durch eigene Handlungserfolge
Entstehung und Einflussmöglichkeiten durch Lehrer.
Durch Erfolge. Stark entwickelte Selbstwirksamkeitsüberzeugungen werden durch vereinzelte Misserfolge oder Rückschläge nicht erschüttert.
Durch die Bewältigung schwieriger Aufgaben. Die Bewältigung leichter Aufgaben hat keinen Einfluss auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugung.
Durch Leistungserfolge, die durch externe Unterstützung zustande kommen. Misserfolge aufgrund ungünstiger Bedingungen führen nicht zur Herabsetzung von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen. Anknüpfen an Handlungserfolge in unterschiedlichen Bereichen: Sport, Sprache, Mathematik, Sozialkontakte...? Wie sind im Unterricht Möglichkeiten gegeben, eigene Handlungserfolge zu erleben? Wie sind außerhalb des Unterrichts Möglichkeiten gegeben, eigene Handlungserfolge zu erleben? Wie verändern sich die Möglichkeiten für Handlungserfolge alters- bzw. entwicklungsadäquat?
 
2. Selbstwirksamkeitsinformationen durch Erfahrungen aus dem Vergleich mit anderen
Entstehung und Einflussmöglichkeiten durch Lehrer.
Selbstwirksamkeitsinformationen werden eher aus der Beobachtung von erfolgreich handelnden Modellpersonen abgeleitet, zu denen eine gewisse Ähnlichkeit besteht.
Mit wem vergleicht sich der/die Schülerin? In welchen Bereichen vergleicht sich der/die Schülerin mit anderen? Wie gleichen sich die unterschiedlichen Bereiche aus? Wie sind im Unterricht Situationen gestaltet, in denen sich der/die Schülerin vergleicht? Wie außerhalb des Unterrichts?
 
3. Informationen durch überzeugende verbale Rückmeldungen wichtiger anderer
Entstehung und Einflussmöglichkeiten durch Lehrer.
Lehrer, Eltern und Freunde sind wichtige Rückmelder. Im Alltagsleben fokussieren Urteile üblicherweise auf das bisher noch nicht Geschaffte. Der Fokus auf dem bereits Erreichten erhöht Selbstwirksamkeitserleben und Bewältigung. Kommt die Einschätzung dem Eingeschätzten nahe?
 
4. Informationen durch physiologische und affektive Zustände
Entstehung und Einflussmöglichkeiten durch Lehrer.
Die Interpretation einer gefühlsmäßigen Erregung ist von kognitiven Bewertungsprozessen, in diesem Fall von bereits bestehenden Selbstwirksamkeitserwartungen abhängig. Körperliches Aktivierungsniveau, z.B. während einer Klassenarbeit, kann in Abhängigkeit von bestehenden Selbstwirksamkeitserwartungen als Scheitern oder Erfolg gedeutet werden.

Literatur

Die Folgenden Literaturhinweise geben Ihnen sie Möglichkeit sich noch ein bisschen tiefer mit den Themen Gesundheit und Gesundheitsförderung zu befassen.

  • Antonovsky, A. (1987): Unraveling the Mystery of Health – How People Manage Stress and Stay well. San Francisco: Jossey-Bass Publishers, 1987 (deutsch: Franke, A.: Salutogenese: Zur Entmystifizierung der Gesundheit. Dgvt-Verlag, Thübingen 1997
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/BZgA (2000): Leitbegriffe der Gesundheitsförderung. Verlag Peter Sabo, Schwabenheim.
  • Franke, A. (2006): Modelle von Gesundheit und Krankheit. Bern: Verlag Hans Huber.
  • Schwarzer, R. (1994). Volitionstheorie in der Gesundheitserziehung. Z.f.Päd.40, 907-922, 1994.
  • Schwarzer, R. (2004): Pschychologie des Gesundheitsverhaltens. Einführung in die Gesundheitspsychologie. 3., überarb. Aufl., Göttingen: Hogrefe.
  • Schwartzer, R. (2008). mehrsprachige Materialien zu Selbstwirksamkeit, HAPA-Modell, Skalen, etc. des Arbeitsbereich Gesundheitspsychologie der Freien Universität Berlin. URL: http://web.fu-berlin.de/gesund/ (Stand: 23.07.2008). 
  • WHO (1986) Ottawa Charta. 1st International Conference on Health Promotion, Ottawa, Canada, November 1986
  • Windemuth, D., Wetzstein, A. (2005): Salutogenese – Ein Konzept und seine Bedeutung für den Gesundheitsschutz. Die BG 2/2005
  • Wulfhorst, B. (2002): Theorie der Gesundheitspädagogik. Legitimation, Aufgabe und Funktionen von Gesundheitserziehung. Reihe Grundlagentexte Gesundheitswissenschaft. Weinheim: Juventa.

Lernmodul Akne

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum Thema "Akne". Hierzu zählen vertiefende Inhalte in Form von Links sowie Vorschläge und Anleitungen für schulinterne oder außerschulische Aktivitäten. Weiterhin erhalten Sie zusätzliches Bildmaterial und Testfragen für den Einsatz im Unterricht oder Projekt.

Lernmodul Akne
Methodenvorschläge für den Unterricht finden Sie hier.
Zusatzinfos zu den Lerntexten erhalten Sie hier.
Bildmaterial können Sie hier downloaden.
Testfragen für den Unterricht finden Sie hier.

 

Methoden

Auf dieser Seite erhalten Sie verschiedene Vorschläge für Lehr- und Lernmethoden zum Thema "Akne". Bei der Zusammenstellung dieser wurde Wert auf ein möglichst breites Angebot gelegt. Dieses reicht von kurzen Aktivitäten bis hin zu größeren Projekten. Von einfachen Diskussionsrunden im Klassenzimmer bis hin zu Multimedia-Projekten ist etwas dabei.

Die einzelnen Methodenvorschläge sind im Folgenden allgemein beschrieben. Dazu zählen die Inhalte, die Umsetzungsarten und Varianten sowie der Medien- und Zeitbedarf. Zusätzlich steht Ihnen für jede Methode eine ausführlichere Handreichung (ggf. inklusive Arbeitsblätter und Zusatztexten) zum Download zur Verfügung.

 

  Um die detailierten Handreichungen zu den einzelnen Methoden herunterladen zu können, benötigen sie den Acrobat Reader. Diesen erhalten sie hier kostenlos.

 

Story Telling: "Der Horror mit der Akne"
Inhalt & Ziel
Die Aktivität greift Max’ Idee, Natalyas "inneren Horror" als Geschichte festzuhalten, auf. Akne bringt oftmals enorme psychische Belastungen mit sich. Die SchülerInnen sollen über das Thema Akne und Psyche reflektieren und diskutieren.
Dies soll angeregt werden, indem die SchülerInnen selbst (in einer Kleingruppe) eine Geschichte dazu schreiben. Diese soll den "inneren Horror", den viele von Akne Betroffene erleben, sowie tatsächlich erfolgte und befürchtete (Vor-)Urteile zum Thema Akne beschreiben und mögliche Lösungsstrategien entwickeln.

Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele sind möglich (z.B. Biologie, Deutsch)
- internationale Anknüpfungspunkte sind möglich

Varianten
Unterschiedliche Varianten sind möglich; z.B. „Paper-Pencil“-Geschichte oder Wiki
Material-/Medienbedarf
Für das Wiki ist ein Internetanschluss erforderlich.
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- Benötigte Unterrichtszeit: ab 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2bis 3 Std.)
Download der detaillierten Handreichung (PDF: 22KB)

 

Internet-Führerschein: Anti-Akne-Mittel im Netz – Top oder Flop?
Inhalt & Ziel
Die Aufgabe knüpft an Natalyas Internet-Recherche nach einem wirksamen Hausmittel gegen ihre Akne an. Auf zahlreichen Internet-Seiten werden die verschiedensten Haus-mittel angepriesen, die die Akne lindern bzw. beseitigen sollen. Die meisten Tipps sind allerdings aus medizinischer Sicht nicht als hilfreich anzusehen. Die Aktivität stellt einen "Internet-Führerschein" im Umgang mit Akne und Behandlungsvorschlägen im Internet dar. Die SchülerInnen sollen lernen, die verschiedenen Internetquellen besser einzuschätzen.

Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- die Checkliste für die Qualität der Internet-Seiten ist themenunspezifisch und auch in anderen Zusammenhängen einsetzbar
- internationale Anknüpfungspunkte sind möglich

Varianten
Unterschiedlich starke Anleitung bei der Internetrecherche
Material-/Medienbedarf
- Texte des Lernmoduls
- Internetanschluss erforderlich
- Arbeitsblatt
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
Download der detaillierten Handreichung (PDF: 43KB)

 

Interview: Akne – wie war das für dich?
Inhalt & Ziel
Die Freunde aus der Einstiegsgeschichte haben unterschiedliche Erfahrungen mit der Akne gemacht. Daran knüpft die Aufgabe an. Fast jeder, der die Pubertät bereits durchlebt hat, hatte Akne. Durch Interviews mit "Akne-Überlebenden" (Personen ab 18 Jahren) und die gemeinsame Auswertung der Interviewaussagen soll deutlich werden, dass die typischen Symptome der Akne in der Regel mit zunehmendem Alter wieder abklingen und die meisten Menschen die Phase der Pubertät durch- und "überlebt" haben.
Umsetzung
in den Unterricht integrierbar
Varianten
verschiedene Varianten möglich, z.B. Face-to-Face Interview, alternativ: Aufnahme des Interviews per Audio oder Video.
Material-/Medienbedarf
Bei audio(visueller) Aufnahme des Interviews entsprechendes Equipment (Aufnahme- und Wiedergabegeräte notwendig)
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Doppelstunde (bei audio-/visueller Aufnahme mind. 2 Doppelstunden)
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
Download der detaillierten Handreichung (PDF: 25KB)

 

pH-Wert-Analysen
Inhalt & Ziel
Der Säureschutzmantel der Haut ist von zentraler Bedeutung für die Hautgesundheit. Bei Akne spielt die Hautreinigung eine wichtige Rolle: Sie soll mit Produkten durchgeführt werden, die in etwa dem pH-Wert der Haut von 5,5 entsprechen. Aktivität 4 ist eine praktische Übung in Verbindung mit Internetrecherchen. Lernziel ist es, den pH-Wert theoretisch und praktisch zu verstehen und anzuwenden.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (Biologie, Chemie)
Varianten
Experiment/Analyse
Material-/Medienbedarf
- Internetanschluss
- verschiedene Materialien für die Analyse
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
Download der detaillierten Handreichung (PDF: 28KB)

 

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema "Akne" bereitstellen.

Bei den Linkempfehlungen wird zwischen nichtkommerziellen und kommerziellen Internetseiten unterschieden, da hier unterschiedliche Intentionen hinter den Inhalten stehen, die bedacht werden sollen.

Nichtkommerzielle Internetseiten zum Thema "Akne":

Kommerzielle Internetseiten zum Thema "Akne":

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende Informationen zu den Methodenvorschlägen bereitstellen.

Bildmaterial

In diesem Bereich wird Ihnen zusätzliches Bildmaterial für den Einsatz im Unterricht oder in einem außerschulischen Projekt  zur Verfügung gestellt.

 

Medizinisches Bildmaterial:
Komedonenakne: Bild 1, Bild 2, Bild 3
entzündliche Akne: Bild 1, Bild 2, Bild 3
Knotenakne: Bild 1, Bild 2, Bild 3

     
  Infografiken:
Entstehung der Akne: Bild 1, Bild 2, Bild 3

 

 

Testfragen

Auf diesen Seiten können Sie sich verschiedene Testfragen zum Thema "Akne" herunterladen. Diese können Sie bei Bedarf bei Tests zu den Lernmodulen einsetzen. Sie können die Fragen gerne selbst zusammenstellen.

Die Fragen sind in drei Schwierigkeitsstufen untergliedert: leicht, mittelschwer und schwer. Alle Fragen sind Multiple-Choice-Fragen. Die jeweils richtigen Antworten wurden farblich gekennzeichnet.

 Download der Testfragen zum Thema Akne

 

Lernmodul Sonne

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum Thema "Sonne". Hierzu zählen vertiefende Inhalte in Form von Links sowie Vorschläge und Anleitungen für schulinterne oder außerschulische Aktivitäten. Weiterhin erhalten Sie zusätzliches Bildmaterial und Testfragen für den Einsatz im Unterricht oder Projekt.

Lernmodul Sonne
Methodenvorschläge für den Unterricht finden Sie hier.
Zusatzinfos zu den Lerntexten erhalten Sie hier.
Bildmaterial können Sie hier downloaden.
Testfragen für den Unterricht finden Sie hier.

Methoden

Auf dieser Seite erhalten Sie verschiedene Vorschläge für Lehr- und Lernmethoden zum Thema "Sonne".  Bei der Zusammenstellung dieser wurde Wert auf ein möglichst breites Angebot gelegt. Dieses reicht von kurzen Aktivitäten bis hin zu größeren Projekten. Von einfachen Diskussionsrunden im Klassenzimmer bis hin zu Multimedia-Projekten ist etwas dabei.

Die einzelnen Methodenvorschläge sind im Folgenden allgemein beschrieben. Dazu zählen die Inhalte, die Umsetzungsarten und Varianten sowie der Medien- und Zeitbedarf. Zusätzlich steht Ihnen für jede Methode eine ausführlichere Handreichung (ggf. inklusive Arbeitsblätter und Zusatztexten) zur Verfügung.


  Um die detailierten Handreichungen zu den einzelnen Methoden herunterladen zu können, benötigen sie den Acrobat Reader. Diesen erhalten sie hier kostenlos.

 

Rollenspiel: "Braun oder nicht braun – das ist hier die Frage"
Inhalt & Ziel
Nicht immer und nicht überall wurde/wird braun gebrannte Haut als schön angesehen. Das Schönheitsideal hat sich in unserer Gesellschaft im Laufe der Zeit verändert. In unterschiedlichen Kulturen existieren heute noch vollkommen verschiedene Vorstellungen von Schönheit. Die Aufgabe soll deutlich machen, dass das Schönheitsideal von gesellschaftlichen Vorstellungen abhängt. In Rollenspielen sollen die SchülerInnen in Gruppen das Schönheitsideal unterschiedlicher Epochen der westlichen Gesellschaft und Kulturen darstellen und darüber diskutieren, ob und inwiefern früher, heute und in anderen Kulturen braungebrannte oder helle Haut ein Zeichen für Schönheit, Erfolg etc. war/ist.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele sind möglich (z.B. Ethik, Geschichte, Deutsch, Kunst)
- internationale Anknüpfungspunkte sind möglich
Varianten
Unterschiedliche Varianten sind möglich; z.B. a) Rollenspiel, b) medial aufbereitete Geschichte (Fotostory, audio(visuelle) Umsetzung), c) Referate. Vorbereitung der Rollenspiele etc. ist zu Hause oder im Unterricht möglich.
Material-/Medienbedarf
- Internetanschluss für Informationsrecherche erforderlich
- je nach Variante Foto-/Audio-/Videoausrüstung notwendig (Nutzen Sie vorhandene Fotohandys Ihrer SchülerInnen!)
- ggf. Requisiten notwendig
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: ab 3 Doppelstunden
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 35KB)

 

Der Sonnen-TÜV: Mein Sonnenverhalten auf dem Prüfstand
Inhalt & Ziel
Die Aktivität knüpft an das unterschiedliche Sonnenverhalten von Max und seinen Freunden an. Die UV-Strahlung tut unserer Haut nicht immer gut. Darum ist es wichtig, sich mit den entsprechenden Verhalten vor zu viel UV-Strahlung zu schützen und gesund zu bleiben. Durch Selbst- bzw. Peer-Reflektion sollen die SchülerInnen dazu angeregt werden, ihr eigenes Sonneverhalten möglichst konkret und intersubjektiv überprüfbar festzuhalten, zu reflektieren und zu diskutieren.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- internationale Anknüpfungspunkte sind möglich
Varianten
Partnerarbeit; Selbst- und Peer-Reflektion
Material-/Medienbedarf
- Informationstexte des Lernmoduls
- vorhandene Arbeitsblätter
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: circa 1 Einzelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 40KB)

 

Hauttyptest: Welcher Hauttyp bin ich?
Inhalt & Ziel
Die Aufgabe greift die unterschiedlichen Hauttypen der vier Freunde aus der Einstiegsgeschichte auf. Je nach Hauttyp sind unterschiedliche Sonnenschutzmaßnahmen wichtig. Darum ist es wichtig, den eigenen Hauttyp zu kennen. Die SchülerInnen sollen bei dieser Aufgabe den eigenen Hauttyp bestimmen und daraus resultierend die individuellen Sonnenschutzmaßnahmen zusammentragen, um sonnengerechtes Verhalten zu üben.
Umsetzung
in den Unterricht integrierbar
Varianten
Selbst- oder Peer-Reflektion
Material-/Medienbedarf
- Lerntexte des Lernmoduls
- vorhandenes Arbeitsblatt
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Einzelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)

 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 27KB)

 

Story Telling: Perfekter Sonnenschutz oder absolute Katastrophe? 
Inhalt & Ziel
Die Aufgabe bezieht sich auf das Sonnenverhalten der vier Freunde. Die SchülerInnen sollen sich mit den verschiedenen Maßnahmen zum Sonnenschutz auseinandersetzen, indem sie (in Teams) verschiedene Situationen in Form von fiktiven Geschichten kreieren. Ein paar Geschichten sollen Vorbildcharakter haben, ein paar sollen extrem nachlässiges Verhalten in der Sonne schildern.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (z.B. Deutsch, Biologie, Kunst)
- internationale Anknüpfung möglich
Varianten
Einzel- oder Partnerarbeit; Varianten des Story Telling möglich: z.B. „Paper Pencil“-Geschichte oder Wiki, medial aufbereitete Geschichte (Fotostory, au-dio(visuelle) Umsetzung)
Material-/Medienbedarf
- Lerntexte des Lernmoduls
- je nach Variante Internetzugang (Wiki), Foto-, Audio-, Video-Equipment (Sie können eventuelle Fotohandys Ihrer SchülerInnen nutzen)
- ggf. Requisiten
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: mindestens 2 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2bis 3 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 23KB)

 

Infoplakat: Tipps für die Sommerferien 
Inhalt & Ziel
Die Aufgabe bezieht sich auf die Einstiegsgeschichte und das Sonnenverhalten der vier Freunde. Gerade vor der Urlaubszeit sollten die wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen noch einmal in das Augenmerk der Schüler rücken. Die Schüler erstellen (in Teamarbeit) Plakate für die eigene Schule und geben den MitschülerInnen Ratschläge für den Sonnenschutz im Urlaub und setzten sich so mit dem richtigen Sonnenschutzverhalten und auch alternative Beschäftigungsmöglichkeiten auseinander.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele mögliche (Deutsch, Biologie, Kunst, Informatik, Textverarbeitung)
- internationale Anknüpfung möglich.
Varianten
Teamarbeit; Gestaltung eines Plakates 
Material-/Medienbedarf
- Lerntexte des Lernmoduls
- Material für die Erstellung eines Posters bei computergestützter Aufbereitung ggf. entsprechende Grafik-/Textverarbeitungsprogramme
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: ab 1 Doppelstunde    
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 23KB)

 

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema "Sonne" bereitstellen.

Bei den Linkempfehlungen wird zwischen nichtkommerziellen und kommerziellen Internetseiten unterschieden, da hier unterschiedliche Intentionen hinter den Inhalten stehen, die bedacht werden sollen.

Nichtkommerzielle Internetseiten zum Thema "Sonne"


Kommerzielle Internetseiten zum Thema "Sonne"

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende Informationen zu den Methodenvorschlägen bereitstellen.

 

Bildmaterial

In diesem Bereich wird Ihnen zusätzliches Bildmaterial für den Einsatz im Unterricht oder in einem außerschulischen Projekt  zur Verfügung gestellt.

 

Medizinisches Bildmaterial:
Malignes Melanom: Bild 1, Bild 2, Bild 3
Basalzellkrebs: Bild 1, Bild 2, Bild 3
Stachelzellkrebs: Bild 1, Bild 2, Bild 3
Sonnenbrand: Bild 1, Bild 2
Sonnenallergie: Bild 1, Bild 2

     
  Infografiken:
UV-Index, UV-Strahlung, UV-Intensität

 

 

Testfragen

Auf diesen Seiten können Sie sich verschiedene Testfragen zum Thema "Sonne" herunterladen. Diese können Sie bei Bedarf bei Tests zu den Lernmodulen einsetzen. Sie können die Fragen gerne selbst zusammenstellen.

Die Fragen sind in drei Schwierigkeitsstufen untergliedert: leicht, mittelschwer und schwer. Alle Fragen sind Multiple-Choice-Fragen. Die jeweils richtigen Antworten wurden farblich gekennzeichnet.

 Download der Testfragen zum Thema "Sonne"

Lernmodul Ekzeme

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum Thema Ekzeme. Hierzu zählen vertiefende Inhalte in Form von Links sowie Vorschläge und Anleitungen für schulinterne oder außerschulische Aktivitäten. Weiterhin erhalten Sie zusätzliches Bildmaterial und Testfragen für den Einsatz im Unterricht oder Projekt.

Lernmodul Ekzeme
Methodenvorschläge für den Unterricht finden Sie hier.
Zusatzinfos zu den Lerntexten erhalten Sie hier.
Bildmaterial können Sie hier downloaden.
Testfragen für den Unterricht finden Sie hier.

Methoden

Auf dieser Seite erhalten Sie verschiedene Vorschläge für Lehr- und Lernmethoden zum Thema "Ekzeme".  Bei der Zusammenstellung dieser wurde Wert auf ein möglichst breites Angebot gelegt. Dieses reicht von kurzen Aktivitäten bis hin zu größeren Projekten. Von einfachen Diskussionsrunden im Klassenzimmer bis hin zu Multimedia-Projekten ist etwas dabei.

Die einzelnen Methodenvorschläge sind im Folgenden allgemein beschrieben. Dazu zählen die Inhalte, die Umsetzungsarten und Varianten sowie der Medien- und Zeitbedarf. Zusätzlich steht Ihnen für jede Methode eine ausführlichere Handreichung (ggf. inklusive Arbeitsblätter und Zusatztexten) zur Verfügung.
 


  Um die detailierten Handreichungen zu den einzelnen Methoden herunterladen zu können, benötigen sie den Acrobat Reader. Diesen erhalten sie hier kostenlos.

 

Selbst erforscht: Ekzeme an unserer Schule
Inhalt & Ziel
Die vier Freunde kommen im Labor von Professorin Prurit mit dem Thema Forschung in der Medizin in Kontakt. Medizin braucht Forschung, um Fortschritte machen zu können und um die Prävention und Behandlung von Erkrankungen weiter zu verbessern. Mit dieser Aktivität soll den Schülern im Bereich Ekzeme eben dieses Thema näher gebracht werden. Dies geschieht, indem die SchülerInnen einen Einblick in medizinische Studien bekommen und an ihrer Schule eine eigene kleine Untersuchung zum Thema durchführen.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (Biologie, Mathematik, Informatik, Textverarbeitung)
- internationale Anknüpfung möglich
Varianten
Teamarbeit; Erstellung und Präsentation einer eigenen kleinen Studie 
Material-/Medienbedarf
- Texte des Lernmoduls
- Arbeitsblätter
- Taschenrechner
- ggf. Textverarbeitungsprogramme
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit (Befragung vorbereiten und durchführen): mindestens 4 Doppelstunden oder 1 Projekttag   
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 53KB)

 

Fallbeschreibung: Den Ekzemauslösern auf der Spur 
Inhalt & Ziel
Anknüpfungspunkt der Aufgabe ist die Nickelallergie von Thelmas Freundin. Stoffe, die zu Ekzemen führen können, kommen in unterschiedlichen Umgebungen vor: zu Hause, in der Schule, in der Freizeit oder auch am Arbeitsplatz. Wer weiß, welche das sind und wo sie vorkommen, kann sich davor schützen. Die SchülerInnen sollen ein Gefühl dafür be-kommen, welche Stoffe Ekzeme auslösen können, wo diese anzutreffen und wie diese zu vermeiden sind, indem sie sich gemeinsam entsprechende Situationen in ihrem realen Umfeld ausdenken und dazu eine Fallbeschreibung konstruieren.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifender Unterricht möglich (Biologie, Deutsch, Informatik, Textverarbeitung)
- internationale Anknüpfung möglich
Varianten
Teamarbeit; (digital) Story Telling in verschiedenen Varianten möglich (z.B. „Paper-Pencil“-Geschichte, Wiki, Fotogeschichte); Optional: Entwurf eines Plakates
Material-/Medienbedarf
- Lerntexte in der Lernumgebung
- vorhandenes Arbeitsblatt
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: ab 2 Doppelstunden
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2bis 3 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 37KB)

 

Experimente: Hautreizende Stoffe vs. Hautschutzmaßnahmen
Inhalt & Ziel
Anknüpfungspunkt der Aufgabe ist die Nickelallergie von Thelmas Freundin. Verschiedene Stoffe (Allergene, Reizstoffe) können die Haut angreifen und zu (allergischen bzw. subto-xisch-kumulativen) Kontaktekzemen führen. Oftmals kann dies (u.a. mit Hautschutzmit-teln) vermieden werden. Durch verschiedene Experimente erfahren die SchülerInnen die schädigende Wirkung von (stark) reizenden Stoffen sowie die schützende Wirkung von Hautschutzmaßnahmen. Die Handlungsergebniserwartung der SchülerInnen wird positiv beeinflusst.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (Biologie, Chemie)
Varianten
Experimente in Gruppenarbeit 
Material-/Medienbedarf:
- Texte des Lernmoduls
- verschiedene Materialien
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer (bis 1 Std.) bis mittlerer Aufwand (2bis 3 Std.)                
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Einzelstunde  
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 24KB)

 

Selbsttest: richtiges Eincremen und Händewaschen – ein Kinderspiel? 
Inhalt & Ziel
Zur Hautpflege und zum Hautschutz allgemein wie bei der Pflege zu Ekzemen neigender Haut ist das richtige Eincremen besonders wichtig. Viele halten Eincremen für eine Leichtigkeit. Es ist allerdings gar nicht so leicht und selbstverständlich, dass man wirklich alle Stellen erwischt. Das kann beispielsweise im Rahmen eines Experiments zum Hand-eincremen verdeutlichen.
Umsetzung
in den Unterricht integrierbar
Variante
Experimente in Gruppenarbeit 
Material-/Medienbedarf
UV-Lampe und fluoreszierende Cremes/Lotionen
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer (bis 1 Std.) bis mittlerer Aufwand (2bis 3 Std.)                
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Einzelstunde  
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 26KB)

 

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema "Ekzeme" bereitstellen.

 

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende Informationen zu den Methodenvorschlägen bereitstellen.

 

Bildmaterial

In diesem Bereich wird Ihnen zusätzliches Bildmaterial für den Einsatz im Unterricht oder in einem außerschulischen Projekt  zur Verfügung gestellt.

 

 

Medizinisches Bildmaterial:
Ekzem am Bauchnabel, Ekzem am Fuß, Ekzem am Nacken, Ekzem am Ohr, Ekzem am Unterarm, Ekzem an den Händen, Ekzem in der Mundregion, Ekzem um die Augen, Nahaufnahme eines Ekzems

 

 

Testfragen

Auf diesen Seiten können Sie sich verschiedene Testfragen zum Thema "Ekzeme" herunterladen. Diese können Sie bei Bedarf bei Tests zu den Lernmodulen einsetzen. Sie können die Fragen gerne selbst zusammenstellen.

Die Fragen sind in drei Schwierigkeitsstufen untergliedert: leicht, mittelschwer und schwer. Alle Fragen sind Multiple-Choice-Fragen. Die jeweils richtigen Antworten wurden farblich gekennzeichnet.

 Download der Testfragen zum Thema "Ekzeme"

Lernmodul STD

Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum Thema "sexuell übertragbare Krankheiten (STD)". Hierzu zählen vertiefende Inhalte in Form von Links sowie Vorschläge und Anleitungen für schulinterne oder außerschulische Aktivitäten. Weiterhin erhalten Sie zusätzliches Bildmaterial und Testfragen für den Einsatz im Unterricht oder Projekt.

Lernmodul sexuell übertragbare Erkankungen (STD)
Methodenvorschläge für den Unterricht finden Sie hier.
Zusatzinfos zu den Lerntexten erhalten Sie hier.
Bildmaterial können Sie hier downloaden.
Testfragen für den Unterricht finden Sie hier.

Methoden

Auf dieser Seite erhalten Sie verschiedene Vorschläge für Lehr- und Lernmethoden zum Thema "STD".  Bei der Zusammenstellung dieser wurde Wert auf ein möglichst breites Angebot gelegt. Dieses reicht von kurzen Aktivitäten bis hin zu größeren Projekten. Von einfachen Diskussionsrunden im Klassenzimmer bis hin zu Multimedia-Projekten ist etwas dabei.

Die einzelnen Methodenvorschläge sind im Folgenden allgemein beschrieben. Dazu zählen die Inhalte, die Umsetzungsarten und Varianten sowie der Medien- und Zeitbedarf. Zusätzlich steht Ihnen für jede Methode eine ausführlichere Handreichung (ggf. inklusive Arbeitsblätter und Zusatztexten) zur Verfügung.
 

  Um die detailierten Handreichungen zu den einzelnen Methoden herunterladen zu können, benötigen sie den Acrobat Reader. Diesen erhalten sie hier kostenlos.

 

Recherche: Kampagnen zum Thema STD
Inhalt & Ziel
Es gibt zahlreiche Kampagnen zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen. Die SchülerInnen sollen sich gezielt umsehen, wo und wie sie über welche sexuell übertragbaren Erkrankungen aufmerksam gemacht werden.
Dazu recherchieren sie in Internet und sammeln Broschüren (etwa in Arztpraxen), Plakate oder TV-Spots. Die "Funde" werden gemeinsam gesichtet, sortiert und besprochen. Was gibt es? Sind tatsächlich nur Themen im Bewusstsein, die von außen kommuniziert werden?
Umsetzung:
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich
Varianten
Rechercheaufgabe und Gruppendiskussion 
Material-/Medienbedarf
- Internetanschluss für die Internet-Recherche
- selbst gesammelte Materialien
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 23KB)

 

Bewertung: Kampagnen zum Thema STD
Inhalt & Ziel
Die Aufgabe knüpft an Aktivität 1 an. Zahlreiche Kampagnen machen auf das Thema se-xuell übertragbare Erkrankungen aufmerksam. Diese Kampagnen werden von den Schü-lerInnen gesammelt. Manche sind gelungen, andere nicht. Die SchülerInnen bilden eine Jury, die die einzelnen recherchierten STD-Kampagnen bewertet. Sie überlegen sich Be-wertungskriterien (dies ist ein entscheidender Schritt) und beurteilen begründet die ge-sammelten Kampagnen. Dabei kann und soll auch der Film aus der Geschichte mit in die Bewertung aufgenommen werden.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich
Varianten
Bewertungsaufgabe und Gruppendiskussion 
Material-/Medienbedarf
- Internetanschluss
- selbst gesammelte Materialien
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 22KB)

 

Unsere STD Kampagne
Inhalt & Ziel
Die Jugendlichen wissen selbst am besten, wie eine Kampagne gestaltet sein muss, damit sie auf sie aufmerksam werden. Sie sollen nun in Kleingruppen eine Kampagne zur Aufklärung über STD entwerfen. Das Thema (STD allgemein, bestimmte Erkrankung) und die Art der Umsetzung kann vorgegeben oder selbstbestimmt werden. Die Aktivität kann mit oder ohne Wettbewerbscharakter durchgeführt. In der Schule kann ein Bereich eingerichtet werden, in welchem die Schülerergebnisse (öffentlich oder teilöffentlich) eingestellt werden können.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (Biologie, Deutsch, Kunst, Ethik, Informatik, Textverarbeitung)
Varianten
Gestaltungsaufgabe; Teamarbeit; verschiedene Varianten zur Umsetzung möglich, z.B. Entwurf eines Plakates oder von Flyern, Erstellung eines Audio-/Video-Beitrags, Erstellung einer Webseite, Erstellung eines PPT-Vortrags
Material-/Medienbedarf
je nach Variante ist die entsprechende Ausrüstung erforderlich
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: ab 3 Doppelstunden oder ½ bis 1 Projekttag (je nach Variante)
- Nachbreitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 22KB)

 

Fortsetzungsgeschichte: Miteinander reden!?
Inhalt & Ziel
Zum Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen gehört u. a., dass die Partner über Safer Sex sprechen. Das ist nicht so einfach. Um die Auseinandersetzung damit zu erleichtern, schreiben die SchülerInnen gemeinsam eine Fortsetzungsgeschichte über das Thema. Dies geschieht getrennt geschlechtlich. Zentral ist dabei, wie die SchülerInnen ihr Schutzbedürfnis kommunizieren, wie sie ggf. auf Ablehnung etc. reagieren. Die unterschiedlichen Fortschreibungen werden im Klassenverband verglichen (z.B. geschlechtsspezifische Unterschiede) und diskutiert.
Umsetzung
- in den Unterricht integrierbar
- fächerübergreifende Ziele möglich (Biologie, Deutsch, Informatik, Textverarbeitung)
Varianten
verschiedene Varianten des (digital) Story Telling möglich, z.B. "Paper Pencil" Geschichte oder Wiki 
Material-/Medienbedarf
bei der Nutzung des Wiki ist ein Internetanschluss erforderlich 
Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: mindestens 1 Doppelstunde
- Nachbereitungszeit: mittlerer Aufwand (2 bis 3 Std.)
 Download der detaillierten Handreichung (PDF: 22KB)

 

Safer Sex – aber richtig! 
Inhalt & Ziel
Durch Safer Sex kann man sich vor sexuell übertragbaren Erkrankungen schützen. Zentral ist dabei richtige Anwendung von Kondomen. Diese Aktivität ist eine klassische Anwendungsübung zur richtigen Verwendung von Kondomen.
Umsetzung
in den Unterricht integrierbar
Varianten
Anwendungsübung; Varianten möglich, z. B: Nutzung eines Verhütungskoffers oder Dis-kussion eines "Anwendungsspots"
Material-/Medienbedarf
- Infotext im Lernmodul
- Verhütungskoffer oder Internetanschluss für die Betrachtung des "Anwendungsspots"

Zeitbedarf
- Vorbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)
- benötigte Unterrichtszeit: mindestens 1 Einzelstunde
- Nachbereitungszeit: geringer Aufwand (bis 1 Std.)

 Download der detaillierten Handreichung (PDF:27KB)

 

STD-Event: Wissen macht Spaß
ein Methodenvorschlag von Dr. Dubravko Lepušić aus Kroatien
Inhalt & Ziel
Das Thema STD bzw. der Schutz vor STD soll Jugendlichen in einem für sie angemessenen und motivierenden Rahmen nähergebracht werden. Dazu wird ein Schulevent durchgeführt zudem alle jugendlichen Schüler eingeladen sind. In geeigneten Schulräumen werden abends von einem Mediziner Vorträge zum Thema sexuell übertragbare Krankheiten gehalten (allgemein oder mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie z.B. HPV). Nach dem Vortrag finden Rockkonzerte statt, bei denen ausgewählte Rockgruppen, z.B. Schulbands, auftreten. Ziel des Events ist es, das Wissen der jugendlichen Bevölkerung zu STD zu erweitern und sie über sexuelle Hygiene und die Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten aufzuklären.
Umsetzung
zum Teil in den Unterricht integrierbar; Kurzer Vortrag (40 Min. bis 1 Stunde) mit Diskussion; Rockkonzerte nach dem Vortrag
Varianten
Nach dem Vortrag/an einem der Folgetage: Gruppendiskussionen, Erstellung von Websites und Postern, Theatervorführungen, Vorträge von den Jugendlichen zum Thema STD.
Material-/Medienbedarf
- Geeignete Räumlichkeiten
- Power-Point-Präsentationen
- Website-Präsentationen
- Theatervorführungen
- Prospekte, die über sexuell übertragbare Krankheiten, deren Übertragungswege und die Möglichkeiten des Schutzes informieren (z.B. von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder ProFamilia). 

Zeitbedarf
- Vortrag: 40 Min. bis 1 Stunde
- Diskussion: weitere 20-30 Minuten
- Theatervorführungen: ca. 20 Minuten
- Konzert: je nach Bedarf
- Das Projekt „Wissen macht Spaß“ kann in regelmäßigen Abständen das gesamte Schuljahr in Anspruchnehmen oder einmalig stattfinden.

Download der detaillierten Handreichung (PDF:144KB)

 

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema "STD" bereitstellen.

Allgemeine Informationsangebote

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) in Deutschland bietet zahlreiche Informationen zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen an. Dazu zählen verschiedenste Informationsmaterialien zum Bestellen und zum Download im Bereich Aidsprävention und Sexualaufklärung: http://www.bzga.de/
    Die BzgA bietet ebenfalls eine Jugendhomepage (http://www.loveline.de) sowie einen Informationsdienst, der einen Überblick über Medien, Projekte und Maßnahmen zur Sexualaufklärung und Familienplanung bietet (http://www.sexualaufklaerung.de/) an.
  • Auch auf der Webseite des deutschen Robert Koch Institus, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung zur Krankheitsverbreitung, -überwachung und -prävention finden Sie  unter "Infektionskrankheiten A-Z" zahlreiche Informationen: http://www.rki.de
  • Achtung Liebe ist ein studentisches Informationspotential zum Thema Sexualität für Jugendliche in Deutschland, der Schweiz und Österreich: http://achtungliebe.ch/, http://achtungliebe.at/
  • Pro Familia bietet ebenfalls Informationen zum Thema STD an (http://www.profamilia.de/article/show/939.html) und berät Jugendliche Aus Deutschland per E-Mail zum Thema Sexualität: http://www.sexundso.de
  • Aids-Hilfen und Beratungsstellen in Österreich findet man auf eienr Seite des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit, Fanmilie und Jugend (BMGFJ): http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0742&doc=CMS1038...

Angebote zum Thema HIV/AIDS


Angebote zu weiteren sexuell übertragbaren Erkrankungen


Sonstige Angebote

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende Informationen zu den Methodenvorschlägen bereitstellen.

 

 

Bildmaterial

In diesem Bereich wird Ihnen zusätzliches Bildmaterial für den Einsatz im Unterricht oder in einem außerschulischen Projekt  zur Verfügung gestellt.

 

Medizinisches Bildmaterial:
Gonorrhoe: Bild 1
Syphilis: Bild 1, Bild 2
Entzündung: Bild 1
Ausfluss: Bild 1

 

 

Testfragen

Auf diesen Seiten können Sie sich verschiedene Testfragen zum Thema "STD" herunterladen. Diese können Sie bei Bedarf bei Tests zu den Lernmodulen einsetzen. Sie können die Fragen gerne selbst zusammenstellen.

Die Fragen sind in drei Schwierigkeitsstufen untergliedert: leicht, mittelschwer und schwer. Alle Fragen sind Multiple-Choice-Fragen. Die jeweils richtigen Antworten wurden farblich gekennzeichnet.

 Download der Testfragen zum Thema "STD"

Hintergrund Haut

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Ihre Fläche beträgt rund zwei Quadratmeter. Kein Wunder, dass sie ein ziemliches Gewicht hat: Ganze 10. Die Haut ist außerdem sehr komplex aufgebaut: Sie besteht aus verschiedenen Schichten, Drüsen, Rezeptoren, Gefäßen und Adern. All diese Bestandteile sind notwendig, damit die Haut "funktioniert".

Die Haut übernimmt für den Menschen und seinen Körper viele wichtige Aufgaben. Sie dient als Schutz und auch als Aufnahme- und Abgabeorgan, sie reguliert die Körpertemperatur und ist an der Immunabwehr beteiligt. Um sich an die Verhältnisse im Körperinneren anpassen zu können, gibt es zudem die sogenannten Schleimhäute, die ebenfalls wichtige Transport- und Schutzfunktionen erfüllen.
Über die Haut können wir außerdem tasten und spüren und uns sogar anderen Menschen mitteilen, indem wir z.B. rot werden oder die Stirn kräuseln oder eine Gänsehaut bekommen.

  Mehr Infos gibt's hier: Aufbau der Haut  und Funktionen der Haut.

Wie jeder sicher selbst schon einmal festgestellt hat, steckt jeder Mensch in einer anderen Haut. Das zeigt sich z.B. am Hauttyp bzw. der Hautfarbe und auch am Hautzustand. Es gibt helle und dunkle Menschen, die einen haben trockene Haut, die anderen ganz normale oder auch fettige Haut. Die Vielfalt ist riesig.

  Mehr Infos gibt's hier: Hauttypen und Beschaffenheit der Haut.

Dennoch macht die Haut eines jeden Menschen viele ähnliche Dinge mit. Im Laufe unseres Alltags wird die sie oft ziemlich strapaziert. So hat sie es mit zahlreichen äußeren Einflüssen wie Schmutz oder reizenden Stoffen, aber auch unseren Hormonen, Erbanlagen sowie unserem Lebensstil und Wohlbefinden zu tun. All das kann die Haut beeinflussen, kann ihr gut tun oder sie belasten.

  Mehr Infos gibt's hier: Einflussfaktoren auf die Haut.

Unsere Haut ist für uns sehr wichtig. Sie muss viel leisten, aber auch viel aushalten. Grund genug, sich gut um die eigene Haut zu kümmern, damit sie gesund bleibt oder wieder gesund wird, wenn es ihr mal nicht gut geht. Und das ist gar nicht so schwer. Jeder kann mit der richtigen Reinigung und Pflege und einem angemessenen Hautschutz selbst dafür sorgen, dass es dem eigenen größten Organ so gut wie möglich geht.

  Mehr Infos gibt's hier: Umgang mit der Haut.

Übrigens: Wer mehr Informationen zum allgemeinen Thema Haut möchte wird im Bereich "Zusatzinfos" fündig. Dieser enthält verschiedene Hinweise auf lesenswerte Internetseiten zum Thema.

  Mehr Infos gibt's hier: Zusatzinfos.

Aufbau

Unsere Haut ist ziemlich komplex aufgebaut. Dabei kann man manche Hautstrukturen sehr einfach erkennen; man muss sich die Haut nur genau ansehen. Andere Hautstrukturen sind dagegen nur unter dem Mikroskop sichtbar.

Wer sich seine Haut einmal näher ansieht, wird feststellen, dass man schon mit bloßem Auge unterschiedliche Strukturen der Haut erkennen kann. Diese äußere, sogenannte makroskopische Struktur der Haut, wird z. B. an unseren Händen bzw. Füßen deutlich.
Die Handinnenflächen und Fußsohlen sind von unbehaarter Leistenhaut bedeckt. Der übrige Körper ist mit der sogenannten Felderhaut bedeckt. Dort wachsen Haare. Diese Unterschiede sind im Erbgut (genetisch) festgelegt.

Unter dem Mikroskop betrachtet kann man dann noch weitere Hautschichten erkennen. Diese feine "innere" Einteilung bezeichnet man als mikroskopische Struktur. Die Feinstruktur der Haut besteht aus verschiedenen Schichten und ist nur unter dem Mikroskop erkennbar. In jeder Schicht befinden sich typische Zellstrukturen, die entsprechende Aufgaben haben.

Von außen nach innen gesehen besteht die Haut, die auch Cutis genannt wird, aus folgenden Schichten: 

  1. der Oberhaut (Epidermis),
  2. der Lederhaut (Corium) und
  3. der Unterhaut (Subcutis). 

Jede einzelne Hautschicht hat eine ihr eigene Struktur. In der Grafik oben kann man erkennen, dass die Haut aus vielen verschiedenen Bestandteilen aufgebaut ist. Zu diesen Bestandteilen zählen zum Beispiel Blutgefäße, Haare, ihre Wurzeln und verschiedene Drüsen wie die Talg- und Schweißdrüsen sowie Nerven. 

 Mehr Infos zu den Hautschichten gibt's hier: Oberhaut, Lederhaut, Unterhaut.

Oberhaut (Epidermis)
 
Die oberste Hautschicht bezeichnet man als Oberhaut oder auch Epidermis. Sie ist die äußerste Grenze zur Außenwelt. Je nach Körperregion ist sie unterschiedlich dick. So kann sie zwischen 0,03 mm und 4 mm dick sein. Auch Alter, Geschlecht und Angewohnheiten haben Einfluss auf die Dicke der Oberhaut. Wer zum Beispiel häufig barfuss läuft, hat eine viel dickere Hornschicht an den Füßen.

Die Oberhaut wird aus den Keratinozyten gebildet. Keratinozyten sind Hornzellen, die den Hornstoff, das sogenannte Keratin, produzieren. Das Keratin ist wasserabweisend und verleiht der Haut Festigkeit.

Die Oberhaut besitzt keine Blutgefäße, Nerven oder Drüsen.

Im untersten Bereich der Oberhaut (Basalschicht) befinden sich die Melanozyten. Das sind Zellen, die den Pigmentstoff Melanin produzieren. Melanin gibt unserer Haut die Farbe und sorgt bei Sonneneinstrahlung für Bräunung und somit Schutz der Haut. So werden UV-Strahlen davon abgehalten, in tiefere Hautschichten einzudringen. Bei zu starker Sonnenbestrahlung können alle in der Oberhaut liegenden Zellen geschädigt und im Verlauf auch bösartig werden.

Lederhaut (Corium)
 
Die Lederhaut ist eine elastische Hautschicht, da sie aus locker verwobenem Bindegewebe besteht. Auch sie kann an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich dick sein. An den Augenlidern ist sie zum Beispiel 0,3 mm dünn, während die Handinnenflächen und Fußsohlen eine Lederhaut von bis zu 2,4 mm Dicke aufweisen.

In der Lederhaut verlaufen sehr feine Blutgefäße, die Kapillaren, die die Oberhaut und die Lederhaut mit Nährstoffen versorgen. Die Kapillaren sind auch für die Temperaturregulation (Kälte und Wärme) des Körpers zuständig. Bei Hitze werden sie erweitert und geben so Wärme ab. Bei Kälte verengen sie sich. Dadurch sorgen sie dafür, dass die vom Organismus produzierte Wärme vor allem im Körperinneren bleibt.

Zusätzlich sind in der Lederhaut noch Haarbläschen, Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen enthalten. Talgdrüsen sind normalerweise je mit einem Haarfollikel verbunden. Nur an Augen, Augenlidern, Lippen etc. kommen Talgdrüsen auch unabhängig von Haarfollikeln vor. Die Fußsohlen und Handinnenflächen haben keine Talgdrüsen. In den Talgdrüsen wird Talg produziert, der das Austrocknen der Haut verhindert und sie geschmeidig macht.
In der Lederhaut befinden sich außerdem noch Schmerzrezeptoren und die Rezeptoren für den Tastsinn.

Unterhaut (Subcutis)
 
Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe, in das wie kleine Kissen Fettpolster eingelagert sind. Ihre Funktion ist die Wärmeisolierung des Körpers. Durchzogen wird diese Schicht von Ausläufern der festen Fasern der Lederhaut. Diese Fasern verbinden die Haut wie Haltebänder mit dem darunterliegenden Gewebe. Je nachdem, wie stark diese Haltebänder entwickelt sind, lässt sich die Haut auf ihrer "Unterlage" verschieben (z. B. auf dem Handrücken) oder nicht verschieben (z. B. unter der Fußsohle). Dies ist abhängig von der Körperregion. Je nach Körperregion folgen der Unterhaut dann Muskulatur, Knochen, Knorpel oder Fett.

Eingelagert in die Unterhaut sind die Endstücke der Haarbälge und der Rezeptoren für Druck und Vibration, die sog. Vater- Pacini- Körperchen.

Die Unterhaut ist nicht am ganzen Körper gleich dick oder dünn. Je nach Ernährungsgewohnheiten sind viele oder wenige Fettzellen eingelagert. Ein Unterhautgewebe ohne Fettzellen gibt es nicht. Dieses Gewebe ist gleichzeitig Kälteschutz, Energiespeicher und Puffer gegen Stöße.

Außerdem werden zur Haut auch die Finger- und Fußnägel und die Kopfhaare gezählt, die Hautanhangsgebilde genannt werden.

  Neben der "normalen" Haut gibt es die sogenannte Schleimhaut. Schleimhäute kleiden das Innere von Hohlorganen aus (z. B. den Darm oder den Mund). Sie sind auch bei den Geschlechtsorganen zu finden. So ist die Deckschicht der männlichen Eichel eine Schleimhaut und die weibliche Vagina ist von einer drüsenlosen Schleimhaut ausgekleidet. Schleimhäute besitzen weder eine Hornschicht noch Haare.

 

Funktionen

Die Haut ist mit etwa zwei Quadratmetern Fläche (je nach Körpergröße und Körperumfang) das größte Organ des Menschen. Mit ihren ca. 10 kg ist sie ebenfalls das schwerste und funktionell das vielseitigste Organ.

Wer denkt, dass unsere Haut nur dazu dient uns sozusagen einzukleiden, der irrt sich. Die Haut ist auch ein besonders wichtiges Organ, denn sie erfüllt zahlreiche Aufgaben für den Menschen und seinen Körper. Dazu zählen vor allem folgende:

 Die Haut schützt uns vor verschiedenen äußeren Einflüssen. Mehr...
Schutzfunktion der Haut

Unsere Haut hat vielfältige Aufgaben. Sie schützt uns zum Beispiel vor Einflüssen aus der Umwelt, die uns nicht immer gut tun.

Sie schützt uns unter anderem vor Kälte, Hitze und Strahlung – insbesondere der ultravioletten (UV-)Strahlung – sogenannten physikalischen Reizen oder auch chemischen Stoffen, mit denen wir beispielsweise im Haushalt oder bei der Arbeit in Berührung kommen. Außerdem ist unsere Haut ein Schutzwall gegenüber Druck, Stößen und Reibung (mechanische Einwirkungen). Sie verhindert das Eindringen von Mikroorganismen oder auch Krankheitserregern. Weiterhin sorgt sie dafür, dass wir kein Wasser und keine Wärme verlieren.

 Die Haut trägt zur Immunabwehr bei. Mehr...

Immunabwehr

Von der Haut werden auch wichtige Aufgaben im Bereich des Stoffwechsels und der Immunabwehr übernommen.

Die Haut hat einen pH-Wert von 5,7 und ist deshalb leicht sauer. Durch diesen sogenannten "Säureschutzmantel" wirkt die Haut aktiv gegen das Eindringen fremder Keime.
Außerdem gibt es in der Haut eine ganze Reihe von Abwehrzellen, die auf Eindringlinge reagieren. Das kann man zum Beispiel bei der Reaktion auf einen Insektenstich erkennen – Rötung, Schwellung und Juckreiz sind Abwehrreaktionen dieser Zellen.

 Die Haut regelt unsere Körpertemperatur. Mehr...
Temperaturregulation

Die Haut verfügt über verschiedene Anpassungsmechanismen. Dazu gehört auch, dass sie durch ihre Durchblutung die Regulation von Kreislauf und Körperwärme unterstützt.

So verhindert die Haut durch das Ausscheiden von Schweiß die Überhitzung des Körpers (Thermoregulation). Der Mensch kann bis zu 10 Liter Schweiß pro Tag ausschwitzen. Dabei werden auch Mineralstoffe ausgeschieden. Deshalb ist Schweiß salzig. Auf diese Art und Weise reguliert die Haut nicht nur die Körpertemperatur und den Wasserhaushalt, sondern hat auch einen entscheidenden Einfluss auf das (Mineralien-)Milieu unseres Organismus.

 Die Haut ist ein Sinnesorgan. Mehr...
Haut als Sinnesorgan

Besonders wichtig ist die Funktion der Haut als größtes Sinnesorgan des Menschen.

Über die Haut nehmen wir nicht nur Vibrationen und Schmerz wahr. Wir können mit der Haut auch tasten und Druck- und Temperaturreize empfinden. Für alle diese Empfindungen (z.B. Wärme und Schmerz) gibt es unterschiedliche Rezeptoren.
Der entscheidende Unterschied hierbei ist, dass man sich an zunehmende Temperaturen gewöhnen kann, wenn dies langsam geschieht. Bei Schmerzreizen ist das nur in sehr geringem Umfang möglich. Das ist auch ganz wichtig, damit der Schmerz seine Funktion als Warnzeichen behalten kann.

 Die Haut produziert Vitamine. Mehr...
Die Haut produziert Vitamine

Vitamin D wird als Vitamin D3 (Cholecalciferol oder kurz Calciol) üblicherweise durch die Aufnahme von UV-B-Licht in der menschlichen Haut gebildet. Dieses Vitamin ist für den Menschen sehr wichtig, weil es für den Knochenaufbau sorgt.

 Über die Haut werden Stoffe aufgenommen und abgegeben. Mehr...
Aufnahme- und Abgabeorgan

Die Haut ist auch ein Aufnahmeorgan. Sie kann verschiedene gute wie schlechte Stoffe aufnehmen.

Entlang der Haarfollikel können zum Beispiel gelöste (flüssige und aerogene) Stoffe in tiefere Hautschichten vordringen. So können zum Beispiel Cremes zur Hautpflege oder auch Medikamente in Form von Cremes und Salben in die Haut eindringen und so den Zustand der Haut positiv beeinflussen. Allerdings ist dieser Mechanismus auch die Quelle für das Eindringen vielfältiger schädlicher Substanzen.

 Die Haut dient der Kommunikation und Repräsentation. Mehr...
Kommunikations- und Repräsentationsfunktion

Die Haut hat nicht nur Schutzfunktionen, sondern auch kommunikative und repräsentative Aufgaben.

Die Haut bestimmt unser Aussehen. So sind manche Menschen dunkler und manche heller als andere oder haben zum Beispiel Sommersprossen. Auch Hautfalten, Linien und Furchen bilden sich im Laufe des Lebens und sind ein wesentliches Zeichen unseres Gesichtsausdrucks. Da kennen wir Lachfalten und Sorgenfalten, wir rümpfen die Nase und kräuseln die Stirn. Später entstehen Falten auch als Folge der Hautalterung.
Außerdem verrät unsere Haut bestimmte Gefühlszustände. Wenn uns etwas unangenehm ist oder wir uns ärgern, werden wir rot im Gesicht; oder bleich, wenn wir uns erschrecken. Auch die berühmte "Gänsehaut" zeigt an, dass wir frieren oder uns gruseln.
Mit all diesen Erscheinungen teilt die Haut uns selbst und anderen Menschen sichtbar mit, was in uns vorgeht.

Übrigens erfüllen auch die Schleimhäute wichtige Funktionen für den Menschen. Die Schleimdrüsen haben zum Beispiel eine wichtige Transprotfunktionen (z.B. von Fremdkörpern). Gleichzeitig bilden die Schleimhäute aber auch eine Barriere bzw. einen Schutzwall vor mechanischen Einflüssen.

Hauttypen

Die Haut bestimmt zu einem großen Teil, wie wir aussehen. Dazu gehört unter anderem auch der Haut- bzw. Pigmentierungstyp.

Jeder Mensch hat eine andere Hautfarbe. Es ist wichtig zu wissen, welcher Hauttyp man ist. Denn je nach Hauttyp sind zum Beispiel in Sachen Sonnenschutz unterschiedliche Maßnahmen wichtig. Ob jemand eher hell- oder dunkelhäutig ist, ist dabei im Erbgut (genetisch) festgelegt.

Ein amerikanischer Hautarzt hat sich diese Einteilung in sechs Hauttypen ausgedacht, um besser Empfehlungen für den Sonnenschutz geben zu können.

Hauttyp 1
 

Merkmale:
Sehr helle, extrem empfindliche Haut mit Sommersprossen, helle Augen und rotblondes Haar, keine Bräunung und meistens Sonnenbrand (ungeschützt in 10 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden und sich lieber im Schatten aufhalten (v.a. mittags zwischen 11 und 15 Uhr), Hut mit Nackenschutz und geeignete leidung sowie Sonnenbrille mit 100%igem UV-Schutz tragen, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mind. LSF 30) auftragen, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 2
 

Merkmale:
Helle empfindliche Haut und oft Sommersprossen, helle Augen und helles Haar, langsame Bräunung und fast immer Sonnenbrand (ungeschützt in 20 Minunten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden und sich lieber im Schatten aufhalten (v.a. mittags zwischen 11 und 15 Uhr), Hut mit Nackenschutz und geeignete Kleidung sowie Sonnenbrille mit 100%igem UV-Schutz tragen, Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mind. LSF 25) auftragen, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 3
 

Merkmale:
Mittelhelle Haut, helle oder dunkle Augen und braunes Haar, einfache langsame Bräunung und oft Sonnenbrand (ungeschützt in 30 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Sonnenbrand vermeiden, mittags zwischen 11 und 15 Uhr Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mind. Lichtschutzfaktor 15 verwenden, Nase, Ohren, Lippen und Nacken besonders gut schützen

 

 
Hauttyp 4
  Merkmale:
Bräunliche, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und dunkelbraunes oder schwarzes Haar, schnelle und tiefe Bräunung und gelegentlich Sonnenbrand (ungeschützt in 45 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mindesten Lichtschutzfaktor 15 verwenden, Am Meer und in den Bergen Lippen und Nacken gut schützen

 

 
Hauttyp 5
 

Merkmale:
Dunkle, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und schwarzes Haar, selten Sonnenbrand (ungeschützt in 60 Minuten

Sonnenschutzmaßnahmen:
Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit mindesten, Lichtschutzfaktor 15 verwenden, am Meer und in den Bergen Lippen und Nacken gut schützen

 

 
Hauttyp 6
  Merkmale:
schwarze, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen und schwarzes Haar, sehr selten Sonnenbrand (ungeschützt in 90 Minuten)

Sonnenschutzmaßnahmen:
am Meer und in den Bergen Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen, Lippen gut schützen, Sonnenschutzmittel mit mindesten Lichtschutzfaktor 15 auftragen,nach einer längeren sonnenarmen Zeit kann auch die dunkle Haut bei einem längeren Sonnenbad einen Sonnenbrand bekommen.

 

 

Beschaffenheit

Jeder Mensch steckt in einer anderen Haut. Je nachdem, wie die Haut eines Menschen beschaffen ist, muss er oder sie anders mit der Haut umgehen. Darum ist es wichtig, die persönlichen Eigenschaften der Haut zu kennen, um z.B. geeignete Produkte für die Hautpflege oder für die medizinische Behandlung der Haut zu finden.

Allerdings sollte man bedenken, dass die Haut kein starrer Panzer ist, der immer gleich bleibt. Die Haut verändert sich ständig und passt sich an verschiedene Umstände an, wie ein Chamäleon. In der Pubertät ist sie z.B. eher fettig oder ölig. Im Alter wird die Haut trockener. Der individuelle Hautzustand kann sich ändern und ist nicht ein für alle Mal festgelegt.

Außerdem kann der Hautzustand bei ein und derselben Person an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich sein. So kann man im Gesicht normale Haut haben, aber dafür trockene Hände.

Um die eigene Haut besser einschätzen zu können, hilft die untenstehende Tabelle. Dort wird zwischen normaler, trockener und fettiger/öliger Haut und der Mischhaut unterschieden.

Normale Haut
Die normale Haut ist glatt, rosig und besitzt feine Poren. Glänzende, ölige oder aber trockene, schuppende Areale sind nicht vorhanden. Talgproduktion, Feuchtigkeitsgehalt, Verhornung und Abschuppung stehen miteinander im Gleichgewicht. Die normale Haut findet sich häufig bei jungen Menschen.
 
Trockene Haut
Trockener Haut fehlt es an Fett und Feuchtigkeit in der Hornschicht. Die Haut schuppt sich und spannt. Sie erscheint stumpf und spröde, besonders an den Wangen und um die Augen herum. Trockener Haut fehlt es meist an Spannkraft, und es bilden sich verstärkt feine Linien und Fältchen. Ist die Haut sehr trocken, kann Juckreiz auftreten und es können sich Risse in der Haut bilden. Vor allem ältere Menschen haben trockene Haut.
 
Fettige/ölige Haut
Fettige Haut weist eine erhöhte Menge an Fetten auf ihrer Oberfläche auf, was durch überaktive Talgdrüsen verursacht wird. Sie ist robust, häufig großporig, glänzt und neigt zu Mitessern und Hautunreinheiten. Fettige Haut tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Meist sieht man sie bei Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen.
 
Mischhaut
Mischhaut ist an einigen Stellen trocken und an anderen Körperarealen fettig. Im Gesicht neigt Mischhaut zu Trockenheit um die Augen herum und an den Wangen, während die sogenannte T-Zone (Nase, Kinn, Stirn) ölig glänzt. Dabei benötigen trockene und fettige Areale unterschiedliche Pflege. Dieser Hauttyp ist recht häufig.

 Mehr Infos zum Umgang mit normaler, fettiger, trockener oder Mischhaut gibt's hier.

Einflussfaktoren

Wir tragen unsere Haut tagtäglich in allen Lebensbereichen mit uns herum und setzen sie dabei einer Vielzahl von äußeren und inneren Einflüssen aus. Einige davon machen der Haut gar nichts oder zumindest nicht viel aus. Andere können die Haut reizen oder/und Hauterkrankungen verursachen oder verschlimmern.

Es ist wichtig, zu wissen, was auf unsere Haut einwirkt, denn nur so kann man entsprechend mit der Haut umgehen und diese pflegen oder sich vor manchen kleineren und größeren Gefahren schützen.

Kurz und knapp ist im Folgenden zusammengefasst, was so alles auf unsere Haut wirkt bzw. worauf unsere Haut reagiert:

 Das Erbgut bestimmt Eigenschaften der Haut. Mehr...

Erbgut

Wie unsere Haut aussieht, wird ganz grundlegend von unserem Erbgut, also genetisch, beeinflusst.

So ist z.B. die Hautfarbe erblich veranlagt. Auch entscheiden bestimmte erbliche Veranlagungen, ob man anfällig für bestimmte Hauterkrankungen ist. Manche Hauterkrankungen wie z. B. die Neurodermitis haben ihre Ursachen oftmals in der Veranlagung der betroffenen Person. Oder auch die Neigung zu Akne wird meist vererbt.

 Hormone beeinflussen die Haut. Mehr...

Hormone

Die Haut wird zudem von Hormonen beeinflusst.

Hormone sind Botenstoffe, die im Körper gebildet und durch den Körper geschickt werden, um bestimmte Veränderungen in Gang zu setzen und bestimmte Stoffwechselprozesse zu steuern. Ein Beispiel dafür sind die Geschlechtshormone: Die sorgen in bestimmten Lebensphasen wie in der Pubertät oder während des Menstruationszyklus der Frau für eine vermehrte Talgproduktion in den Talgdrüsen. Die Haut wird fettiger, und es kommt zu Pickeln und Mitessern.

 Die Haut reagiert auf mechanische Reize wie Stöße oder Druck. Mehr...

Mechanische Reize

Dass die Haut auf mechanische Reize wie Stöße, Druck oder Reibung reagiert, hat jeder schon einmal am eigenen Leib gespürt.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten "blauen Fleck", den man bekommt, wenn man sich gestoßen hat; oder Abdrücke auf der Haut, wenn man z.B. zu enge Klamotten getragen hat. Durch Reibung können auf der Haut Blasen entstehen.

 Bestimmte Stoffe können die Haut reizen. Mehr...
Hautreizende Stoffe

Es gibt verschiedene Stoffe, die die Haut reizen können, wenn sie mit ihr in Berührung kommen.

Auch wenn uns unsere Haut vor ihnen zu schützen versucht, klappt das nicht immer. So können manche Stoffe der Haut schaden, indem sie z.B. den sogenannten Säureschutzmantel der Haut oder die Zellen der Oberhaut beschädigen. Hier unterscheidet man zwischen stark und schwach hautreizenden Stoffen, sogenannten Irritantien.

Bei stark hautreizenden Stoffen reagiert die Haut beim ersten Kontakt sofort; z.B. beim Kontakt mit starken Säuren, Laugen oder Lösungsmitteln (chemische Irritantien) oder brennenden Stoffen (physikalische Irritantien).

Bei schwachen Irritantien reagiert die Haut erst nach wiederholtem, regelmäßigem Kontakt mit Hautveränderungen. Das ist z.B. der Fall bei Wasser, Seifen, Reinigungsmitteln, Ölen/Fetten, schwachen Lösungsmitteln, etc.

Übrigens können auch verschiedene Stoffe in Kosmetika zu einer Hautreizung führen. Darum sollte man zum Beispiel beim Schminken darauf achten, welche Inhaltsstoffe bei den unterschiedlichen Produkten enthalten sind. Eine beispielhafte Liste ist hier zu finden.

 Manche Stoffe können auf der Haut allergische Reaktionen auslösen. Mehr...
Allergene

Weitere Faktoren, die die Haut schädigen können, sind Allergene. Sie lösen eine Überempfindlichkeitsreaktion aus.

Wenn die Haut mit einem Allergen in Kontakt kommt, reagiert sie darauf. Das nennt man eine Kontaktallergie.

Um eine Allergie zu entwickeln (sich zu sensibilisieren), muss üblicherweise ein wiederholter Kontakt zum Allergen bestehen. Daher haben Betroffene häufig jahrelangen Kontakt zum Allergen, bevor sie eine Allergie entwickeln.

Einige Menschen reagieren z.B. allergisch auf Nickel, der in Knöpfen oder Schmuck enthalten sein kann, oder auf Duftstoffe in Kosmetika, Parfüms oder Waschmitteln.

 Das Klima und die Luftverschmutzung haben einen Einfluss auf die Haut. Mehr...

Klima und Luftverschmutzung

Auch das Klima hat einen Einfluss auf die Haut.

Wind, Kälte, Hitze oder auch die Sonne wirken auf die Haut ein.

Nicht immer ist das Klima schlecht für die Haut, manchmal kann es die Haut aber auch belasten. Im Winter trocknet die Haut zum Beispiel durch den Wechsel von der kalten Luft draußen und der warmen und trockenen Heizungsluft in Innenräumen schnell aus. Oder auch die Sonnenstrahlen, besser gesagt die UV-Strahlen, können sowohl positiv als auch negativ auf die Haut wirken.

Mehr Informationen dazu können in einem extra Lernmudul zum Thema "Sonne" nachgelesen werden.

 Die Haut wird von unserem Lebensstil beeinflusst. Mehr...

Lebensstil

Zusätzlich können bestimmte Lebensstilfaktoren einen Einfluss auf die Haut haben. Das bedeutet, dass es unsere Haut beeinflusst, wie wir mit unserem Körper umgehen.

Unsere Haut reagiert z.B. auf unsere Ernährung. Es geht ihr besser, wenn man sich ausgewogen ernährt. Gleiches gilt auch für Genussmittel. Rauchen und Alkohol mag die Haut nicht so gerne. Da kann es passieren, dass die Haut schneller altert.
Wichtig ist zudem, wie man mit der eigenen Haut umgeht. Die Haut will gepflegt und umsorgt werden. Dann fühlt sie sich wohl.

Wie man sich am besten um seine Haut kümmert, kannst du hier nachlesen.

 Die Haut reagiert auf psychische Faktoren wie unser Wohlbefinden. Mehr...

Psychische Faktoren

Die Haut wird auch von psychischen Faktoren beeinflusst.

Für sie macht es oft einen Unterschied, ob wir erholt und entspannt oder total gestresst sind. Je nachdem, ob man sich gut oder schlecht fühlt, kann die Haut reagieren. Wenn die Haut gesund ist, fällt das manchmal gar nicht auf. Bei bestimmten Hauterkrankungen kann unser Wohlbefinden einen starken Einfluss darauf haben, ob wir einen sogenannten Krankheitsschub bekommen oder nicht. Dann ist die Haut sensibler und merkt deutlicher, wenn es uns mal nicht gut geht.

 

Umgang

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt zahlreiche wichtige Aufgaben. Darum sollte sich jeder gut um die eigene Haut kümmern. Dazu gehört es, die Haut richtig zu reinigen und zu pflegen sowie sie vor Einflüssen, die nicht so gut sind, zu schützen.

Der richtige Umgang sowohl mit der gesunden als auch mit der erkrankten Haut beruht also auf drei Komponenten:

An erster Stelle steht die richtige Hautreinigung, die der Entfernung von Schmutz, Schweiß oder Talg und Schadstoffen dient. Mehr Infos gibt's hier.
Hautreinigung

Die Reinigung der Haut ist wichtig, um die Haut gesund zu erhalten oder wieder gesund zu machen.

Reinigungsprodukte sollen Schmutz, Schweiß und Talg von der Haut entfernen. Außerdem tragen sie alte Hautzellen (Schuppen) ab und sorgen somit für die ständige Erneuerung der Haut.
Reinigungsmittel können aber auch zu Hauttrockenheit, Rötung, Reizung und Juckreiz führen. Diese unerwünschten Wirkungen hängen sowohl vom verwendeten Reinigungsprodukt als auch von der Durchführung der Hautreinigung ab.

Darum sollte man bei der Auswahl eines Reinigungsproduktes Folgendes berücksichtigen:

Synthetische Reinigungsmittel, sogenannte Syndets, sind für die Haut besonders gut geeignet. Im Gegensatz zu alkalischen Mitteln wie zum Beispiel Seife verursachen sie geringere Hautreizungen und Juckreiz. Denn sie haben einen hautneutralen pH-Wert (5,5), der dem der Haut entspricht, während Seifen einen alkalischen pH-Wert von häufig 9 – 12 aufweisen.

Bei der Hautreinigung sollte immer der eigene Hautzustand berücksichtigt werden. Trockene Haut braucht zum Beispiel eher rückfettende Reinigungsprodukte. Diese ersetzen einige der Fettsäuren, die während der Reinigung entfernt werden. Bei empfindlicher Haut sollten parfümfreie, milde Reinigungsmittel verwendet werden. Für ölige/fettige Haut oder in der T-Zone bei Mischhaut sind pH-hautneutrale Syndets empfehlenswert.

Reinigungsprodukte sollten immer sparsam angewendet und vor allem gründlich abgewaschen werden. Wer rückfettende Reinigungsprodukte verwendet, sollte daran denken, dass ein rückfettendes Reinigungsmittel nicht die anschließende Anwendung einer Pflegecreme oder -salbe ersetzt.

  Die wichtigsten Reinigungtipps für jeden Hautzustand können übrigens hier in einer extra Tabelle nachgelesen werden.

Reinigungs- und Pflegetipps

Die wichtigsten Reinigungs- und Pflegetipps können in der Tabelle nachgelesen werden. Dabei sind die angemessene Hautreinigung und -pflege bei der fettigen Haut und der Mischhaut besonders wichtig. Ebenso gilt das für die trockene Haut.

Normale Haut
  • Morgens und abends mit einer Reinigungsmilch oder mit einem Syndet, das sorgfältig abgewaschen werden muss, das Gesicht reinigen.
  • Für den Körper sind Seifen oder Syndets geeignet.
  • Die Tagespflege erfolgt mit einer Feuchtigkeitscreme. Bei großer Kälte oder trockener Luft sind fettreichere Zubereitungen gut.
  • Nachts sollten fettreiche Emulsionen bevorzugt werden.
  • Nicht nur das Gesicht, sondern auch den Körper eincremen!
  • Die Haut sollte vor langem Wasserkontakt, vor zu heißem Wasser, chemischen oder mechanischen Reizen und vor Sonne geschützt werden.
Trockene Haut
  • Dabei handelt es sich um sogenannte empfindliche Haut.
  • Zur Reinigung des Gesichts sollte eine Reinigungsmilch mit einem hohen Fettanteil benutzt werden.
  • Für die Körperreinigung sind rückfettende Substanzen zu verwenden.
  • Der Wasserkontakt sollte so gering wie möglich sein: Also möglichst wenig duschen und baden, wobei Ölbäder zu bevorzugen sind.
  • Die anschließende Pflege mit einer fetthaltigen Emulsion ist enorm wichtig. Auch für die Gesichtspflege sind möglichst fetthaltige Produkte zu wählen, die Feuchthaltefaktoren enthalten sollten.
  • Hautschutz ist sehr wichtig.
Fettige/ölige Haut
  • Bei einer Überfunktion der Talgdrüsen begünstigt die Zufuhr von Fetten die Entstehung von Mitessern. Deshalb zielen Reinigung und Pflege auf eine Verminderung der Talgproduktion, eine Hemmung des Keimwachstums und eine Entfernung von Mitessern ab.
  • Gesichtspeelings - also eine ablösende Reinigung – können empfohlen werden.
  • Ölbäder sind hier vollkommen ungeeignet.
  • Zur Pflege werden wasserhaltige, wenig fettende Emulsionen wie Lotionen benutzt.
  • Man sollte sich weniger eincremen, sonst können Pickel oder Haarbalgentzündungen die Folge sein.
  • Die Haut ist sehr widerstandsfähig, jedoch sollte der Schutz vor Sonne nicht vergessen werden. Ansonsten ist in der Regel kein Hautschutz erforderlich.
Mischhaut
  • Mischhaut entsteht, indem die Pore mit der Talgdrüse viel Talg produziert, die zwischen den Poren liegende Haut ist trocken, und als weiterer Aspekt: Die Verteilung der einzelnen Talgdrüsen über die Haut ist nicht gleichmäßig.
  • Mischhaut verlangt eine besondere Pflege, und häufig sind zwei verschiedene Produkte notwendig.
  • Die trockenen Hautpartien benötigen reichhaltige fetthaltige Emulsionen (enthalten mehr Öl/ Fette als Wasser), während an den fettigen Partien nur weniger fettige Emulsionen (enthalten mehr Wasser als Öl/ Fette) verwendet werden sollten, um ein Verstopfen von Poren und die Bildung von Mitessern zu verhindern.
  • Es gibt Pflegeprodukte, die ganz speziell für Mischhaut entwickelt sind.

   
Ihr folgt als zweites die Hautpflege, die der Haut verlorengegangene Feuchtigkeit und Fette wieder zuführt, so dass der Idealzustand erhalten bleibt oder wieder hergestellt wird. Mehr Infos gibt's hier.
Hautpflege

Auch die richtige Hautpflege trägt dazu bei, gesunde Haut gesund zu erhalten oder kranke oder gereizte Haut wieder in den Griff zu bekommen.

Bei der Wahl der Hautpflegemittel sollte man auf den Hautzustand (z.B. fettige oder trockene Haut) und die Körperregion (z.B. Kopfhaut oder Hände) achten.

Denn je nach Hautzustand, individuellem Hauttyp und Körperregion ist die Haut unterschiedlich und braucht daher unterschiedliche Pflege. An den Augenlidern oder im Gesicht ist die Haut zum Beispiel ganz anders beschaffen (Dicke und Konsistenz) als zum Beispiel an den Armen oder den Fußsohlen.
Beim Einsatz falscher Pflegemittel kann sich der Zustand auch ursprünglich gesunder Haut verschlechtern.

 

  Die wichtigsten Pflegetipps für jeden Hautzustand können übrigens hier in einer extra Tabelle nachgelesen werden.

Reinigungs- und Pflegetipps

Die wichtigsten Reinigungs- und Pflegetipps können in der Tabelle nachgelesen werden. Dabei sind die angemessene Hautreinigung und -pflege bei der fettigen Haut und der Mischhaut besonders wichtig. Ebenso gilt das für die trockene Haut.

Normale Haut
  • Morgens und abends mit einer Reinigungsmilch oder mit einem Syndet, das sorgfältig abgewaschen werden muss, das Gesicht reinigen.
  • Für den Körper sind Seifen oder Syndets geeignet.
  • Die Tagespflege erfolgt mit einer Feuchtigkeitscreme. Bei großer Kälte oder trockener Luft sind fettreichere Zubereitungen gut.
  • Nachts sollten fettreiche Emulsionen bevorzugt werden.
  • Nicht nur das Gesicht, sondern auch den Körper eincremen!
  • Die Haut sollte vor langem Wasserkontakt, vor zu heißem Wasser, chemischen oder mechanischen Reizen und vor Sonne geschützt werden.
Trockene Haut
  • Dabei handelt es sich um sogenannte empfindliche Haut.
  • Zur Reinigung des Gesichts sollte eine Reinigungsmilch mit einem hohen Fettanteil benutzt werden.
  • Für die Körperreinigung sind rückfettende Substanzen zu verwenden.
  • Der Wasserkontakt sollte so gering wie möglich sein: Also möglichst wenig duschen und baden, wobei Ölbäder zu bevorzugen sind.
  • Die anschließende Pflege mit einer fetthaltigen Emulsion ist enorm wichtig. Auch für die Gesichtspflege sind möglichst fetthaltige Produkte zu wählen, die Feuchthaltefaktoren enthalten sollten.
  • Hautschutz ist sehr wichtig.
Fettige/ölige Haut
  • Bei einer Überfunktion der Talgdrüsen begünstigt die Zufuhr von Fetten die Entstehung von Mitessern. Deshalb zielen Reinigung und Pflege auf eine Verminderung der Talgproduktion, eine Hemmung des Keimwachstums und eine Entfernung von Mitessern ab.
  • Gesichtspeelings - also eine ablösende Reinigung – können empfohlen werden.
  • Ölbäder sind hier vollkommen ungeeignet.
  • Zur Pflege werden wasserhaltige, wenig fettende Emulsionen wie Lotionen benutzt.
  • Man sollte sich weniger eincremen, sonst können Pickel oder Haarbalgentzündungen die Folge sein.
  • Die Haut ist sehr widerstandsfähig, jedoch sollte der Schutz vor Sonne nicht vergessen werden. Ansonsten ist in der Regel kein Hautschutz erforderlich.
Mischhaut
  • Mischhaut entsteht, indem die Pore mit der Talgdrüse viel Talg produziert, die zwischen den Poren liegende Haut ist trocken, und als weiterer Aspekt: Die Verteilung der einzelnen Talgdrüsen über die Haut ist nicht gleichmäßig.
  • Mischhaut verlangt eine besondere Pflege, und häufig sind zwei verschiedene Produkte notwendig.
  • Die trockenen Hautpartien benötigen reichhaltige fetthaltige Emulsionen (enthalten mehr Öl/ Fette als Wasser), während an den fettigen Partien nur weniger fettige Emulsionen (enthalten mehr Wasser als Öl/ Fette) verwendet werden sollten, um ein Verstopfen von Poren und die Bildung von Mitessern zu verhindern.
  • Es gibt Pflegeprodukte, die ganz speziell für Mischhaut entwickelt sind.

   
Die letzte Komponente bezieht sich auf den Hautschutz. Dieser dient der Vermeidung von Hautkrankheiten und soll die Haut vor einer Verschlechterung ihres Zustandes schützen. Mehr Infos gibt's hier.

Hautschutz

Unsere Haut wird von vielen äußeren Faktoren beeinflusst, die der Haut nicht immer gut tun. Darum muss sowohl gesunde Haut als auch strapazierte und erkranke Haut gut vor äußeren Einflüssen geschützt werden.

Wichtig ist dabei unter anderem der Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne. Ebenso ist Schutz vor Stoffen, mit denen man im Beruf umgeht (z.B. als Friseur/in), vor aggressiven Mitteln im Haushalt und vor Wasser erforderlich - z.B. durch das Tragen von Schutzhandschuhen.

Wichtig ist, dass wir unsere Haut auch in der Freizeit schützen. Wer z.B. Windsurfing betreibt, muss sich nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor dem Wasser schützen - insbesondere am Anfang wohl mehr vor dem Wasser, sofern es sich nicht um ein ausgesprochenes Naturtalent handelt. Beim Skifahren ist neben dem Schutz vor Kälte, Wind und Wetter auch ein starker Sonnenschutz wichtig.

Besonders empfindlich sind trockene Haut, Kinderhaut und Altershaut. Aber nicht nur die geschädigte oder anfällige Haut muss geschützt werden, sondern auch die normale oder gesunde Haut. Schließlich soll dieser Zustand nach Möglichkeit aufrechterhalten werden.

Übrigens: Mehr zum Thema Sonnenschutz kann im Lernmodul "Sonne" nachgelesen werden.

Da die Haut der Menschen so individuell ist wie die Menschen selbst, ist es wichtig, dass man bei all diesen Maßnahmen die ganz persönliche Hautbeschaffenheit (trocken/fettig) und den Hauttyp (hell/dunkel) beachtet.

All das ist übrigens nicht nur für die gesunde, sondern auch die kranke Haut wichtig. Der gesunden Haut hilft der richtig Umgang dabei, gesund und widerstandsfähig zu bleiben. Für die kranke Haut ist ein sorgfältiger Umgang wichtig, um wieder gesund zu werden und störende oder auch schmerzende Hautveränderungen zu lindern und zu heilen.

  Was man am besten bei Hauterkrankungen wie Akne oder Ekzeme machen kann, kann man in gesonderten Kapiteln genauer nachlesen. Mehr Infos gibt's hier: Lernmodul "Akne" und Lernmodul "Ekzem".
     
  Das Lernmodul "Sonne" hält viele Tipps zum richtigen Sonnenschutz bereit.

Zusatzinfos

Im Folgenden werden verschiedene Internetquellen angeboten, die weiterführende und vertiefende Literatur zum Thema Haut bereitstellen.